Yukon Quest – Die Musher packen jetzt die Futtersäcke

Die erste Vorbereitung auf den Yukon Quest 2018 beginnt.


Futtersäcke ( food bags) in Central, Yukon Quest

Mit dem Packen der Futtersäcke (food bags) beginnt ein wichtiger Schritt in Richtung Quest-Teilnahme.

Wer das härteste Schlittenhunderennen der Welt gewinnen will, der muss auch bei den Vorbereitungen gewissenhaft bei der Sache sein. Das Packen der Futtersäcke ist für die Musher ebenso wichtig, wie die Vorbereitung und Wartung des Rennschlittens und das Durchsehen der Ausrüstung.

Fängt der Musher an, seine Futtersäcke zu packen, weiß er, dass es bis zum Start nicht mehr allzu lange dauert. Eine erste leichte Nervosität macht sich bei den meisten Mushern breit, vor allem bei den Quest Neulingen, den Rookies.
Jeder Musher bekommt von der Rennleitung eine abgezählte Anzahl an Futtersäcken zur Verfügung gestellt, für jeden Checkpoint drei. Die Säcke sind aus weißem Kunststoff und müssen mit dem Namen des Mushers und mit dem Namen des Checkpoints versehen werden. Freiwillige Helfer bringen die Säcke zum jeweiligen Checkpoint, wo sie gelagert werden. Der Musher hat, wenn er im Checkpoint ankommt, Zugriff darauf. Meistens tragen die Futtersäcke auch eine große Nummerierung, wie 2 von 3, damit sich der Musher schnell orientieren kann, welcher Sack welche Dinge enthält. Stroh als Lager für die Hunde wird in den Checkpoints immer bereitgehalten und jedem Musher steht ein Kontingent davon zur Verfügung.

Checkpoint Central, Yukon Quest

Was packen die Musher in die Futtersäcke?
Das Wichtigste ist natürlich das Futter für die Hunde. Die Musher bereiten es schon lange vor dem Packen der Säcke nach und nach vor. Es ist meist Fleisch, in unterschiedlicher Beschaffenheit. Mal ist es Hackfleisch, mal in kleine Stücke geschnittenes Rindfleisch. Aber auch Wild, Geflügel und Innereien gehören dazu. Und dann natürlich Fisch! Die meisten Schlittenhunde lieben Lachs. Auch der Fisch wird portioniert und verpackt. Manche Musher kommen auch an Biberfleisch. Da dies viel Fett enthält, ist es bei sehr kalten Temperaturen gut als Kalorienenlieferant für die Hunde. Man muss sich dabei vor Augen halten, dass ein Schittenhund im Rennen pro Tag etwa 10 000 Kilokalorien verbraucht, etwa so viel, wie ein Radrennfahrer bei der Tour de France. Das Fleisch und der Fisch werden tiefgefroren und die Musher brauchen bei den Minustemperaturen, die im Winter im Yukon Territorium und in Alska herrschen, nicht zu befürchten, dass das Futter auftaut und verdirbt. Zusätzlich zum Frischfleisch und Fisch packen die Musher auch Trockenfutter, Energiesnacks, Haferflocken, Kleie und Samen ein. Dies geben sie gerne als zusätzliche Kraftnahrung der Hundesuppe zu, die sie in den Checkpoints oder auch unterwegs für ihre Hunde kochen. Energiesnacks werden auch auf der Strecke verfüttert.
Aber auch Ausrüstungsgegenstände und Ersatzkleidung werden von den Mushern in die Säcke gepackt, darunter Socken, Handschuhe, Mützen, Unterwäsche und Pullover. Reservestiefel führen die Musher auf dem Schlitten mit. Natürlich brauchen die Hunde auch hin und wieder neue Schuhe, Booties genannt. Auch diese packen die Musher in die Säcke. Zu den Ausrüstungsgegenständen, die eingepackt werden, gehören Ersatzleinen und Geschirre, Batterien für das Headlight usw.
Selbstverständlich packen die Musher auch Medikamente für sich und die Hunde in ihre Futtersäcke. Hier vor allem Mittel gegen Schmerzen und Durchfall, aber auch etwas zur Stärkung der Abwehrkräfte.
Das Packen der Säcke bringt immer viel Aufregung mit sich. Die Musher haben natürlich Sorge, etwas Wichtiges zu vergessen.
Aber bis zum Abgebetermin am 20. Januar, an dem alle Musher ihre Futtersäcke in Fairbanks oder Whitehorse abgeben müssen, ist ja noch ein wenig Zeit.

Text: © Xenia Marita Riebe

Fotos: © Sui Kings

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