Winterharte Fuchsien – Pflanztipps

Winterharte FuchsieWinterharte Fuchsien

Heute pflanzte ich zwei winterharte Fuchsien in meinen naturnahen Garten. Hier wachsen normalerweise nur heimische Pflanzen. Die Ausnahme sind jene, die schon im Garten standen, als ich ihn übernommen habe. Dazu zählen eine Kamelie und eine Hortensie. Die Fuchsien, die aus den Bergwäldern Mittel-und Südamerikas stammen, habe ich nur deshalb neu in meinen Garten aufgenommen, weil sie mit ihrer recht späten Blüte auch im Spätherbst den letzten Bienen und Hummeln noch als Nahrungsquelle dienen. Gut, ich gestehe, dies ist nicht der einzige Grund. Ich bin ein Irland-Fan. Und das ist auch der Grund, warum ich Fuchsien so gerne mag. In Irland wachsen diese überall. Wilde Sorten, die hier in Deutschland leider nicht zum Kauf angeboten werden. Da wir aber immer mit dem Flugzeug nach Irland reisen, ist es nicht so einfach, einen Busch Fuchsien mitzubringen.
Da ich aber einen idealen Platz für Fuchsien in meinem Garten habe, entschloss ich mich jetzt, zwei der im Gartencenter angebotenen Pflanzen zu erstehen und einzupflanzen.

Dränage anlegen, FuchsieSand unter die Erde mischen, Fuchsie

Pflanzanleitung
Bei der Pflanzung der winterharten Fuchsien gilt es ein paar Dinge zu beachten.
Fuchsien mögen keine nassen Füße. Deshalb ist es sehr wichtig, das Pflanzloch richtig vorzubereiten. Ich grub ein recht tiefes Loch, gut 15 cm tiefer als der Container, in dem ich die Fuchsie kaufte. Den Grund des Pflanzlochs lockerte ich so gut wie möglich auf und legte dann eine handvoll Kieselsteine hinein. Die Erdschicht, die ich danach einfüllte, mischte ich mit Sand. Damit stellte ich sicher, dass bei stärkerem oder langanhaltendem Regen das Wasser gut abfließen kann und keine Staunässe entsteht.

Winterharte Fuchsie pflanzen

Nun nahm ich die Fuchsie aus dem Container und stellte sie in das Pflanzloch. Ich prüfte, ob sie auch tief genug stand. Wichtig beim Einpflanzen von winterharten Fuchsien ist, dass diese gut drei Zentimeter tiefer gepflanzt werden sollten, als andere Pflanzen. Dafür entfernte ich die unteren Zweige und Blätter. Dann schob ich den Aushub um den Wurzelballen und drückte ihn fest. Das Stückchen Stamm, das nun mit Erde bedeckt ist, ist quasi eine Reserve. Sollte bei sehr strengem Frost der obere Teil der Fuchsie absterben, kann die Pflanze aus dem durch die geschützte Lage unter der Erde geretteten Stamm neu austreiben.
Wichtig ist dabei, dass das Pflanzloch der Fuchsie dick und üppig mit Erde angehäufelt wird und dass die Pflanze zusätzlich mit etwas Rindenmulch oder Laub geschützt wird.
Winterharte Fuchsien ziehen sich bei uns übrigens im Winter ganz zurück. In Irland blühen sie das ganze Jahr über. Glückliche Iren!

Ich hoffe, dass meine Bemühungen fruchten und im nächsten Mai – die Fuchsie treibt recht spät wieder aus – neue Zweige aus dem Boden kommen, die im Spätsommer und Herbst schöne Blüten tragen, um mich und auch die Bienen und Hummeln zu erfreuen.
Ich pflanzte Fuchsia magellanica Alba und Tom Thumb.

So hat sich die Fuchsia magellanica Alba nach zwei Jahren entwickelt. Sie ist zu einem großen schönen Busch geworden. Die Fuchsie Tom Thumb, die ich zur gleichen Zeit pflanzte, ist leider nicht angegangen.

Weitere winterharte Fuchsien-Sorten:

Fuchsia magellanica: Variationen Globosa und Gracilis

Dollarprinzessin; Eva Boerg, Genii;Ire; Little Beauty; Margret; Mrs. Popple; Veilliebchen; Bernisser Hardy

 

Text und Fotos: © Xenia Marita Riebe

 

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