Die Zeit in literarischen Werken und Romanen

Marcel Proust "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit"

Autorinnen und Autoren wollen neben interessanten und spannenden Geschichten bestenfalls auch Inhalte transportieren. Dazu benutzen sie gerne Metaphern, Allegorien und Bilder. Da die Zeit in unser aller Leben eine wichtige Rolle spielt und allgegenwärtig ist, bietet sie sich in besonderem Maße dazu an, seelische, philosophische und auch gesellschaftlich relevante Inhalte zu beschreiben und zu verdeutlichen. Die tickende Uhr als Bild für die ablaufende Lebenszeit; Leere als Verdeutlichung der inneren Emigration; Langsamkeit bestimmter Abläufe als Ausdruck für Langeweile; eine träge brummende Fliege in einem menschenleeren Raum als Bild für Ereignislosigkeit. All dies hat mit der Zeit zu tun, die ohne Raum nicht denkbar und ohne Ereignisse nicht messbar ist. Und es hat mit dem Leben an sich zu tun, das von der Geburt bis zum Tod eine bestimmte Zeitspanne umfasst, die es zu nutzen gilt, die es wert ist, sie gegen Angriffe von außen zu verteidigen und die wir letztlich zu verlieren drohen.

Da Literatur sich gerade mit den großen Themen des Lebens befasst, bieten sich Allegorien zur Zeit besonders an. Da agiert der Sensemann als Allegorie für die Lebenszeit, die zu Ende geht; das Pendel der Uhr für die Zeit, die ungenutzt verstreicht, der Wechsel der Jahreszeiten als Symbol für das Fortschreiten der Zeit.

Viele Literaten und Autoren sind Meister bei der Verwendung von Bildern, setzen diese bewusst und treffend ein und schaffen so tiefgründige Werke. Aus einigen davon gebe ich im Folgenden an Hand von Zitaten Beispiele. Viele andere bleiben unerwähnt, weil ich sie noch nicht kenne. Wieder andere zitiere ich nicht, weil sonst der Rahmen dieses Artikels gesprengt würde.

Bücher, die das Wort Zeit im Titel führen

„Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ von Gabriel Garcia Marques führt das Wort Zeit im Titel, obwohl die Zeit wie auch die Cholera im Roman selbst eine untergeordnete Rolle spielen. Die Zeit ist in der Handlung lediglich gegenwärtig in der tatsächlich verrinnenden Lebenszeit des Hauptprotagonisten Florentino Ariza, der sich als 18 jähriger in ein Mädchen verliebt, das er erst 58 Jahre später erobern kann. Hauptthema des Romans ist die Liebe, die auch die Zeit überdauern kann. Als die beiden Liebenden am Ende der Handlung zueinander finden, schenkt ihnen das Hissen der Choleraflagge an Bord eines Flussschiffes die Zeit, sich ihrer Zweisamkeit zu widmen. Bis an ihr Lebensende wollen sie ungestört den Magdalena-Fluss auf- und abfahren.

„Zeit zu Leben und Zeit zu Sterben“ von Erich Maria Remarque behandelt eine kurze Zeitspanne im Leben des jungen deutschen Wehrmachtsoldaten Ernst Graeber im Frühjahr 1944. Während eines dreiwöchigen Heimaturlaubs bleibt ihm Zeit zu Leben, die er für die Liebe und für Reflexionen der erlebten Gräuel während seiner Zeit an der Front nutzt. Dadurch wächst allmählich sein innerer Widerstand gegen ein von ihm abgelehntes System. Wieder an der Front entschließt er sich zu einem Akt echten Widerstands. Seine Zeit zu Sterben ist gekommen.

Zwei große und bedeutende Roman-Zyklen führen das Wort Zeit in ihren Titeln.

„Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust.

Der zwischen 1909 und 1912 entstandene Zyklus von Marcel Proust gilt als Hauptwerk der französischen Romanliteratur des frühen 20. Jahrhunderts. Er handelt im wesentlichen von einem jungen Mann, der Schriftsteller werden will, aber aufgrund seiner Liebesaffären und seiner Kontakte zu belanglosen Menschen nie die Zeit findet, mit dem Schreiben anzufangen. Der Roman endet damit, dass der inzwischen gealterte Autor zu schreiben beginnt. Er schreibt den Roman seiner Erinnerungen, die ansonsten mit seinem Tod unwiederbringlich verloren gehen würden. Insofern findet er seine Zeit am Ende zurück und der letzte Band des Zyklus heißt folglich „Le temps retrouvé“, „Die wiedergefundenen Zeit“.

Der Zyklus Die zahnlose Zeit des niederländischen Autors A.F.Th. van der Heijden umfasst ebenso wie der Zyklus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust sieben Bände und ist auch von diesem französischen Werk beeinflusst.

Das Thema des Zyklus ist die Verlangsamung der Zeit. Sie soll durch die Erweiterung des Augenblicks in der Erinnerung ausgedehnt werden, um damit der Zeit ihre Zähne zu ziehen.

Albert Egberts agiert im Zyklus “Die zahnlose Zeit” als Protagonist. Die nicht chronologisch erzählte Geschichte beschreibt seine Jugend in Geldrop, seine Studienzeit in Nijmegen und sein späteres Leben in Amsterdam. Neben Albert Egberts sind Flix Boezaardt und Thjum Schwantje wichtige Charaktere. Die Vornamen der drei Handelnden beziehen sich auf die Initialen des Schriftstellers: A.F.Th. (Adrianus Franciscus Theodorus)

Auch im philosophischen Werk von Martin Heidegger „Sein und Zeit“ und im naturwissenschaftlichen Werk von Stephen W. Hawking A Brief History of Time“ finden wir das Wort zeit im Titel.

Ernest Hemingway "Wem die Stunde schlägt"

Im Titel des Romans „Wem die Stunde schlägt“ von Ernest Hemingway begegnet uns die noch verbleibende Lebenszeit, oder auch der Augenblick des Todes. Im Originaltitel „For Whom The Bell Tolls“ zitiert Hemingway den englischen Dichter John Donne aus Devotion (1624). „No man is an island…..and therefore never send to know for whom the bells toll; it tolls for thee“

Die Handlung von Hemingways Roman ist im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) angesiedelt, in dem die Stunde für etwa eine halbe Million Menschen schlug. Auch der amerikanische Spanischdozent Robert Jordan, der aus Idealismus auf der Seite der Sozialisten kämpfte, war ständig vom Tod bedroht. In einer Höhle im Gebirge lernt er eine Gruppe Guerillas kennen, unter ihnen das Mädchen Maria, in das er sich verliebt. Bei der Sprengung einer Brücke wird Jordan schwer verwundet und deckt, den Tod vor Augen, den Rückzug seiner Freunde. Dann schlug ihm die Stunde.

Der deutsche Autor Sten Nadolny erzählt in seinem Roman „Die Entdeckung der Langsamkeit“ das Leben des englischen Seefahrers und Nordpolforschers John Franklin. Nadolny greift dabei die biografischen Fakten aus dem Leben Franklins auf, ergänzt diese jedoch um einen wesentlichen Punkt, die Langsamkeit. Im Roman entzieht sich Franklin der Beschleunigung seines Zeitalters und setzt ihr seine Haltung entgegen, nach der jedes Individuum ,seinen Fähigkeiten entsprechend, einen sinnvollen Beitrag zur Gesellschaft leisten kann. Die Langsamkeit als ein bewusstes Dehnen der Zeit spielt im Roman eine wichtige Rolle.

Thomas Mann "Der Zauberberg"

Literarische Werke, in denen die Zeit eine wichtige Rolle spielt

Ist die Zeit gedanklich zu fassen?

Im Roman „Der Zauberberg“ behandelt Thomas Mann neben anderen Themen gewissermaßen philosophisch das Wesen der Zeit. In der Geschichte um Hans Castorp, der seinem Vetter einen dreiwöchigen Besuch im Sanatorium Bergfried im schweizerischen Davos abstatten will und sieben Jahre bleibt, spielt die langsam vergehende Zeit eine herausragende Rolle. Die unwirkliche und zeitlose Atmosphäre der Bergwelt hat ihre Wirkung auf die dort lebenden Patienten. Sie scheinen sich von der Welt „unten“ mit ihrer strengen Zeiteinteilung immer weiter zu entfernen. Die bürgerliche Arbeitswelt verliert nach und nach ihre Bedeutung.
In endlosen, sich zwischen den Mahlzeiten stetig wiederholenden Liegekuren, das Fieberthermometer im Mund verbringen die beiden Vettern Hans Castorp und Joachim Ziemzen die Tage und Wochen, wobei sie auch des öfteren über das Phänomen „Zeit“ philosophieren.
Der Roman enthält viele Betrachtungen und Gedanken zur Zeit, philosophische und auch naturwissenschaftliche. Hier nur einige Beispiele:

Beim Fiebermessen: (Seite 94)

Ja, wenn man ihr aufpasst, der Zeit, dann vergeht sie sehr langsam. Ich habe das Messen, viermal am Tag, ordentlich gern, weil man doch dabei merkt, was das eigentlich ist: eine Minute oder gar ganze sieben, – wo man sich hier die sieben Tage der Woche so grässlich um die Ohren schlägt.“
Du sagst ‘eigentlich’. ‘Eigentlich’ kannst du nicht sagen“, entgegnete Hans Gastorp.
…..
Die Zeit ist doch überhaupt nicht ‘eigentlich’. Wenn sie einem lang vorkommst, so ist sie lang, wenn sie einem kurz vorkommt, so ist sie kurz, aber wie lang oder wie kurz sie in Wirklichkeit ist, das weiß doch niemand.“
….
Joachim widersprach
Wieso denn? Nein. Wir messen sie doch. Wir haben doch Uhren und Kalender, und wenn ein Monat um ist, dann ist er für dich und mich und uns alle um.“
Dann pass auf“, sagte Hans Castorp und hielt sogar den Zeigefinger neben seine trüben Augen. „Eine Minute ist also so lang, wie sie dir vorkommt, wenn du dich misst?“
Eine Minute ist so lang…. sie dauert so lange, wie der Sekundenzeiger braucht, um seinen Kreis zu beschreiben.“
Aber er braucht ja ganz verschieden lange – für unser Gefühl! Und tatsächlich….ich sage: tatsächlich genommen“, wiederholte Hans Gastorp und drückte den Zeigefinger so fest gegen die Nase, dass er ihre Spitze vollständig umbog, „ist das eine Bewegung, eine räumliche Bewegung, nicht wahr? Halt, warte! Wir messen also die Zeit mit dem Raume. Aber das ist doch ebenso, als wollten wir den Raum an der Zeit messen, – was doch nur ganz unwissenschaftliche Leute tun. Von Hamburg bis Davos sind zwanzig Stunden, – ja, mit der Eisenbahn. Aber zu Fuß, wie lange ist es da? Und in Gedanken? Keine Sekunde!“
Hör mal“, sagte Joachim, „was hast du denn? Ich glaube es greift dich an hier bei uns?“
Sei still! Ich bin sehr scharf im Kopf heute. Was ist denn die Zeit?“, fragte Hans Castorp und bog seine Nasenspitze so gewaltsam zur Seite, dass sie weiß und blutleer wurde, „Willst du mir das mal sagen? Den Raum nehmen wir doch mit unseren Organen wahr, mit dem Gesichtssinn und dem Tastsinn. Schön. Aber welches ist denn unser Zeitorgan? Willst du mir das mal eben angeben? Siehst du, da sitzt du fest. Aber wie wollen wir den etwas messen, wovon wir genaugenommen rein gar nichts, nicht eine einzige Eigenschaft auszusagen wissen! Wir sagen: die Zeit läuft ab. Schön, soll sie also mal ablaufen. Aber um sie messen zu können…warte! Um messbar zu sein, müsste sie doch gleichmäßig ablaufen, und wo steht denn das geschrieben, dass sie das tut? Für unser Bewusstsein tut sie das nicht, wir nehmen es nur der Ordnung halber an, dass sie es tut, und unsere Maße sind doch bloß Konventionen, erlaube mir mal….“

Gedanken zur Eingewöhnung im Sanatorium (Seite 146)

….es ist vielmehr etwas Seelisches, es ist das Erlebnis der Zeit, – welches bei ununterbrochenem Gleichmaß abhanden zu kommen droht und mit dem Lebensgefühle selbst so nahe verwandt und verbunden ist, dass das eine nicht geschwächt werden kann, ohne dass auch das andere eine kümmerliche Beeinträchtigung erführe. Über das Wesen der Langeweile sind vielfach irrige Vorstellungen verbreitet. Man glaubt im ganzen, dass Interessantheit und Neuheit des Gehaltes die Zeit vertreibe, das heißt: verkürze, während Monotonie und Leere ihren Gang beschwere und hemme. Das ist nicht unbedingt zutreffend. Leere und Monotonie mögen zwar den Augenblick und die Stunde dehnen und langweilig machen, aber die großen und größten Zeitmassen verkürzen und verflüchtigen sie sogar bis zur Nichtigkeit. Umgekehrt ist ein reicher und interessanter Gehalt wohl imstande, die Stunde und selbst noch den Tag zu verkürzen und zu beschwingen, ins Große gerechnet jedoch verleiht er dem Zeitgange Breite, Gewicht und Solidität, so dass ereignisreiche Jahre viel langsamer vergehen als jene armen, leeren, leichten, die der Wind vor sich her bläst, und die verfliegen. Was man Langeweile nennt, ist also eigentlich vielmehr eine krankhafte Kurzweiligkeit der Zeit in Folge von Monotonie: große Zeiträume schrumpfen bei ununterbrochener Gleichförmigkeit auf eine das Herz zu Tode erschreckende Weise zusammen; wenn ein Tag wie alle ist, so sind sie alle wie einer; und bei vollkommener Einförmigkeit würde das längste Leben als ganz kurz erlebt werden und unversehens verflogen sein. Gewöhnung ist ein Einschlafen oder doch ein Mattwerden des Zeitsinnes, und die Jugendjahre langsam erlebt werden, das spätere leben aber immer hurtiger abläuft und hineilt, so muss auch das auf Gewöhnung beruhen. Wir wissen wohl, dass die Einschaltung von Um- und Neugewöhnungen das einzige Mittel ist, unser Leben zu halten, unseren Zeitsinn aufzufrischen, eine Verjüngung, Verstärkung, Verlangsamung unseres Zeiterlebnisses und damit die Erneuerung unseres Lebensgefühls überhaupt zu erzielen.

Gedanken des Autors über Hans Castorps Verlust des Zeitgefühls. Dieser weiß nach langer Zeit auf dem Berghof dauerhaft nicht mehr wie alt er ist: (Seite 744)

Das mag abenteuerlich klingen, ist aber soweit entfernt, unerhört und unwahrscheinlich zu sein, dass es vielmehr unter bestimmten Bedingungen jederzeit jedem von uns begegnen kann: nichts würde uns, solche Bedingungen vorausgesetzt, vor dem Versinken in tiefte Unwissenheit über den Zeitverlauf und also über unser Alter bewahren. Die Erscheinung ist möglich kraft des Fehlens jedes Zeitorgans in unserem Inneren, kraft also unserer absoluten Unfähigkeit, den Ablauf der Zeit von uns aus und ohne äußeren Anhalt auch nur mit annähernder Zuverlässigkeit zu bestimmen. Bergleute, verschüttet, abgeschnitten von jeder Beobachtung des Wechsels von Tag und Nacht, veranschlagten bei ihrer glücklichen Errettung die Zeit, die sie im Dunkeln, zwischen Hoffnung und Verzweiflung zugebracht hatten, auf drei Tage. Es waren deren zehn gewesen. Man sollte meinen, dass in ihrer höchst beklommenen Lage die Zeit ihnen hätte lang werden müssen. Sie war ihnen auf weniger als ein Drittel ihres objektiven Umfanges zusammengeschrumpft. Es scheint demnach, dass unter verwirrenden Bedingungen die menschliche Hilflosigkeit eher geneigt ist, die Zeit in starker Verkürzung zu erleben, als sie zu überschätzen.

Jean Paul Sartre "Das Spiel ist aus"

Die Unfähigkeit, seine Zeit zu nutzen

In „Das Spiel ist aus“, von Jean-Paul Sartre spielt die Zeit insofern eine Rolle, als zwei Liebende genau 24 Stunden Zeit haben, ihre Liebe zu einander unter Beweis zu stellen.

In seinem Stück projiziert Sartre den Schatten des Lebens über den Tod hinaus in eine transzendente Region. Zwei scharf entgegengesetzte Gestalten, Mann und Frau, Rebell und Aktivistengattin, Revolutionär und Dame der Gesellschaft, sterben zu gleicher Stunde durch Gewalt, begegnen sich in einer Welt der Schatten, verlieben sich bis zu dem gewagten Ausspruch „Ich gäbe meine Seele, wenn ich um deinetwillen noch einmal leben dürfte“. Sie dürfen leben. Die Uhr des Schicksals wird zurückgestellt unter der Bedingung, dass sie sich vorbehaltlos der Liebe ergeben, um derentwillen ihnen das Leben wieder verliehen wurde. Aber die Vergangenheit stellt ihre Forderungen, und sie verlieren das zweite Lben an der Unfreiheit des ersten.

Im hinteren Laden (Seite 72)
…..
Ach, da sind sie ja…….Sie kommen fünf Minuten zu spät.“
Dann haben wir uns also nicht getäuscht?“, fragt Pierre. „Sie haben uns tatsächlich erwartet?“
Die alte Dame schlägt das dicke Buch an einer durch ein Lesezeichen gekennzechneten Stelle auf und beginnt mit kalter, glanzloser Schreiberstimme zu lesen:
Artikel 140: Falls auf Grund eines Irrtums, für den einseitig die Direktion verantwortlich ist, ein Mann und eine Frau, die für einander bestimmt waren, sich zu ihren Lebzeiten nicht begegnet sind, so können sie unter gewissen Bedingungen die Erlaubnis, auf die Erde zurückzukehren, erbitten und erhalten, um dort ihre Liebe zu verwirklichen und das gemeinsame Leben zu führen, das ihnen unrechtmäßigerweise vorenthalten geblieben war.“
Sie hört auf zu lesen , hebt den Kopf und blickt durch die Stielbrille auf das verdutzte Paar.
Sind Sie deshalb gekommen?“
………
Sie müssen folgende Bedingung erfüllen: Sie kehren ins Leben zurück. Vergessen Sie nichts von dem, was Sie hier gelernt haben. Falls es Ihnen innerhalb von 24 Stunden gelingt, sich in vollem Vertrauen und mit allen Kräften zu lieben, haben Sie Anrecht auf ein vollständiges menschliches Leben.“
Dann deutet sie auf einen Wecker, der auf dem Schreibtisch steht.
Wenn Sie das in 24 Stunden, das heißt morgen um 10:30 Uhr, nicht erreicht haben…..“
Pierre und Eve starren angstvoll auf den Wecker.
Wenn zwischen Ihnen auch nur der geringste Rest von mangelndem vertrauen bestehen bleibt….nun, dann werden Sie mich ein zweites mal besuchen und Ihren Platz unter uns wieder einnehmen. Alles klar?“

Im Schuppen (Seite 144)

Durch die Scheibe der Kabine sieht man Pierre telefonieren. Auch er ist erschüttert, aber er kann nicht mehr zurück..
Versteh mich doch, Eve…“, fleht er. „Du musst mich doch verstehen…Ich kann doch die Kameraden nicht im Stich lassen…. Freihlich, ich weiß Sie haben nicht die geringeten Aussichten, aber ich kann einfach nicht…“
Über ihm in der Zelle zeigt eine elektrische Uhr 10:29 Uhr.

Marlen Haushofer "Die Wand"

Vom Sinn des Zeitmessens in der Einsamkeit

Marlen Haushofer lässt ihre Ich-Erzählerin in ihrem Roman „Die Wand“ häufig über die Zeit nachdenken. In ihrer Abgeschiedenheit hinter einer Glaswand, die ein Tal in den Bergen vom Rest der Welt trennt, ist der Ablauf der Zeit und das Messen derselben für die Protagonistin sehr wichtig. Sie ist mit ein paar Tieren allein in der Berghütte ihres Schwagers zurückgeblieben, die diesseits der gläsernen Wand steht. Dass alle Menschen außerhalb tot zu sein scheinen, entdeckt sie am nächsten Morgen. Sie braucht also etwas, das ihrem Leben in der dauernden Einsamkeit Struktur gibt. Zuerst besitzt sie noch Instrumente zur Zeitmessung. Später, als sie diese nicht mehr zur Verfügung hat, orientiert sie sich an der „Krähenzeit“.

Die Zeit steht in diesem Roman auch für Gefühle wie Einsamkeit, Vergänglichkeit und Kontrollverlust.

Die vom Ticken der Uhren zerhackte Menschenzeit (Seite 59)

In der oberen Jagdhütte fand ich auch eine alte Weckeruhr, die mir noch sehr nützlich wurde. Ich besaß zwar den kleinen Reisewecker und die Armbanduhr, aber der Reisewecker fiel mir bald darauf aus der Hand, und die Armbanduhr zeigte die Zeit nie genau an. Heute besitze ich nur noch den alten Wecker aus der Jagdhütte, aber auch er steht schon lange still. Ich richte mich nach der Sonne, oder wenn sie nicht scheint, nach dem Einflug und dem Abflug der Krähen und verschiedenen anderen Anzeichen. Ich möchte wissen, wo die genaue Uhrzeit geblieben ist, jetzt, da es keine Menschen mehr gibt. Manchmal fällt mir ein, wie wichtig es einmal war, ja nicht fünf Minuten zu spät zu kommen. Sehr viele Menschen, die ich kenne, scheinen ihre Uhr als kleinen Götzen zu betrachten, und ich fand das auch immer vernünftig. Wenn man schon in der Sklaverei lebt, ist es gut, sich an die Vorschriften zu halten, und den Herrn nicht zu verstimmen. Ich habe der Zeit, der künstlichen, vom Ticken der Uhren zerhackten Menschenzeit, nicht gerne gedient, und das hat mich oft in Schwierigkeiten gebracht. Ich habe Uhren nie gemocht, und jede meiner Uhren ist nach einiger Zeit auf rätselhafte Weise zerbrochen oder verschwunden. Die Methode der systematischen Uhrenvernichtung habe ich sogar vor mir selbst verheimlicht. Heute weiß ich natürlich, wie das alles geschehen ist. Ich habe ja so viel Zeit, nachzudenken, und im Laufe der Zeit werde ich mir noch auf alle Schliche kommen.

Die Zeit, die nur im Kopf existiert (Seite 216)

Seit Luchs tot ist, empfinde ich das deutlich. Ich sitze am Tisch, und die Zeit steht still. Ich kann sie nicht sehen, nicht riechen und nicht hören, aber sie umgibt mich von allen Seiten. Ihre Stille und Unbewegtheit ist schrecklich. Ich springe auf, laufe aus dem Haus und versuche, ihr zu entrinnen. Ich tue etwas, die Dinge treiben voran und ich vergesse die Zeit. Und dann, ganz plötzlich, ist sie wieder um mich. Vielleicht steh ich vor dem Haus und schaue hinüber zu den Krähen, und da ist sie wieder, körperlos und still und hält uns fest, die Wiese, die Krähen und mich. Ich werde mich an sie gewöhnen müssen, an ihre Gleichgültigkeit und Allgegenwart. Sie dehnt sich aus in die Unendlichkeit wie ein riesiges Spinnennetz. Milliarden winziger Kokons hängen in ihren Fäden eingesponnen, eine Eidechse, die in der Sonne liegt, ein brennendes Haus, ein sterbender Soldat, alles Tote und alles Lebende. Die Zeit ist groß, und immer noch gibt es Raum in ihr für neue Kokons. Ein graues unerbittliches Netz, in dem jede Sekunde meines Lebens festgehalten liegt. Vielleicht erscheint sie mir deshalb so schrecklich, weil sie alles aufbewahrt und nichts wirklich enden lässt.

Wenn die Zeit aber nur in meinem Kopf existiert und ich der letzte Mensch bin, wird sie mit meinem Tod enden. Der Gedanke stimmt mich heiter.

Krähenzeit (Seite 226)

Ich musste sehr lange geschlafen haben, denn ich erwachte von Luchs´Gewinsel, und ich fühlte mich ganz gesund, aber sehr schwach. Ich stand auf und ging, noch ein wenig taumelnd, meiner gewohnten Arbeit nach. Die Krähen fielen schreiend in die Lichtung ein und ich richtete meine Uhr auf neun. Seither zeigt sie Krähenzeit an. Ich wusste nicht, wie lange ich krank gewesen war, und strich nach langer Überlegung, eine Woche vom Kalender ab. Seither stimmt auch der Kalender nicht mehr.

Stefan Zweig "Die Schachnovelle"

Überleben im vollkommenen Nichts

In der „Schachnovelle“ von Stefan Zweig spielen während einer Schiffsreise von New York nach Buenos Aires der arrogante aber ungebildete Schachweltmeister Mirko Czentovic und Dr. B. gegeneinander. Dr. B. gewinnt und wird zu einer Revanche aufgefordert. Das zweite Spiel bricht er ab, weil sich bei ihm alle Symptome einer bereits durchlebten „Schachvergiftung“ zeigen.
In einer Binnenerzählung berichtet Dr. B. dem Ich-Erzähler von seiner Inhaftierung während der Zeit des Nationalsozialismus. Er wurde für viele Monate in einem Wiener Gestapo-Gefängnis in Einzelhaft gehalten, wo er dem Irrewerden nur dadurch entkam, dass er aus einem gestohlenen Buch Meisterpartien in Gedanken nachspielte.
Stefan Zweig setzt in seiner Novelle die langsam vergehende Zeit bewusst ein. Das langsame, leidenschaftslose Schachspiel des Weltmeisters Czentovic beschwört bei Dr. B. dieselben Krankheitssymptome wie in der Gestapohaft herauf. Seine Einzelhaft im völliger Leere, im Raum-und Zeitlosen hatte ihn zerstört.
Hier nimmt Stefan Zweig eine Foltermethode voraus, die zur NS-Zeit noch nicht systematisch angewendet wurde. Erst durch den amerikanischen Psychiater Albert Bidermann fand sie in der CIA nach dem Koreakrieg Anwendung.

Das vollkommene Nichts (Seite 32)

Auf den ersten Blick sah das mir zugewiesene Zimmer durchaus nicht unbehaglich aus. Es hatte eine Tür, ein Bett, einen Sessel, eine Waschschüssel, ein vergittertes Fenster. Aber die Tür blieb Tag und Nacht verschlossen, auf dem Tisch durfte kein Buch, keine Zeitung, kein Blatt Papier, kein Bleistift liegen, das Fenster starrte eine Feuermauer an; rings um mein Ich und selbst an meinem eigenen Körper war das vollkommene Nichts konstruiert. Man hatte mir jeden Gegenstand abgenommen, die Uhr, damit ich nicht wisse um die Zeit, den Bleistift, dass ich nicht etwa schreiben könne, das Messer, damit ich mir nicht die Adern öffnen könne; selbst die kleinste Betäubung wie eine Zigarette wurde mir versagt.
…….
Es gab nichts zu tun, nichts zu hören, nichts zu sehen, überall und ununterbrochen war um einen das Nichts, die völlige raumlose und zeitlose Leere……
Das dauerte 14 Tage, die ich außerhalb der Zeit, außerhalb der Welt lebte. Wäre damals ein Krieg ausgebrochen, ich hätte es nicht erfahren; meine Welt bestand doch nur aus Tisch, Tür, Bett, Waschschüssel, Sessel, Fenster und Wand.

Im Raum-und Zeitlosen (Seite 36)

Dieser eigentlich unbeschreibbare Zustand dauerte vier Monate. Nun – vier Monate, das schreibt sich leicht hin: just ein dutzend Buchstaben! Das spricht sich leicht aus: vier Monate – vier Silben. In einer Viertelsekunde hat die Lippe rasch so einen Laut artikuliert: vier Monate! Aber niemand kann schildern, kann messen, kann veranschaulichen, nicht einem anderen, nicht sich selbst, wie lange eine Zeit im Raumlosen, im Zeitlosen währt, und keinem kann man erklären, wie es einen zerfrisst und zerstört, dieses Nichts und Nichts und Nichts um einen, dies immer nur Tisch und Bett und Waschschüssel und Tapete, und immer das Schweigen, immer derselbe Wärter, der, ohne einen anzusehen, das Essen hereinschiebt, immer die selben Gedanken, die im Nichts um das eine kreisen, bis man irre wird.

Zermürbung durch Wartenlassen (Seite 37)

In dieser äußersten Not ereignete sich nun etwas Unvorhergesehenes, was Rettung bot, Rettung zum mindesten für eine gewisse Zeit. Es war Ende Juli, ein dunkler, verhangener, regnerischer Tag: ich erinnere mich an diese Einzelheit deshalb ganz genau, weil der Regen gegen die Scheiben im Gang trommelte, durch den ich zur Vernehmung geführt wurde. Im Vorzimmer des Untersuchungsrichters musste ich warten. Immer musste man bei jeder Vorführung warten: auch dieses Wartenlassen gehörte zur Technik. Erst riss man einem die Nerven auf durch den Anruf, durch das plötzliche Abholen aus der Zelle mitten in der Nacht, und dann, wenn man schon eingestellt war auf die Vernehmung, schon Verstand und Willen gespannt hatte zum Widerstand, ließen sie einen warten, sinnlos – sinnvoll warten, eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden vor der Vernehmung, um den Körper müde, um die Seele mürbe zu machen.

Oscar Wild "Das Bildnis des Dorian Gray"

Die Verführung eines jungen Menschen

Oscar Wild lässt den Maler Basil Hallwart in seinem Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“ ein Portrait des jungen Dorian in seiner jugendlichen Schönheit malen. Während einer Sitzung im Atelier lernt Dorian Gray einen Freund des Malers, Lord Henry Wotton kennen, der ihm die Vorzüge der Jugend aufzeigt, ihm sein Ideal der Selbstentfaltung des Menschen – ohne Furcht vor moralischen Vorstellungen – näher bringt und ihm Angst vor dem körperlichen Verfall einimpft. Dies bringt Dorian zu dem flehentlichen Ausspruch: „Wäre ich es doch, der ewig jung bliebe, und wäre es das Bildnis, das alterte! Dafür gäbe ich alles! Ja, es gibt nichts auf der ganzen Welt, das ich dafür nicht gäbe! Sogar meine Seele gäbe ich dafür!“

Mit der fortschreitenden Zeit erkennt Dorian Gray, dass sein Wunsch in Erfüllung geht. Sein Bildnis altert, während er seine jungendliche Schönheit behält. Während er immer maßloser und grausamer wird, bleiben seine Gesichtszüge unberührt, aber auf seinem Portrait zeigen sich die Spuren seiner Sünden. Lange Zeit verbirgt er sein Geheimnis vor der Welt, bis es schließlich zur Katastrophe kommt.

Angst und Panik überkommen Dorian (Seite 231)

Die Spannung wurde unerträglich. Die Zeit schien ihm mit bleiernen Füßen dahinzuschleichen, während er von ungeheuren Sturmwinden auf den zerklüfteten Rand eines schwarzen Schlunds oder Abgrunds zugewirbelt wurde. Er wusste, was ihn dort erwartete, ja, er sah es deutlich vor sich, und schaudernd presste er die feuchten Hände gegen die brennenden Lider, als wollte er dem Hirn die Sicht rauben und die Augäpfel in ihre Höhlen zurückdrängen. Es war vergebens. Das Hirn hatte seine eigene Nahrung, von der es zehrte, und die Phantasie, vor Entsetzen ins Groteske getrieben, entstellt und verzerrt wie ein sich in Schmerzen windendes menschliches Wesen, tanzte gleich einer garstigen Marionette auf einem Podest und grinste ihn durch wechselnde Masken hindurch an. Dann plötzlich blieb die Zeit für ihn ganz stehen. Ja, dieses blinde, langsam atmende Ding kroch nicht mehr weiter, und nun, da die Zeit tot war, drängten sich grauenvolle Gedanken hurtig in den Vordergrund und zerrten eine abstoßende Zukunft aus ihrem Grab und zeigten sie ihm. Er starrte sie an. Ihre Grauenhaftigkeit ließ ihn zu Stein werden.

Campbells Qual (Seite 237)

Ein Stöhnen entfuhr Campbells Lippen, und er zitterte am ganzen Leib. Das Ticken der Uhr auf dem Kaminsims schien ihm die Zeit in einzelne Atome der Qual zu spalten, von denen jedes zu entsetzlich war, um es zu ertragen. Ihm war, als würde um seine Stirn langsam ein Eisenring zusammengezogen, als sei die Schande, die ihm drohte, schon über ihn gekommen. Die Hand auf seiner Schulter wog schwer wie eine Hand aus Blei. Sie war nicht zu ertragen. Sie schien ihn zu zermalmen.

Vom Überleben zwischen den Kriegen

Im Roman „Der schwarze Obelisk“ erzählt Erich Maria Remarque die Geschichte des Ich-Erzählers Ludwig Bodmer und seiner Freunde, die sich in der Zeit der galoppierenden Inflation nach dem ersten Weltkrieg durchzuschlagen versuchen. Bodmer, der aus dem ersten Weltkrieg traumatisiert zurückkam, verkauft Grabsteine und spielt Orgel in einem Irrenhaus. Viele Szenen des Romans spielen in einer Gaststätte, in der es oft heiß hergeht. Nur mir Sarkasmus und viel Alkohol ist es den Menschen zwischen den Weltkriegen möglich, sich den Anforderungen der Zeit zu stellen.

Zeit, der langsame Tod (Seite 56)

Gewöhnlich trinkt man auf Gesundheit und gute Geschäfte. Das ist bei uns etwas schwierig. Riesenfeld ist dafür zu fein besaitet; er behauptet, so etwas sei bei einem Grabsteingeschäft nicht nur ein Paradoxon, sondern auch der Wunsch, dass möglichst viele Menschen stürben. Ebenso könne man auf Cholera und Krieg trinken. Wir überlassen seitdem ihm die Formulierungen.
Er starrt uns schief an, das Glas in der Hand, redet aber nicht. Nach einer Weile sagt er plötzlich in das Halbdunkel hinein. „Was ist eigentlich Zeit?“
Georg setzt erstaunt sein Glas nieder. „Der Pfeffer des Lebens“, erwidere ich ungerührt. Mich kriegt der alte Halunke nicht so leicht mit seinen Tricks. Ich bin nicht umsonst Mitglied des Dichterklubs Werdenbrück; wir sind große Fragen gewöhnt.
Riesenfeld beachtet mich nicht. „Was meinen Sie Herr Kroll?“, fragte er.
Ich bin ein einfacher Mensch“, sagt Georg. „Prost!“
Zeit“, beharrt Riesenfeld, „Zeit dieses Fließen ohne Halt – nicht unsere lausige Zeit! Zeit, dieser langsame Tod!“
Dieses mal setzte auch ich mein Glas nieder. „Ich glaube, wir machen besser Licht“, sage ich. „Was haben Sie zu Abend gegessen, Herr Riesenfeld?“
Halten Sie die Klappe, wenn erwachsene Leute reden“, erwidert Riesenfeld, und ich merke, dass ich einen Augenblick nicht aufgepasst habe. Er wollte uns nicht verblüffen – er meint, was er sagt. Gott weiß, was ihm nachmittags passiert ist! Ich möchte ihm gerne antworten, dass Zeit ein wichtiger Faktor sei auf dem Wechsel, den er unterschreiben soll – aber ich ziehe vor, meinen Schnaps zu trinken.
Ich bin jetzt sechsundfünfzig“, sagt Riesenfeld. „Aber ich erinnere mich noch der Zeit , als ich zwanzig war, als wäre das erst ein paar Jahre her. Wo ist all das dazwischen geblieben? Was ist los? Man wacht plötzlich auf und ist alt. Wie ist das bei Ihnen, Herr Kroll?“
Ähnlich“, erwidert Georg friedlich. „Ich bin vierzig, aber ich fühle mich wie sechzig. Bei mir war es der Krieg.“
Er lügt, um Riesenfeld beizustehen. „Bei mir ist es anders“, erkläre ich, um ebenfalls mein Scherflein beizutragen. „Auch durch den Krieg. Ich war siebzehn, als ich hineinging – jetzt bin ich fünfundzwanzig, aber ich fühle mich noch wie siebzehn. Wie siebzehn und siebzig. Mir ist meine Jugend beim Kommiss gestohlen worden.“
Bei Ihnen ist das nicht der Krieg“, erwidert Riesenfeld., der es anscheinend heute auf mich abgesehen hat, weil Zeit, der langsame Tod, mich noch nicht so erwischt hat wie ihn. „Sie sind nur einfach geistig zurückgeblieben. Im Gegenteil, der Krieg hat sie sogar frühreif gemacht; ohne ihn ständen Sie heute noch auf der Stufe eines Zwölfjährigen.“
Danke“, sage ich. „Welch ein Kompliment! Mit zwölf Jahren ist jeder Mensch ein Genie. Er verliert seine Orginalität erst mit dem Eintreten der Geschlechtsreife, von der Sie Granit-Casanova ja so übertrieben viel halten. Ein ziemlich einförmiger Ersatz für den Verlust der Freiheit des Geistes!“
Georg schenkt neu ein. Wir sehen, dass es ein schwerer Abend wird.

Was ist Zeit? bleibt eine der wichtigsten Fragen der Menschheit. Darauf eine Antwort zu geben, bemühen sich Philosophen und Naturwissenschaftler seit langem. Auch Literatinnen und Literaten mühen sich an der Zeit ab. Sie geben den Lesern in ihren Werken Hinweise, die helfen können, dem Phänomen Zeit näher zu kommen.

Text: © Xenia Marita Riebe

Siehe auch:
Was ist Zeit – Versuch einer Erklärung
Die Zeit – Eine Sprachreise
Die Zeit inder Kunst
Die Zeit in literarischen Werken und Romanen
Die Zeit in der bildenden Kunst von Xenia Marita Riebe

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