Yukon Quest 2018 – Deutscher Musher auf Platz sieben

Am 14. Februar 2018 um 23:15 Ortszeit kam der deutsche Musher Bernhard Schuchert mit seinem Hundeteam als 7. in Whitehorse an. Mit ihm ins Ziel kamen 11 Huskies aus seiner Hundezucht namens Porttikoski. Er brauchte für die 1600 Kilometer von Fairbanks in Alaska nach Whitehorse im Yukon Territorium 11 Tage, 10 Stunden und 36 Minuten. Im Vergleich dazu hat der Champion Allen Moore nur 9 Tage, 18 Stunden und 53 Minuten für die Strecke gebraucht.
Trotzdem ist es ein Achtungserfolg für den 60 jährigen Musher, der vor dem Rennen unter den fünf Bestplatzierten gesehen worden war. Dies hat sich nun nicht erfüllt, was Bernhard Schuchert nicht traurig stimmen wird. Von 26 gestarteten Mushern als 7. im Ziel anzukommen ist ein sehr schönes Ergebnis. Schuchert, der als Yukon Quest Rookie gestartet ist, darf sich jetzt stolz YQ-Veteran nennen.
Vor Bernhard Schuchert kam Tim Pappas am 14.2. um 10:37 Uhr als 6. Musher mit seinem Team ins Ziel.
Im Checkpoint Mile 101 lag Bernhard Schuchert noch auf Rang 15. Er arbeitete sich von da an kontinuierlich nach vorn. In Central war er 14., in Dawson City bereits 11., in Pelly Crossing und in Carmacks 8. und in Braeburn bereits 7. Diesen Platz konnte er bis im Ziel in Whitehorse behaupten und verwies dabei Claudia Wickert und Alex Beutow, die in Dawson noch vor ihm lagen, auf die Plätze hinter sich.

Huskies Bernhard Schuchert

Zwei Huskies aus Bernhard Schucherts Team

Auch wenn Bernhard Schuchert vor dem Yukon Quest 2018 als Rookie (Anfänger) bezeichnet wurde, weil er das Rennen zum ersten Mal bestritt, war er alles andere als ein Anfänger. Er hat in Norwegen beim Finnmarkslopet schon Sportgeschichte geschrieben. 2012 beendete er das 1000 Kilometer-Rennen durch die Finnmark als erster Ausländer zum 10. Mal. Seit mehr als 35 Jahren ist der deutsche Musher erfolgreich in seinem Sport. Unzählige Teilnahmen am Finnmarkslopet und Femundlopet stehen auf seinem Konto. Auch den Iditarod ist er 2004 schon gefahren und beendete das Langstreckenrennen in 12 Tagen, 2 Stunden, 4 Minuten und 44 Sekunden auf dem 50. Platz.
Schucherts Hunde aus dem Porttikosk-Kennel stammen von Joe Garnie und Robert Sörlie ab.

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Und noch etwas Besonderes gibt es über Bernhard Schuchert zu berichten. Er hat eine Tochter, die Ronja Schuchert heißt. Das ist freilich nichts Ungewöhnliches. Aber es ist doch nicht alltäglich, dass Vater und Tochter gemeinsam an einem 600 Kilometer langen Schlittenhunderennen teilnehmen. So geschehen 2016 beim Femundløpet in Røros, Norwegen. Ronja und Bernhard reisten mit einem Dog Truck an, in dem ihre 24 Schlittenhunde geduldig saßen. Da sie innerhalb von 13 Minuten an den Start mussten, erforderte es Geduld und Erfahrung, den Stake Out zu managen. Aber es klappte alles gut und die beiden gingen mit den Startnummern 8 und 21 auf die Strecke. Beide beendeten das Rennen und Ronja wollte danach auch beim Yukon Quest 2018 starten. Leider fand sie keinen Sponsor und ihr bleibt nur, ihren erfahrenen Vater zu begleiten und anzufeuern.
Bernhard Schuchert lebt in Vallbo in Mittelschweden in der Nähe der norwegischen Grenze. Von Beruf ist er IT Manager und hat in seiner Hundezucht 30 Alaskan Huskies.
Beim Yukon Quest 2018 startete er mit der Nummer 14.

Text: © Xenia Marita Riebe
Video und Foto: © Sui Kings

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