Deutsch – Kubanische Hochzeit in Havanna – Teil III

Mit dem Fotografen durch Havanna

Der anstrengendste Teil des Hochzeitstages stand uns noch bevor. Nach der Trauung fuhren wir mit dem Fotografen Yaset Llerena im Hochzeitsauto nach Havanna Vieja. Er sollte dort das Brautpaar porträtieren. Mit von der Partie waren Vivian und ich. Sie, der Fotograf und der Fahrer saßen vorne im Brautauto auf den hellen Ledersitzen, das Brautpaar und ich hinten. Unseren ersten Stop machten wir an einer kleinen griechisch-orthodoxen Kirche in der Nähe der Plaza de San Francisco de Assis, die in einem kleinen Park mit tropischen Pflanzen stand. Kaum hatte sich das Brautpaar dort für ein Foto aufgestellt, als ein Wärter kam und uns verscheuchte. Also gingen wir weiter zur Plaza de San Francisco und der Fotograf machte ein paar schöne Fotos vor dem berühmten Brunnen mit den vier Löwenskulpturen und vor dem Eingang der Basilika. Weiter ging es zur Plaza Vieja, vorbei an einer Touristengruppe, die scheinbar darauf wartete von einem Bus abgeholt zu werden. Als die Leute das schöne Brautpaar sahen, fingen sie spontan zu applaudieren an, was eine sehr nette und herzliche Geste war.

Auf der Plaza Vieja, in deren Mitte ein weißer Brunnen hinter einem schwarzen schmiedeeisernen Zaun steht, stellte der Fotograf das Brautpaar erneut für ein paar Aufnahmen auf. Ein Hund, der das wohl sah und neugierig angelaufen kam, versuchte ständig, in die Tüllblumen von Lindas Brautkleid zu beißen. Er ließ sich einfach nicht verscheuchen, bis Enrique ihn mit dem Brautstrauß bedrohte. Erst dann ließ er ab und trottete von dannen. Linda lachte sehr über diesen penetranten Straßenhund. Den Eingang zu einem schönen Patio blockierte eine große Wasserpfütze. Ich forderte Enrique auf, seine Braut hinüberzutragen, was er auch tat. Kaum standen die beiden für ein Foto bereit, als dem Fotografen das Fotografieren verboten wurde. Die Begründung war, dass dort keine Braut im Brautkleid aufgenommen werden durfte. Die Antwort auf die Frage nach der Begründung, blieb man uns schuldig.

Die nächste Station war die russisch-orthodoxe „Gottesmutter-von-Kazan-Kathedrale“, die mit ihren goldenen Kuppeln ein tolles Motiv darstellt. Schön war die Idee, das Brautpaar auf dem Prado, der Prachtstraße von Havanna, zu fotografieren. Dort findet jeden Sonntagnachmittag eine öffentliche Milonge statt, die bei Tango tanzenden Kubanern genauso beliebt ist wie bei Touristen. Auch Linda und Enrique haben dort schon oft getanzt. Auf You Tube findet man eine Unmenge von Videoaufnahmen von dieser Veranstaltung. Auf meine Anregung hin, tanzte das Brautpaar für das Foto und für mein Video einen Tango ohne Musik. Die Aufnahmen wurden herrlich. Trotz der Anstrengung strahlten Linda und Enrique um die Wette. Ich glaube, sie waren sehr glücklich. Zum Schluss gab es noch ein kurzes Fotoshooting am Malecón.

Auf der Fahrt durch die Altstadt von Havanna wäre ich beinahe aus dem Auto gefallen. Ich wollte Linda und Enrique im Auto mit der maroden Kulisse im Hintergrund filmen. Dafür lehnte ich mich weit zurück und drückte mich gegen die Autotür. Diese schloss wohl nicht richtig und ging plötzlich auf. Nur mit letzter Kraft konnte ich mich am Holm der Tür festkrallen und die Tür mit der anderen Hand zuziehen, sonst wäre ich draußen in der Gosse gelandet. Mein schönes silbernes Jäckchen bekam dabei einen häßlichen schwarzen Ölfleck.

Nach einem Imbiss im Cafe Fortuna, einem Restaurant, das mit außergewöhnlichen „Möbeln” eingerichtet ist – man sitzt hier beim Essen beispielsweise in einer Badewanne – ging es zurück in mein Hotel, das H10 Miramar. Leider durften Vivian und Enrique nicht mit auf das Hotelzimmer, was mich sehr wütend machte. Allein die Tatsache, dass sie Kubaner waren, reichte aus, um ihnen dies zu verwehren. Ich verlangte den Hotelmanager zu sprechen, aber dieser ließ mich 20 Minuten warten und ich gab schließlich auf. Vivian und Enrique wollten sich lediglich ein wenig frisch machen und sich kurz ausruhen, aber die rassistische Einstellung des Hotelmanagments verhinderte dies. Very bad! So machten Linda und ich allein eine Pause, duschten und besorgten im Andenkenladen des Hotels zwölf Flaschen Rum für die Feier. Dieser sollte eigentlich von Freunden Enriques gebracht werden, was aber nicht funktionierte. Um 17:30 holte uns das Hochzeitsauto wieder ab und brachte uns zum Ort des Hochzeitsfestes.

Die Hochzeitsfeier

Der Raum für die Hochzeitsfeier

Die Hochzeitsfeier fand in einer Mehrzweckhalle statt, die zu einem ehemaligen oder gar noch aktivem, Strandbad zu gehören schien. Der Raum war sehr groß und hatte einen sehr schönen Boden aus glatten Granitplatten, was ihn zum Tanzen prädistinierte. Der Raum hatte zu beiden Seiten große Fenster und Türen, wodurch er sehr hell, ja, lichtdurchflutet war. An den Längsseiten standen weißgedeckte Tische mit Stühlen in weißen Hussen mit lila Schleifen. Die Stühle waren ein wenig wackelig, aber man konnte bequem darauf sitzen. Enrique hatte einen Disc Jockey engagiert, der eine Musikanlage mit großen Boxen aufgebaut hatte. Als wir in den Raum kamen, lief bereits Musik, obwohl erst ein paar Gäste anwesend waren. Linda trug ihr Hochzeitskleid und Enrique seinen Brautanzug mit Jackett. Sie wurden freudig begrüßt und die anwesenden Freunde gratulierten herzlich. Nach und nach kamen weitere Gäste und man fand sich in der Außenanlage ein. Hier gab es, wie bei uns in Schulgebäuden üblich, einen schmalen, langen, überdachten Bereich, der auch noch andere Gebäudeteile miteinschloss. Die Toiletten waren von dort zu erreichen, wenn es auch nicht ratsam war, dies ohne zwingenden Grund zu tun. Es roch dort sehr unangenehm und sowohl die Toilietten als auch die Handwaschbecken hatten kein Wasser. Die Türen zu den Toilettenkabinen ließen sich weder richtig schließen und erst recht nicht verschließen. Toilettenpapier gab es nicht, aber das waren wir inzwischen gewohnt. In ganz Havanna ist Toilettenpapier Mangelware, auch in den „Supermärkten”.

Die Außenanlage

Vor dem überdachten Bereich gab es eine Anlage mit Pflanzen und Wegen. Dort standen alte Palmen und andere tropische Bäume und Pflanzen. Auch einige sehr alte Spielgeräte standen auf einer begrünten Fläche. Auf den Wegen hatten einmal Bänke gestanden, von denen jetzt nur noch die Betonsockel übrig waren. Auf diesen hockten einige der weiblichen Gäste, allesamt schöne junge Frauen in leichten Sommerkleidern. Ein sehr fröhlicher Anblick! Am Strand, der sich unmittelbar an die Anlage anschloss, gab es einen stark verwitterten, lang ausgreifenden Steg, der direkt ins Meer führte. Die Steganlage war sicher einmal sehr imposant gewesen, machte aber jetzt einen schlimmen, verfallenen Eindruck, wie vieles in Havanna. Enrique trug seine frisch angetraute Frau auf den Armen auf den Steg hinaus. Das Foto, das so entstand, hat einen ganz besonderen Reiz. Jugend und Verwitterung, Schönheit und Verfall, Zukunft und Vergangenheit bildeten hier die Pole für eine Fotografie, die wohl einzigartig ist.

Linda im After-Wedding-Dress

Linda hatte sich inzwischen mit Viviens und meiner Hilfe im stinkenden Toilettenraum umgezogen und trug jetzt ihr After-Wedding-Dress und ihre Tangoschuhe. Sie sah sehr schön darin aus. Ihre hübsche, schlanke Figur und ihre schönen Beinen kamen voll zur Geltung. Den Brautschleier behielt sie vorerst an, aber bis zum Schluss überstand er das Hochzeitsfest nicht. Bei einer heißen Salsa rutschte er herunter und Enrique warf ihn seiner Mutter zu. Vivian trug ein kurzes Kleid in schwarzweiß mit einem gewagten Dekollete und einem Rückenteil aus schwarzer Spitze. Sie sah sehr schön darin aus. Auch Enrique hatte sich seines Jackets und der Weste entledigt, denn diese weiter zu tragen wäre bei den Temperaturen unmöglich gewesen. Er schwitzte auch in seinem weißem Hemd, denn er tanzte Tango und Salsa, je nachdem, welche Musik gerade lief. Auch Linda war ständig auf der Tanzfläche, denn alle anwesenden Freunde wollten wenigstens einmal mit der frisch gebackenen Ehefrau tanzen. Natürlich eröffnete das Brautpaar den Tanz zuvor mit einem Brauttanz, der hier kein Walzer, sondern natürlich ein Tango war.

Das Gruppenfoto

Auf meine Anregung hin, stellte sich die ganze Hochzeitsgesellschaft für ein Gruppenfoto auf. Ich stand in der zweiten Reihe und wurde von Vivian in letzter Sekunde nach vorn geschoben. Deshalb stehe ich nun etwas breit und protzig in der Mitte des Bildes – was mir sehr peinlich ist – und verdränge beinahe die Braut in ihrem hübschen After-Wedding-Dress. Das Foto insgesamt ist ganz wunderbar. Lauter fröhliche Menschen unter Palmen mit einem Streifen Meer im Hintergrund. Ich hatte bei der Idee zu dem Gruppenfoto einen geheimen Hintergedanken. Von einer Bekannten hatte ich gehört, dass ihre Freundin, die einen Afrikaner geheiratet hat, beim Antrag auf die Familienzusammenführung nachweisen musste, dass sie im Familien- und Freundeskreis des Ehemanns anerkannt ist. Dabei hatte ihr letztlich ein Foto geholfen, das sie und ihren Mann mit Freunden und Verwandten zeigt. Ich dachte mir, dass ein Foto vom Brautpaar mit all seinen Hochzeitsgästen bei der Ausländerbehörde sicher Eindruck machen würde. Und das tat es auch! Linda legte es im Ausländeramt vor. Sie zeigte der Beamtin, das sowohl ihre Mutter, als auch ihre Schwiegereltern, Tanten und Onkel ihres Mannes und viele Freunde bei der Hochzeit anwesend waren. Dies war ein weiterer Beweis dafür, dass es sich hier nicht um eine Scheinehe handelt, was immer wieder unterstellt wurde.

Der Brauttanz

Das Fest selbst begann wie üblich mit dem Brauttanz, der hier kein Walzer, sondern ein Tango war und den das Brautpaar sehr leidenschaftlich und leichtfüßig tanzte.

Obwohl ich sehr damit beschäftigt war, das Hochzeitsvideo zu filmen, fiel mir doch auf, dass die Gäste nichts zu trinken hatten. Ich sprach Linda darauf an, aber sie wusste nicht, wie die Bewirtung geplant war. Nach einigem Hin-und Her stellten wir auf jeden Tisch eine Flasche Rum und Plastikbecher dazu. Leider fehlten Cola und Limo, die jemand mitbringen wollte, was aber nicht gelungen war. So schickten wir zwei junge Männer los, ein paar Flaschen davon zu besorgen und endlich konnten sich die Gäste Rumgetränke mixen. Ich hatte für mich drei Flaschen Bier an der Hotelbar gekauft, denn ich vertrage Alkohol nicht so gut und befürchtete, dass mir vom Rum übel werden könnte. Das Problem war nur, dass es keinen Flaschenöffner gab und auch niemanden, der mir beim Öffnen helfen konnte. Ich machte mich auf die Suche und fand draußen einen Arbeiter, der mir behilflich war. Er kramte aus seiner Arbeitstasche ein undefinierbares Werkzeug und entfernte damit den Kronkorken. Er hat sich, glaube ich, ziemlich gewundert, dass ich ihn noch zwei weitere Male um Hilfe beim Öffnen einer Bierflasche bat.

Das Hochzeitsfest nimmt seinen Lauf

Inzwischen war der Tanz in vollem Gang. Die Paare drehten sich nach den Tangorhythmen und ich begleitete sie mit der Videokamera. Ich hatte dabei das Gefühl, selbst zu tanzen, denn ich bewegte mich mit den Tanzpaaren über die Tanzfläche.

Leider drängte die Zeit ein wenig, denn die Feier musste um 22:00 Uhr beendet werden. Warum, weiß ich bis heute nicht. Deshalb drängte ich gegen 20:00 dazu, das Essen zu verteilen, denn es gab ja auch noch den Hochzeitskuchen, den es aufzuschneiden und zu verspeisen galt.

Auf dem flachen Deckel eines großen Kartons, der als Tablett diente, wurden nun von Enriques Tante die Burgerboxen verteilt. Enriques Verwandte und eine sehr lustige Nachbarin saßen übrigens alle zusammen an einem Tisch. Es waren Regla, Enriques Mutter, drei Tanten, ich glaube ihre Schwestern, ein Onkel und ein Cousin. Leider konnte ich mich mit ihnen nicht unterhalten, da sie kein Englisch und ich kein Spanisch spreche.

Das Hochzeitsessen

In den Burgerboxen fanden die Gäste je einen Löffel Nudelsalat, der nur aus Nudeln und Mayonaise bestand, und ein halbes belegtes Sandwich. Linda und ich, die einzigen Vegetarier, bekamen Nudelsalat und ein kleines süßes Gebäckstück. Es bestand an diesem Tag keine Gefahr der Gewichtszunahme.

Das Brautpaar tanzte unentwegt mit großer Leidenschaft – meist Tango, aber auch Salsa – flankiert von den vielen Freunden, die offensichtlich alle geübte Tänzer waren. Mal wurde die Braut von einemTänzer aufgefordert, mal nahm der Bräutigam sich einer der schönen jungen Tänzerinnnen an. Enrique tanzte auch mit seiner Mutter und forderte auch mich zu einem Tanz auf. Da ich aber nicht gut im Paartanz bin, fiel dieser Tanz sehr kurz aus, was mir nur Recht war.

Enrique hatte als Überraschung für Linda einen Sänger engagiert, der sehr gut sang und eine professionelle Performance bot. Sehr schön!

Der Hochzeitskuchen

Der Hochzeitskuchen war inzwischen schon ziemlich weich geworden, denn die Feier fand – nur zur Erinnerung – bei tropischen Temperaturen statt. Enrique hatte sein Jackett schon lange ausgezogen und sich auch der schönen Weste entledigt. Trotzdem war sein Hemd durchnässt vom Schweiß, denn er tanzte Salsa wie der Teufel.

Bevor das Brautpaar den Hochzeitskuchen anschnitt, öffnete Enrique die letzte Sektflasche, die noch von der Trauung übrig war, und trank davon ein Glas mit seiner jungen Frau. Ich wage mir nicht vorzustellen, wie dieser schmeckte, denn er war semi secco und sicher sehr warm. Aber was soll’s, die beiden hatten ihren Spaß daran. Dann kam der Moment, in dem das große Messer – nach ein para Faxen von Linda – gemeinsam durch den weichen Kuchen geführt wurde. Die Hochzeitsgesellschaft klatschte, Linda lachte und Enrique schaute stolz in die Runde. Dorsey, einer der Freunde aus der Galerie El Ojo del Ciclon, nahm es auf sich, den Kuchen weiter zu zerteilen und die Portionen in die noch übriggebliebenen Burgerboxen zu legen. Dabei beschmierte er seine Hände und auch sein Gesicht mit Sahnecreme, was sehr lustig war und das Brautpaar zu immer neuen Lachsalven anregte. Nach kurzer Zeit war der ganze Dorsey über und über mit Tortencreme beschmiert, was ihm selbst die größte Freude bereitete. Wieder ging Enriques Tante mit dem Pappkarton umher und bot den Gästen von dem Kuchen an, der nicht gerade appetitlich in den weit geöffneten Burgerboxen angerichtet war. Aber die Hochzeitsgesellschaft störte das nicht. Jeder wollte etwas von dem Kuchen haben, und er schien auch allen gut zu schmecken. Ich habe ihn nicht probiert, weil ich ahnte, dass er mir zu süß sein würde.

Aus den umstehenden Gästen bildeten sechs junge Frauen spontan eine Reihe und bewegten sich zur Musik wie nach einer eingeübten Choreografie. Einige Männer gesellten sich dazu und im Nu bildeten sich Paare, die, sich gegenüberstehend, nach den heißen Rhythmen tanzten.

Linda wirft den Brautstrauß

Dann war es soweit: Der Brautstrauß sollte geworfen werden. Die heiratswilligen Frauen stellten sich in der Mitte des Raumes auf und Linda stellte sich mit dem Rücken zu ihnen. Dann hob sie den Brautstrauß hoch über den Kopf und schleuderte ihn hinter sich. Alle Frauen reckten sich in die Höhe und versuchten, den Strauß aufzufangen. Doch keiner gelang dies und er fiel zu Boden. Eine junge Afro-Kubanerin sah das, bückte sich blitzschnell und zeigte ihre Beute jubelnd den umstehenden Gästen. Sie lachte glücklich in meine Kamera und ich glaube, sie sagte, dass dies das zweite Mal war, dass sie einen Brautstrauß gefangen habe. Dann lief sie zu ihrem Freund und umarmte ihn stürmisch.

Nun war es an Enrique, das Strumpfband der Braut zu werfen. Die unverheirateten Männer stellten sich hinter ihm auf und tatsächlich fing der Freund der glücklichen Brautstraußfängerin das Strumpfband. Die junge Frau war von Freude überwältigt, hieß dies doch nach ihrer Interpretation, dass eine Hochzeit mit ihrem Liebsten nun sicher vorausbestimmt war.

Kurz darauf gab es großen Spaß beim Wechseltanz. Enrique und Linda tanzten mit ihren Freunden im Wechsel Tango. Abgeklatscht wurde alle paar Minuten, wobei es besonders lustig anzusehen war, wenn Enrique mit einem Freund tanzte. Bei Linda mit einer Freundin sah das Ganze weniger befremdlich aus. Alle hatten ihre Freude an diesem lustigen Reigen.

Das Fest wurde abrupt beendet

Leider wurde kurze Zeit später das schöne Hochzeitsfest jäh unterbrochen, als ein paar Männer in den Saal kamen und damit begannen, die Hussen von den Stühlen zu ziehen und die Tischdecken abzunehmen. Der restliche Rum wurde unter den Gäste verteilt, die Musikanlage abgebaut, der Müll eingepackt und vorbei war das Hochzeitsfest, ohne einen Ausklang gefunden zu haben. Schade!

Ich wurde mit dem Brautauto ins Hotel gebracht und trank an der Bar noch ein letztes Bier, bevor ich müde auf mein Zimmer ging.

Zwei Tage später verließ ich Havanna und ließ meine nun glücklich verheiratete Tochter bei ihrem Mann zurück. Das junge Paar brach bald darauf zu einer kleinen Hochzeitsreise zu einem Badeort auf Kuba auf.

Text: ©Xenia Marita Riebe

Fotos: ©Yaset Llerena, Marion Ehrhardt

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Veröffentlicht in Reisen

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