Abgabe der Food Bags – Yukon Quest 2018

Beim Yukon Quest 2018 müssen die Musher am 20. Januar zwischen 12:00 und 16:00 Uhr ihre Food Bags (Futtersäcke) abgeben. Dafür sind zwei Stellen eingerichtet, eine in Fairbanks, Alaska, wo das Rennen 2018 startet und einer in Whitehorse, Yukon Territorium, wo 2018 das Ziel des Rennens ist.
In Fairbanks müssen die Food Bags bei Summit Logistics, 3453 Truck Street abgegeben werden, in Whitehorse im Industriegebiet bei Kluane Freight Lines auf der Platinum Road 100.

Die Futtersäcke dürfen nicht mehr als 18 Kilogramm wiegen und müssen mit dem Namen des Mushers und mit dem Namen des Checkpoints, zu dem sie gebracht werden sollen, beschriftet sein. Außerdem muss das Rennen, an dem der Musher teilnehmen wird, darauf vermerkt sein, also Yukon Quest 1000 oder Yukon Quest 300. Auch sollen die Säcke durchnummeriert sein, z. B. mit 2 von 4, oder 1 von 4. Dies alles in großer gut lesbarer Schrift.
Mit den Futtersäcken müssen komplett ausgefüllte Formblätter abgegeben werden, für jeden Sack eines. Darauf muss genau eingetragen werden, was sich im Sack befindet. Erlaubt sind Hundefutter, Essen für den Musher, Kleidung, Hundedecken, Booties (kleine Schuhe) für die Hunde, Batterien, Ersatzteile für den Schlitten, Reservekleidung und andere Dinge, die der Musher während des Rennens braucht.


Bei den Abgabestellen werden die Futtersäcke auf Paletten verladen – für jeden Checkpoint eine – und dann zu den Checkpoints transportiert. Dabei wird sichergestellt, dass die Säcke immer dem Frost ausgesetzt sind, damit kein Hundefutter auftaut und verdirbt. Im Checkpoint hat der Musher dann Zugriff auf seine Food Bags.
Die Abgabe der Food Bags ist für die Musher ein wichtiger Termin, bringt doch das Packen allerlei Unruhe mit sich, vor allem für Quest Neulinge.
Sind die Säcke erst abgegeben, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Beginn und Beendigung des Rennens getan.

Auszug aus dem Roman “Alaska Highway Mile 895”

Das Packen der Säcke war sehr aufregend, denn ich befürchtete ständig, etwas Wichtiges vergessen zu haben. Zum Glück war Rob mit seiner gelassenen Ruhe an meiner Seite. Allein wäre ich wahrscheinlich mit dieser Aufgabe überfordert gewesen. Dann, ungefähr zwei Wochen vor dem Start, kam der Tag, an dem die Säcke in Whitehorse aufgegeben werden mussten. Rob und ich packten sie alle auf die Ladefläche von Robs Pick-up und fuhren damit in die Stadt. Dort legten wir sie vor die Schilder, auf denen die Namen der Checkpoints standen. Aufatmend sah ich zu, wie ein Gabelstapler meine Futtersäcke auflud und damit davonfuhr. Sie wurden nun zu den Checkpoints geflogen.
Nachdem die Futtersäcke aufgegeben waren, begann ich mich langsam ein wenig zu entspannen. Eine aufregende Phase der Rennvorbereitung war vorüber.

Text: © Xenia Marita Riebe

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