Narzisse – Die Spargelartige mit der gelben Glockenblüte

 

Jeder kennt wohl die schönen, meist gelben, Narzissen, auch Osterglocken genannt. Mit ihrer Blütenpracht verschönt sie uns jedes Jahr den Frühling. In Gärten, auf Balkonen und in Parkanlagen lassen sie sich bewundern und neigen ihre leuchtend gelben, weißen oder ins Orange gleitenden, gefüllten oder einfachen Blüten der Sonne entgegen.

Sie sind schön, diese Blumen aus der Ordnung der Spargelartigen und es drängt sich gleich der Vergleich mit den Menschen auf, die, in sich selbst verliebt, Narzissten genannt werden. Tatsächlich haben die Persönlichkeitsstörung und die Glockenblume aus etymologischer Sicht einen gemeinsamen Wortstamm.

Narzisse (16 Jahrhundert) Entlehnt aus lateinisch narcissus (m), dieses aus griechisch narkissos (m/f) , wahrscheinlich ein Lehnwort, das sekundär wegen des starken Duftes der Blume an griechisch narke Lähmung angeschlossen wurde.

Salvador Dali „Metamorphose des Narziss“

Narzissmus (m) (fachsprachlich) (krankhafte Eigenliebe) (20. Jahrhundert). Nach der griechischen Sage von Narkissos, einem schönen Jüngling, der sich in sein Spiegelbild verliebte, an dieser Liebe zugrunde ging und in eine Narzisse verwandelt wurde.

Kluge / Etymologisches Wörterbuch

Der antike römische Dichter Ovid schrieb die Sage vom Jüngling Narkissos in seinen Metamorphosen und beschrieb dabei die Narzisse, in die Narkissos verwandelt wurde, so eindeutig, dass kein Zweifel daran besteht, dass es sich um die heutige Narzisse handelte.

Zwischen 1560 und 1620, in der sogenannten Orientalischen Phase, gewann die Narzisse in Mitteleuropa an Bedeutung, als sie zusammen mit Tulpen und Hyazinthen Einzug in die Gartenkultur hielt.

Die Wildform der Narzisse war ursprünglich im südlichen Europa beheimatet, hauptsächlich auf der Iberischen Halbinsel, von wo sie über Gibraltar den Sprung nach Nordafrika schaffte. Die Straußnarzisse findet man sogar im Iran und in Kaschmir. In Deutschland findet man wilde Narzissen im Naturschutzgebiet Perlenbach- Fuhrtsbachtal und im Nationalpark Eifel.

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Text und Fotos: © Xenia Marita Riebe

 

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