Klimawandel – früh erkannt – spät reagiert – Teil 3

Der ganz persönliche Beitrag zum Schutz des Klimas
Politische Vorgaben sind eine Voraussetzung, die drohende Klimakatastrophe abzuwenden, doch weitreichende politische Entscheidungen in der Demokratie müssen immer auch vom Volk mitgetragen werden und dazu braucht es eine Bewusstseinsbildung, die solche Entsheidungen nicht nur zulässt sondern auch aktiv unterstützt. Hier sollte sich jeder die Frage stellen, welchen Beitrag bin ich bereit zu leisten?

EU campaign

EU Kampagne 2006 – Appell an die Vernunft

Im Jahr 2006 startete die EU eine Kampagne, die sich an jeden einzelnen Bürger wandte mit dem Slogan „You Control Climate Change“ und der Aufforderung „Turn down. Switch off. Recycle. Walk“. Die Leute sollten durch kleine Änderungen ihres Verhaltens in der Summe letztlich eine nicht unwesentliche Reduzierung der Emissionen bewirken.
So bedeutet z.B. eine nur ein Grad niedrigere Raumtemperatur eine Einsparung der Heizenergie von 10%, ebenso der Verzicht auf den Standby-Modus vieler elektronischer Geräte. Sicher eine gute Idee, natürlich nicht ausreichend, aber immerhin ein wichtiger Denkanstoß, was also kann ich tun?
Die Fridays-for-Future Bewegung ist ein schönes Beispiel für die dringend nötige Bewusstseinbildung in unserer Gesellschaft. Die Proteste der Schüler halte ich für ungemein wichtig und richtig. Auch Rezzos gekonnt inszenierter YouTube Auftritt war ein sehr wirksamer persönlicher Beitrag. Die Stellungnahme unterzeichnet von über 26000 Wissenschaftlern im Rahmen der Scientists for Future Kampagne ist ebenso ein ermutigendes Zeichen, gewissermaßen ein letzter eindringlicher Warnruf:

Nur wenn wir rasch und konsequent handeln, können wir die Erderwärmung begrenzen, das Massenaussterben von Tier- und Pflanzenarten aufhalten, die natürlichen Lebensgrundlagen bewahren und eine lebenswerte Zukunft für derzeit lebende und kommende Generationen gewinnen. Genau das möchten die jungen Menschen von „Fridays for Future/Klimastreik“ erreichen. Ihnen gebührt unsere Achtung und unsere volle Unterstützung. 

Wie Rezzo in seinem Video resümiert, er habe seinen Beitrag geleistet und hofft, dass andere das auch von sich sagen können, möchte ich genau das tun, mein Resümee von 30Jahren aktivem Handeln in Sachen Klima.
Dabei gibt es natürlich ganz unterschiedliche Wege, sich der Verantwortung gegenüber einer solch drohenden ökologischen Katastrophe zu stellen. Zunächst sollte man doch bei sich anfangen, was kann ich selbst in meinem Wohn- und Arbeitsumfeld tun, ganz im Sinne der EU Kampagne -Turn down – Switch off – Recycle – Walk.
You Control Climate Change
Dieser Slogan mag etwas zugespitzt sein, doch bin auch ich durch mein jetziges Verhalten verantwortlich für die zukünftige Entwicklung unseres Planeten. Durch einfache Verhaltensänderungen kann der sog CO2-Fußabdruck wesentlich verkleinert werden. Ein paar Beispiele:
Muss ich den Rasen zweimal die Woche mähen?
Müssen Kinder grundsätzlich mit dem Auto zur Schule gebracht werden?
Muss ich für die 500m Weg zum Bäcker den Wagen benutzen?
Muss man zur Laubbeseitigung mit Bläsern und Saugern arbeiten?
Muss auch noch das kleinste Unkraut auf dem Gehweg abgeflämmt werden?
Muss eine ganze Schulklasse selbst im Sommer nach dem Schwimmunterricht 20 min lang die Haare föhnen?
Müssen warme Sommerabende immer nur zum Grillen genutzt werden?
Muss ich bei jeder Gelegenheit meinen Kamin anfeuern? Muss es überhaupt eine Holzfeuerungsanlage sein?
Mehr hierzu in meinem Bericht Holzfeuerungsgefahren – die neue Umweltgefahr.
Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen, dabei ist dies nur der ganz persönliche Beitrag zum Klimawandel, sehr viel mehr ließe sich verändern im Bereich der öffentlichen Gebäude, d.h. Heizung und Beleuchtung oder der Verkehrsregelung durch intelligente Ampelschaltungen etc.
Schon sind wir im Bereich, der politische Entscheidungen verlangt, die Verkehrswende und nicht zuletzt die Energiewende und das national, europaweit und letztlich global.
Siehe hierzu meinen Berichte Energiewende – es geht auch ohne Kohle und Öl
und Windparks in Waldgebieten. Eine gewaltige fast unlösbare Aufgabe scheint dies, sicher, aber auch nur deshalb, weil die Gesellschaft die seit über 30 Jahren bekannte Entwicklung nicht wahrnehmen wollte und selbst auf eindringliche Warnungen viel zu spät reagiert hat.

Ich muss gestehen, dass sich bei mir erst nach einigen Jahren ein Bewusstsein dafür entwickelte, mein Verhalten klimafreundlich zu gestalten. Aber damals gab es auch noch nicht diesen Zeitdruck. Der Prozess der Klimaänderung hatte in der allgemeinen Wahrnehmung erst begonnen und es schien noch genügend Zeit für wirksame Maßnahmen.
In einigen Bereichen gelang es mir dann doch, meinen persönlichen CO2-Fußabdruck zu verkleinern.

WWF

WWF 2012

Verzicht auf Fleisch – seit über 30 Jahren fleischlose Kost. Zugegeben, zunächst standen weniger Klimaschutz-Überlegungen im Vordergrund sondern eher ethische und soziale Gründe, der Klima-Aspekt wurde erst in den letzten Jahren immer bedeutender: Nach einer WWF-Studie können so im Mittel 800kg CO2 Äquivalente pro Jahr eingespart werden, in 30Jahren also 24t, was ungefähr 100000km Autofahren gleichkommt!

Siehe auch meinen Bericht Sechs Gründe für den Verzicht auf Fleisch

Nahezu 70 % der direkten Treibhausgas-Emissionen unserer Ernährung sind auf tierische Produkte zurückzuführen. Wie schon beim „Landverbrauch“ ist unsere fleischbetonte Ernährung also ein wichtiger Auslöser negativer Umwelteffekte. Auf pflanzliche Produkte hingegen entfällt lediglich knapp ein Drittel dieser Emissionen. Die derzeit 81,75 Mio. Einwohner emittieren durch ihre Ernährung (Produktion, Weiterverarbeitung, Zubereitung etc.) ca. 164 Mio. t CO2-Äquivalente direkt. Davon entfallen allein fast 67 Mio. t auf den Fleischkonsum, auf den von Obst und Gemüse nur etwa ein Zehntel.
Eine gesunde Ernährung gemäß wissenschaftlichen Empfehlungen senkt den Ausstoß an CO2-Äquivalenten pro Person um 162 kg, also um etwa 8 %. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung Deutschlands sind das jährlich etwa 13,3 Mio. t. Wie groß diese Menge von 13,3 Mio. t jährlich eingesparter CO2-Äquivalente tatsächlich ist, veranschaulichen zwei Vergleiche. Sie entspricht ungefähr der Emissionsmenge von 1,1 Mio. Neuwagen, die rund 100.000 km bei einem CO2-Ausstoß von 120 g je km zurücklegen. Sie entspricht ebenso den Treibhausgas-Gesamtemissionen von Luxemburg (nach WWF Deutschland, 2012)
Bahn, Fahrrad statt Auto, Flüge
Als Eisenbahnfreund habe ich, wenn immer möglich, die Bahn benutzt, auch für europaweite Fahrten und auch zum Dienst, wenn immer möglich, das Fahrrad. Auch hier muss ich zugeben, dass wir auf etlichen Langstreckenflügen so manche Tonne CO2 freigesetzt haben, aber wenigstens waren dies nie Strand- oder Wellness-Aufenthalte.

Grafik

Quelle: Bundesumweltamt

Rund 19 Prozent des in Deutschland ausgestoßenen CO2 wird durch den Verkehr verursacht.
In Deutschland sind knapp 46 Millionen Pkw auf den Straßen unterwegs. Pro Kilometer emittiert ein durchschnittlicher Pkw 206 Gramm CO2. Der Schienenverkehr ist hinsichtlich des CO2- und Luftschadstoffausstoßes (Stickoxide und Feinstaub) der umweltverträglichere Verkehrsträger.
Reisebusse emittieren bei durchschnittlicher Auslastung pro Personenkilometer 30 Gramm CO2, die Bahn im Fernverkehr etwa 40 Gramm – der Pkw verursacht 137 Gramm CO2 und das Flugzeug gar 201g Treibhausgase pro Personenkilometer!

Windräder, Kochkiste und Solarpanel
Ich träumte schon immer von der autarken Versorgung des Hauses mit alternativen Energiequellen, So bastelte ich 1979 ein Windrad, das bei viel Wind die ernorme Leistung von 20 Watt leistete und in der dörflichen Umgebung viel Aufsehen erregte.

windrad

Windrad Eigenbau 1979

„Nur“ 10 Jahre später ließ in derselben dörflichen Umgebung ein Kollege (Fachbereich Physik) das erste kommerzielle Windrad errichten mit immerhin 80kW. Diese Energie stand tatsächlich zur privaten Nutzung zur Verfügung. Ich erinnere mich an so manchen windigen Abend, an dem wir unter dem Windrad saßen und lange Diskussionen über den Treibhauseffekt und alternative Energien führten.

Windrad

Windrad Tacke TW 80kW, 21m Rotor, 40m Nabenhöhe, 1992

Energie aus der Sonne nutzen Xenia und ich auch schon seit einigen Jahren in unserem Hausgarten in Form einer selbstgebauten Kochkiste. Dieses mit einfachen Mitteln hergestellte Gerät ermöglicht es uns an sonnenreichen Tagen von Mai bis Oktober völlig emissionsfrei leckere Gericht zu garen.

Solar-Kochkiste

Siehe Xenias Bericht: Klimafreundliches Kochen in der Solar-Kochkiste

Solarpanel dürfen wir auf unserem Dach nicht montieren, dafür haben wir eine komplette Solaranlage dorthin gebracht, wo sehr viel mehr Sonne scheint und wo zudem Strom dringend gebraucht wird., nach Tanzania, Ostafrika. Eazy, unser afrikanische Sohn, ist seitdem in der Lage, sein Backpackers Hostel mit Strom aus der Steckdose zu versorgen und z.B. auf stinkende und rußende Öllampen zu verzichten. Mehr dazu: Enjoy the real African life at   Eazy’s Place

Eazy's solar panel

Solar-Panel Montage in Tanzania

Thema Klimawandel in der Schule: Verpasste Chancen

Neben dem eigenen klimafreundlichen Verhalten erscheinen mir Maßnahmen und Aktionen wichtig, die zur Bewusstseinsbildung in der breiten Bevölkerung beitragen. Fridays for Future und das Rezzo Video sind dafür Beispiele. Aber auch dies hätte sehr viel früher geschehen müssen. Den Schülern ist kein Vorwurf zu machen, sie haben immerhin endlich reagiert, während ihre Lehrer, ihre Eltern geschwiegen haben, Politiker untätig blieben und selbst die Wissenschaftler, die es doch schon lange wussten, erst im letzten Moment aktiv wurden. Vor allem die Schulen sind hier in die Pflicht zu nehmen. So heißt doch ihr Bildungsauftrag u.a. Die Schule fördert die Entfaltung der Person, die Selbstständigkeit ihrer Entscheidungen und Handlungen und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl, die Natur und die Umwelt. (§ 2 SchulG NRW Abs.4)
So tauchte das Thema Klimawandel über Jahrzehnte in keinem Lehrplan auf, abgesehen vielleicht von einigen fortschrittlichen Erdkundelehrern, nahm Schule keine Notiz von einem solch relevanten Thema. Und selbst heute betrachtet die Schuladministration die so wichtigen Schüleraktionen als Schulschwänzen und droht mit Sanktionen. Da muss erst eine 15-jährige Greta Thunberg kommen und den o.a. Bildungsauftrag umsetzen, gegen die Schule. Hier zeigt sich wieder ein Symptom unseres völlig überholten Bildungssystems.
Siehe hierzu meinen Artikel Aufruf zur Bildungsrevolution – Hat Precht Recht?

Während der Jahre, in denen ich Schüler im Fridays-for-Future Alter unterrichten durfte, war ich mir eigentlich immer der Verantwortung bewusst, die dieser Bildungsauftrag für den Lehrer bedeutet und hoffe und wünsche, dass ich ein wenig zur Bewusstseinbildung beigetragen habe.

Videos gegen Klimawandel
Rezzos Video über das Versagen der“Volksparteien“ gerade im Bereich Klimaschutz und die enorme Reichweite und die entsprechenden Reaktionen haben gezeigt, dass digitale Medien und insbesondere Video-Plattformen wie YouTube wichtige Kanäle für die Meinungsbildung sind.
Ich benutze YouTube seit über 10 Jahren zur Präsentation meiner Videos, zur kritischen Bewertung und als Diskussionsgrundlage. Einer meiner ersten Kanäle war „Climate Change“ mit dem EU Slogan „You Control Climate Change“ und dann der Schwerpunkt „Windenergie“.

Die YouTube Climate Change Playlist mit über 1 Mio Views

Climate Change Videos

Climate Change Play List 1

Climate Change Videos

Climate Change Playlist 2

Climate Change Videos

Climate Change Playlist 3

Die Videos sollten zunächst über den Klimawandel informieren, vor allem durch Visionalisierung von Messdaten (Arctic Sea Ice Decline, Global Temperature Anomalies) aber auch die schon damals sichtbaren Folgen zeigen (Global Glacier Retreat, Wilkins Ice Shelf Collapse). Darüber hinaus war mir wichtig, über die Kommentarfunktion Diskussionen anzuregen, um so Menschen zu erreichen, die bislang zu diesem Thema noch keinen Zugang hatten. Besonders häufig und heftig wurde über die Bedeutung der Windenergie gestritten und hier waren es vor allem US-Bürger, die das Pro und Contra alternativer Energiequellen diskutierten und sich so auch zum ersten Mal mit so etwas wie Climate Change auseinandersetzten. Das genau war meine Absicht, daher auch so fast provokante Titel wie „The World’s Largest Wind Turbine“ – ein Video, das immerhin über 600 000 mal aufgerufen wurde und zu über 400 Kommentaren verleitete, die natürlich die gesamte Thematik alternative Energien und damit auch das Klima mit einbezogen.

Siehe auch meinen Bericht Unter dem größten Windrad der Welt

Energy Union Tour – Cold Cut
Energy Union ist ein 2009 begonnenes EU Projekt, um bei vor allem bei jungen Leuten das Bewusstsein für Klimaschutz allgemein und erneuerbare Energien im Besonderen zu schärfen
Die Kampagne animiert auf unkonventionelle Weise dazu, selbst aktiv zu werden. Und das mit Hilfe einer Sprache die Menschen auf der ganzen Welt verstehen: Die Sprache der Musik und Bilder.

energy union

Die Londoner Band Coldcut konzipiert eigens für diese Tour eine audio-visuelle Live Show.
Im Rahmen von Energy Union wird die Thematik rund um Intelligente Energie besprochen und erläutert. Dies geschieht im Rahmen von Diskussionsforen und Workshops, die vom Verein Elevate in Kooperation mit Global 2000, der Österreichischen Gruppe von Friends of the Earth Europe (FoEE), organisiert werden. Die Tour ging durch 8 europäische Großstädte und wurde war sehr erfolgreich. Ausschnitte aus meinen Videos wurden von Cold Cut in ihren Live Shows gezeigt

Kunstprojekt zum Klimawandel – Global Warming Project
Xenia hat sich immer auch politische Künstlerin verstanden, Kunst soll provozieren, kritisieren, aufklären. Vor diesem Hintergrund entstand 2008 die Idee, ein gemeinsames Kunstprojekt zum Thema Klimawandel zu gestalten, um aufmerksam zu machen auf eine mögliche Katastrophe, Damals, anders als heute, schien uns die Zeit noch ausreichend, wirksame Klimaschutzmaßnahmen zu treffen.

Global warming Art

Global Warming Art – Ausstellung 2008

Schwerpunkt der ausgestellten Exponate waren Xenias Papierskulpturen, gefertigt aus original Wetterkarten meiner Sammlung.sowie Collagen aus thematisch relevanten Wetterkarten und internationalen Zeitungen.
Dazu gab es Thementafeln, ein von Anika Gerlach gestaltes Modell eines schmelzenden Tafeleisbergs, Klangcollagen, Vorträge und eine viel beachtete öffentliche Aktion vor dem Museum – schmelzende und in Bewegung geratene Eisbrocken.

Global Warming Art

Xenia Marita Riebe – Wetterkarten-Collage 2008

In der Ankündigung zur Ausstellung heißt es: Die dargestellten wissenschaftlichen Fakten in Form von Schaubildern, Diagrammen und vor allem die amtlichen Wetterkarten dienten als Material für die künstlerische Aufarbeitung des Themas. Die somit künstlerisch überhöhten Informationen und die vermittelten Botschaften mögen verstanden werden als ein Beitrag zum so dringend nötigen Bewusstseinswandel in unseren Köpfen.

Details siehe Global Warming Art Project

Global Warming Art Project

Global Warming Art Project – DWD Offenbach

Global Warming Project – Deutscher Wetterdienst, Offenbach
2009 konnten wir die Ausstellung in ähnlicher Form in der Bibliothek des Deutschen W,etterdienstes präsentieren wo eine Vielzahl von Besuchern, u.a. Schulklassen zum ersten Mal mit dem Thema konfrontiert wurden. Einige von Xenias Skulpturen wurden vom DWD angekauft und sind noch heute in der Bibliothek zu sehen.

Link: Kunst beim Deutschen Wetterdienst

Informationen für Menschen auf den westpazifischen Inseln

kpress

The Kaselehlie Press – Micronesia

Die Pazifischen Inselregionen wie Cook-Inseln, Föderierte Staaten von Mikronesien, Fidschi, Kiribati, Marshallinseln, Nauru, Niue, Palau, Papua-Neuguinea, Samoa, Salomonen, Timor-Leste, Tonga, Tuvalu, Vanuatu sind besonders anfällig für die negativen Auswirkungen des Klimawandels. Bereits heute leiden die Bewohner vieler Inseln unter extremen Wetterereignissen wie Wirbelstürmen, Dürren, starken Regenfällen, Überschwemmungen, Küstenerosion und, insbesondere auf Atollen, unter Wasserknappheit. Der prognostizierte Meeresspiegelanstieg, veränderte Niederschlagsmuster, steigende Temperaturen und Versauerung des Ozeans werden diese Risiken in den nächsten Jahrzehnten verstärken.
Da ich mehr als 10 Jahre die Online Version der Kaselehlie Press (Micronesia)gestaltet und betrieben habe (als non-profit-project) war es mir möglich über eine eigene Kategorie Climate Change Artikel zu verfassen. Hier ging es in erster Linie um den Meeresspiegelanstieg und den o.a. Folgen. Ich bin Bill Jaynes, dem Herausgeber und Vollblutjournalisten dankbar, dass er die besondere Brisanz dieses Thema für seine Leserschaft schon früh erkannt hat und sich auch politisch in diesem Bereich engagiert hat.

Fazit
Seit 30 Jahren ist der menschengemachte Klimawandel in der Wissenschaft als solcher erkannt.
Alle bisherigen Maßnahmen zur Reduktion der klimaschädlichen Emissionen haben global keine messbare Wirkung gezeigt.
Die globale Mitteltemperatur steigt weiter von Jahr zu Jahr, das angestrebte 1,5-Grad-Ziel rückt in immer weitere Ferne.
Theoretisch gibt es immer noch die Möglichkeit die Klimakatastrophe zu vermeiden, die technischen Möglichkeiten haben wir – allein es fehlt der Wille!

Bernd Riebe 2019

Klimawandel – früh erkannt – spät reagiert – Teil 1-Die größte Herausforderung

Klimawandel – früh erkannt – spät reagiert – Teil 2-Was wurde getan? Was wurde bisher erreicht?

Lesenswert: Xenias bitter-böser Artikel: Wie gut, das es den Klimawandel gibt!

 

Klimawandel aktuell 

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Ein Kommentar zu “Klimawandel – früh erkannt – spät reagiert – Teil 3
  1. Xenia Marita Riebe sagt:

    Vielen Dank Bernd für diese wissenschaftlich fundierte, anschauliche und auch persönliche Darstellung der Fakten rund um den Klimawandel. Deine Berichte machen deutlich, wie wichtig es ist, schnell und effektiv zu handeln. Auch wird klar, dass jeder Einzelne einen Beitrag zur Reduzierung der Co2 Emissionen leisten muss und kann. Doch ist in erster Linie die Politik gefragt. Es müssen dringend Gesetze erlassen werden, um den Bürger zu klimafreundlichem Handeln zu bewegen. Unerlässlich erscheint mir in diesem Zusammenhang die Reform des öffentlichen Nahverkehrs, um den Menschen den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn zu erleichtern. Nutzen wir unsere Stimme bei den kommenden Wahlen um Druck auf die Politiker auszuüben! Die Zeiten des Nichthandelns müssen endlich vorbei sein.
    Jeder von uns trägt Verantwortung für die Zukunft der Lebewesen auf unserem Planeten.

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