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	<title>Tulpen Archive - Blue Blog</title>
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	<title>Tulpen Archive - Blue Blog</title>
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		<title>Ein Einhorn im Vorgarten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Xenia Marita Riebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2020 17:36:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Für Sophia In einem großen stillen Wald lebte an einer Quelle einmal eine Herde Einhörner. Das Wasser der Quelle floss reichlich und war kühl. Die Einhörner tranken gerne davon. Unter den hohen alten Bäumen fanden sie viele Büsche mit zarten &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-6688 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorner_quelle.jpg" alt="" width="600" height="389" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorner_quelle.jpg 600w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorner_quelle-300x195.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorner_quelle-100x65.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorner_quelle-150x97.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorner_quelle-200x130.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorner_quelle-450x292.jpg 450w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><br />
Für Sophia</p>
<p>In einem großen stillen Wald lebte an einer Quelle einmal eine Herde Einhörner. Das Wasser der Quelle floss reichlich und war kühl. Die Einhörner tranken gerne davon. Unter den hohen alten Bäumen fanden sie viele Büsche mit zarten jungen Sprossen, an denen sie knabberten und das Gras auf den Lichtungen war zart und frisch. Es war ein guter Platz zum Leben. Der Wald war sehr groß und einsam, aber er grenzte an einer Seite an ein kleines Dorf, das inmitten von grünen Hügeln lag.</p>
<figure id="attachment_6686" aria-describedby="caption-attachment-6686" style="width: 500px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-6686 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/bruder-schwester_neu.jpg" alt="" width="500" height="365" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/bruder-schwester_neu.jpg 500w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/bruder-schwester_neu-300x219.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/bruder-schwester_neu-100x73.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/bruder-schwester_neu-150x110.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/bruder-schwester_neu-200x146.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/bruder-schwester_neu-450x329.jpg 450w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption id="caption-attachment-6686" class="wp-caption-text">Marie und Leon</figcaption></figure>
<p>In diesem Dorf lebten Marie und Leon. Die beiden waren Bruder und Schwester und sie wohnten mit ihren Eltern in einem alten Fachwerkhaus, das von einem wilden Garten umgeben war. Hier spielten die beiden oft. Sie dachten sich Geschichten von Gespenstern, Kobolden und Feen aus und manchmal gruselten sie sich selbst vor dem, was sie sich erzählten. Dann lehnte Marie sich an die Schulter ihres Bruders und fühlte sich gleich sicherer.<br />
Marie liebte Einhörner. Und sie liebte es, sich vorzustellen, dass im Wald hinter ihrem Haus Einhörner lebten. Dabei ahnte sie nicht, wie recht sie damit hatte.</p>
<p>Die Häuser im Dorf hatten alle gepflegte Vorgärten. Auch vor dem alten Fachwerkhaus gab es solche Beete, die von ihrer Mutter ordentlich bepflanzt wurden. Hier wuchsen die schönsten Blumen und ein kleiner Apfelbaum breitete seine Zweige aus. Die Mutter hielt dieses kleine Stück Garten peinlich in Ordnung, denn sie wollte mit den anderen Dorfbewohnern keinen Ärger haben. Im Garten hinter dem Haus ließ sie alles wachsen wie es wollte. Dort standen hohe Farne, in denen im Herbst Spinnweben glitzerten, Efeu rankte an den Bäumen hoch und an den Sträuchern hingen im Sommer dicke glänzende Beeren. Der Garten war ein Paradies für Leon und Marie. Hier ließ es sich Spielen und Fantasieren.</p>
<figure id="attachment_6687" aria-describedby="caption-attachment-6687" style="width: 500px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-6687 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie_02.jpg" alt="" width="500" height="509" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie_02.jpg 500w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie_02-295x300.jpg 295w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie_02-100x102.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie_02-150x153.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie_02-200x204.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie_02-300x305.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie_02-450x458.jpg 450w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption id="caption-attachment-6687" class="wp-caption-text">Hanno im Wald</figcaption></figure>
<p>Im Wald bei den Einhörnern stand der junge kräftige Hengst Hanno unter einem Baum und sah verliebt zu einer jungen Stute hinüber. Die Stute war zart gebaut und bewegte sich auf ihren schlanken Beinen beinahe geräuschlos durch den Wald. Ihre Mähne war lang und blond und wenn das Licht durch die Äste fiel, brach es sich in ihrem Haar und ließ es aufleuchten. Sie hatte einen schmalen langen Hals und ein wundervolles gedrehtes Horn. Ihre Augen waren sanft und braun. Hanno konnte seinen Blick nicht von ihr wenden. Er überlegte, wie er ihr Herz gewinnen könnte.</p>
<p>Eines Abends kam ihm eine Idee. Er würde ins Dorf gehen und für Rosalie Blumen pflücken. Glücklich über seinen Einfall, wartete er, bis die anderen Einhörner dicht aneinandergekuschelt eingeschlafen waren. Hanno erhob sich vorsichtig und schlich sich leise davon. Er trabte durch den Wald, den er so gut kannte, dass ihm das Mondlicht zur Orientierung reichte. Schon bald hatte er den Waldrand erreicht. Er blieb kurz stehen und witterte in die Luft. Alles war ruhig. Im Dorf waren alle Lichter aus, es drohte ihm keine Gefahr. So trabte er mutig auf des Dorf zu und stand schon bald vor dem ersten Haus. Er sah im Vorgarten rote Tulpen stehen, die zur Nacht ihre Blüten geschlossen hatten. Vorsichtig ging Hanno weiter und pflückte in einem anderen Vorgarten drei rote Tulpen ab und dazu zwei gelbe Narzissen. Im Maul trug er die Blumen fort und lief zurück in den Wald.</p>
<p>Als die Einhörner am nächsten Morgen erwachten, ging Hanno zu Rosalie und legte die Blumen vor sie hin. Rosalie schnupperte daran, hob dann den Kopf und sah Hanno mit ihren sanften Augen freundlich an. Dann senkte sie den Kopf und fraß alle Blumen auf. Sie schienen ihr gut zu schmecken, denn sie suchte noch eine Weile den Boden nach weiteren Blüten ab. Hanno freute sich und er nahm sich vor, in der Nacht wieder Tulpen für Rosalie zu holen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6677 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorngarten.jpg" alt="" width="500" height="327" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorngarten.jpg 500w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorngarten-300x196.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorngarten-100x65.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorngarten-150x98.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorngarten-200x131.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorngarten-450x294.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Und tatsächlich machte er sich auch in den nächsten Nächten auf den Weg zum Dorf. Nach und nach pflückte er die Blumen aus fast allen Vorgärten.<br />
Die Bewohner des Dorfes wunderten sich natürlich darüber, dass in den Nächten ihre Blumen gestohlen wurden. Sie fragten sich, wer wohl der freche Dieb sei. Der Blumendiebstahl wurde zum Gesprächsstoff im ganzen Dorf.</p>
<p>An einem späten Abend stand Marie am Fenster ihres Zimmers. Sie konnte nicht einschlafen, denn Leon hatte ihr eine sehr gruselige Geschichte erzählt. Sie handelte von einem Skelett, das seinen eigenen Totenschädel unter dem Arm trug und diesen bei den Leuten ins Fenster hielt, um sie zu erschrecken.<br />
Marie schaute hinunter zur Straße. Plötzlich kniff sie die Augen zu und machte sie schnell wieder auf. Lief dort ein Einhorn auf der Fahrbahn? Das konnte doch nicht sein! Einhörner gibt es doch nur in Geschichten und Sagen. Aber so oft sie auch wegschaute, sie sah das Einhorn wieder, wenn sie die Augen hob. Es war ein schönes kräftiges Tier mit langer Mähne und einem stolzen Horn auf der Stirn, in dem das Mondlicht glänzte. Was machte das Einhorn im Dorf? Marie wurde ganz aufgeregt. Das Tier aber trabte gemächlich über die nächtliche Straße. Marie schlich sich die Treppe hinunter und öffnete die Haustür. Das Einhorn war inzwischen vorbeigegangen.<br />
Vorsichtig trat Marie vor das Haus und schaute in die Richtung, in die das Einhorn gegangen war. Wo war es nur geblieben? Die Fahrbahn lag leer im Mondschein. Da sah Marie das Einhorn. Es stand im Vorgarten von Herrn Welke und rupfte die schönen Tulpen aus, die Herrn Welkes ganzer Stolz waren. Als der Garten leergeplündert war, kam das Einhorn mit den Blumen im Maul zurück. Marie erschrak. Konnte das Einhorn sie sehen? Würde es ihr etwas tun? Doch vor lauter Faszination blieb Marie stehen. Das Einhorn kam auf sie zu und blieb, als es an ihr Haus kam, kurz stehen und sah Marie an. Dann drehte es den Kopf nach vorn und trabte davon.</p>
<p>Am nächsten Morgen beim Frühstück berichtete Marie ihren Eltern aufgeregt, dass sie nun wüsste, wer in der Nacht die Blumen aus den Vorgärten hole.<br />
„Ach ja, wer denn?“, fragte ihre Mutter neugierig.<br />
Sie freute sich schon darauf, dass sie das Rätsel lösen und den Dorfbewohnern sagen könnte, wer der Dieb sei. Dadurch würde sie für eine Zeit die wichtigste Frau im Dorf werden.<br />
„Ein Einhorn“, sagte Marie. „Ich habe es heute Nacht selbst gesehen. Es kam aus dem Wald, ging die Straße hinunter und geradewegs zu Herrn Welkes Vorgarten. Dort hat es alle Tulpen gepflückt.“<br />
Leon lachte und Marie stieß ihn verärgert an.<br />
„Das ist nicht zum Lachen“, sagte sie.<br />
„Ist es doch“, antwortete Leon. „Einhörner gibt es nur in Sagen.“<br />
In Maries Augen traten Tränen.<br />
„Marie“, sagte der Vater freundlich. „Du hast geträumt. Manchmal wirken Träume sehr real.“<br />
„Ich habe nicht geträumt“, sagte Marie. „Geh doch und schau in Welkes Garten nach.“<br />
Aber das war nicht mehr nötig, denn es läutete an der Haustür. Draußen stand Frau Klein und berichtete, dass diesmal die Blumen aus Herr Welkes Garten gestohlen worden waren.</p>
<figure id="attachment_6683" aria-describedby="caption-attachment-6683" style="width: 499px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6683 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie_hanno.jpg" alt="" width="499" height="566" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie_hanno.jpg 499w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie_hanno-264x300.jpg 264w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie_hanno-100x113.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie_hanno-150x170.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie_hanno-200x227.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie_hanno-300x340.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie_hanno-450x510.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 499px) 100vw, 499px" /><figcaption id="caption-attachment-6683" class="wp-caption-text">Hanno und Rosalie</figcaption></figure>
<p>Rosalie und Hanno waren inzwischen ein Liebespaar. Sie blieben den ganzen Tag dicht beieinander. Sie grasten zusammen, tranken gemeinsam vom kühlen Quellwasser und liefen vergnügt durch den tiefen Wald.<br />
„Woher holst du immer die leckeren Blumen?“, wollte Rosalie eines Tages wissen. „Ich habe solche Blumen hier im Wald noch nie gesehen.“<br />
„Aus dem Dorf“, verkündete Hanno stolz.<br />
„Du verlässt den Wald? Aber das ist verboten und auch gefährlich. Du weißt doch, dass uns keine Menschenseele jemals zu Gesicht bekommen darf.“<br />
„Ja, ich weiß“, entgegnete Hanno. „Die Menschen glauben, dass es uns nur in Märchen und Sagen gibt.“<br />
„Und das ist auch gut so. Wenn sie wüssten, dass wir hier im Wald leben, würden sie uns fangen und vielleicht sogar töten.“<br />
„Ich bin sehr vorsichtig. Und du magst doch die Blumen so gerne.“<br />
„Jetzt, wo ich weiß, woher sie sind, mag ich sie nicht mehr.“<br />
Doch Hanno spürte, dass Rosalie es nicht ernst meinte. Ihr schien sein Mut zu imponieren und genau das wollte er ja. Er würde in der Nacht wieder losziehen, denn in den Vorgärten des Dorfes gab es noch einiges zu holen.</p>
<p>Marie stand beleidigt im Garten.<br />
„Warum glaubt mir keiner?“, fragte sie ihren Bruder.<br />
„Weil es nicht sein kann.“<br />
Leon versuchte, den Arm um seine Schwester zu legen, denn er wollte ihr zeigen, dass er trotz allem auf ihrer Seite stand.<br />
„Du hast doch zum Geburtstag das Fernglas bekommen?“, fragte Marie.<br />
„Ja, und?“<br />
„Wir könnten uns heute Nacht draußen auf die Lauer legen. Die Straße zum Wald ist ja gut einzusehen. Dann wirst du sehen, dass ein Einhorn zum Dorf kommt.“<br />
Leon gefiel der Gedanke, sich in der Nacht aus dem Haus zu schleichen. Auch wenn er nicht an die Geschichte mit dem Einhorn glaubte, sagte er zu.<br />
„Ist gut“, sagte er. „Ich wecke dich um halb zwölf. Einhörner kommen bestimmt um Mitternacht.“</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6676 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorn_wald.jpg" alt="" width="500" height="373" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorn_wald.jpg 500w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorn_wald-300x224.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorn_wald-100x75.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorn_wald-150x112.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorn_wald-200x149.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorn_wald-450x336.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Kurz vor Mitternacht lagen Leon und Marie hinter einem Busch am Straßenrand auf dem Bauch. Marie hatte extra eine Decke mitgebracht, denn sie wollte nicht, dass ihr Schlafanzug schmutzig wurde. Leon schaute durch sein Fernglas. Er ließ den Waldrand nicht aus den Augen. Aber er sah nichts als den schwarzen Saum des Waldes und die dunklen Silhouetten der Bäume, die sich gegen den mondhellen Nachthimmel abzeichneten.<br />
„Lass mich auch mal sehen“, bat Marie.<br />
Sie wusste, dass Leon ihr sein Fernglas nicht gerne gab, aber nachdem sie noch einmal mit bettelnder Stimme gefragt hatte, reichte er es ihr hinüber.<br />
Marie stellte das Fernglas scharf. Dann stützte sie sich auf ihre Ellbogen und fixierte den Waldrand. Nach wenigen Minuten bewegte sich dort etwas und tatsächlich kam das Einhorn vorsichtig aus dem Wald.<br />
„Ich sehe es!“, rief Marie aufgeregt. „Es kommt aus dem Wald!“<br />
„Lass mal sehen“, sagte Leon gelassen. „Das ist bestimmt ein Reh.“<br />
Marie reichte ihm das Fernglas.<br />
„Das gibt`s doch nicht!“, hörte sie Leon sagen.<br />
„Ich hab`s doch gesagt. Jetzt siehst du, dass ich nicht geträumt habe.“<br />
„Sei still!“, befahl Leon. „Wir wollen es nicht vertreiben.“</p>
<p>Hanno trabte wie gewohnt zum Dorf. Als er an den Kindern vorbeikam, blieb er kurz stehen. Seine Nüstern blähten sich und er schnupperte herum. Er schien den fremden Geruch wahrzunehmen, der für ihn Gefahr bedeutete. Hanno hatte bisher noch nie einen Menschen gerochen und erst recht keinen gesehen. Er schien achtsam zu sein. Seine Nüstern bewegte er in verschiedene Richtungen und plötzlich sah er zu dem Busch hinüber, in dem die Kinder lagen. Er machte ein paar Schritte darauf zu, blieb dann aber wieder stehen und witterte.<br />
„Es kann uns riechen“, flüsterte Marie aufgeregt.<br />
„Er“, sagte Leon. „Er ist ein Hengst.“<br />
Hanno machte erneut einen Schritt auf die Kinder zu. Er witterte wieder. Und dann drehte er sich plötzlich um und galoppierte davon. Kurz darauf sah Leon durch sein Fernglas, dass der Einhornhengst im Wald verschwand.<br />
„Das glaubt uns keiner“, sagte Leon.<br />
„Dann müssen wir es beweisen.“<br />
„Und wie willst du das machen?“<br />
„Wir könnten es fotografieren“, meinte Marie.<br />
„Einhörner kann man nicht fotografieren“, behauptete Leon.<br />
„Dann locken wir es in die alte Lagerhalle und sperren es ein“, überlegte Marie. „Mama und Papa können es dann sehen. Natürlich müssen wir es danach sofort wieder freilassen.“<br />
„Wie soll das denn gehen? Du hast doch gesehen, wie scheu es ist.“<br />
„Wir müssen eben dafür sorgen, dass es uns nicht wittern kann.“<br />
„Die Windrichtung“, sagte Leon, der sich für Maries Plan bereits erwärmte. „Wir müssen darauf achten, dass der Wind unseren Geruch vom Einhorn wegträgt.“<br />
„Genau!“, sagte Marie. „Und wir locken es mit Blumen. Wir legen eine Spur aus Tulpen und Narzissen und locken es so in die Lagerhalle. Und wenn es drin ist, machen wir schnell das Tor zu.“</p>
<figure id="attachment_6681" aria-describedby="caption-attachment-6681" style="width: 500px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6681 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie.jpg" alt="" width="500" height="479" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie.jpg 500w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie-300x287.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie-100x96.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie-150x144.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie-200x192.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/rosalie-450x431.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption id="caption-attachment-6681" class="wp-caption-text">Rosalie</figcaption></figure>
<p>Rosalie wartete am Morgen vergeblich auf ihre Blumen. Sie sag Hanno fragend an. Er bedeutete ihr aber, zu schweigen. Später, als sie allein durch den Wald gingen, erzählte Hanno, dass er im Dorf eine seltsame Witterung aufgenommen habe. Weil er Gefahr gespürt habe, wäre er lieber umgekehrt. Deshalb habe er keine Blumen für Rosalie pflücken können.<br />
„Oh, wie mutig du bist“, meinte Rosalie.<br />
„Eben nicht“, entgegnete Hanno. „Denn sonst wäre ich ja weitergegangen und hätte Blumen für dich geholt.“<br />
„Aber du hast genau das Richtige getan. Ich möchte nicht, dass dir wegen der Blumen etwas passiert.“<br />
„Heute Nacht gehe ich wieder und ich werde gut aufpassen, das verspreche ich dir.“<br />
Sie legten sich nebeneinander auf eine sehr kleine Lichtung und ließen sich das weiche Fell von der Sonne wärmen.</p>
<p>Marie und Leon gingen inzwischen in den Supermarkt und kauften von ihrem Taschengeld so viel Tulpen, wie sie bezahlen konnten. Die Sträuße waren in Cellophan eingepackt und ließen sich schlecht tragen. Immer wieder rutschte ihnen ein Strauß von Arm und fiel zu Boden. Ein Glück, dass die Blumen nicht für die Vase bestimmt waren. Zu Hause schlichen sie sich hinter das Haus und verschwanden mit den Tulpen im Garten. Am hintersten Ende des großen Gartens stand ein altes verlassenes Lagerhaus. Nicht groß und ganz leer. Ein paar Bäumchen wuchsen im Inneren auf dem mit altem Laub bedeckten Boden. Dort in einer Ecke packten die Geschwister ihre Blumensträuße aus und brachten das Cellophan in die gelbe Tonne. Sie planten, am späten Abend die Spur aus Blumen zu legen, die direkt zur Lagerhalle führen sollte</p>
<p>Wieder standen die Kinder um kurz vor Mitternacht auf und holten die Tulpen aus der Lagerhalle. Vom Vorgarten aus, der noch nicht von Hanno leer gefressen worden war, legten sie Tulpe an Tulpe bis sich eine rote Spur bis zur Halle zog. Dann prüfte Leon die Windrichtung und sie suchten sich ein sicheres Versteck. Das Trampolin bot sich an, denn der Wind trug die Gerüche von dort zum Garten hinaus und sie konnten durch die Maschen des Sicherheitsnetzes den Garten im Auge behalten. Zuerst bezogen sie aber Posten auf der Straße, denn sie wollten wissen, ob das Einhorn auch wirklich kam. Angestrengt beobachteten sie abwechselnd mit dem Fernglas den Waldrand. Sie mussten lange warten und wollten gerade aufgeben, als Marie das Einhorn am Waldrand entdeckte. Es lief unschlüssig am Saum des Waldes auf und ab, so, als hätte es Angst, die Wiese zu betreten, über die es gehen musste, um zur Straße zu kommen. Doch dann rannte es plötzlich los und seine Mähne flatterte im Wind.<br />
„Schnell weg hier!“, rief Marie. „Es kommt angaloppiert.<br />
Sie rannten in den Garten und versteckten sich mit klopfenden Herzen hinter dem Trampolin.</p>
<figure id="attachment_6689" aria-describedby="caption-attachment-6689" style="width: 426px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6689 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/hanno_s.jpg" alt="" width="426" height="500" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/hanno_s.jpg 426w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/hanno_s-256x300.jpg 256w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/hanno_s-100x117.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/hanno_s-150x176.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/hanno_s-200x235.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/hanno_s-300x352.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 426px) 100vw, 426px" /><figcaption id="caption-attachment-6689" class="wp-caption-text">Hanno</figcaption></figure>
<p>Hanno war durch die Witterung des fremden Geruchs, die er in der vergangenen Nacht aufgenommen hatte, unsicher geworden. Er überlegte eine Weile, ob er es wagen sollte, in das Dorf zu laufen. Doch dann siegte sein Wunsch, Rosalie glücklich zu machen. Er rannte los. Am Ortseingang traf er auf das Haus von Maries und Leons Eltern. Hier standen noch schöne Tulpen und von hier konnte er zur Not schnell zum Wald zurücklaufen. Aber was war das? Die Tulpen waren bereits gepflückt und er brauchte sie nur mit dem Maul aufzusammeln. Und wie viele es waren! Rosalie würde staunen und ihn noch mehr bewundern als sie es sowieso schon tat. Hanno sammelte und sammelte und merkte dabei nicht, dass er der Spur durch den Garten folgte. Auch die Kinder nahm er nicht wahr. Doch als er den Betonboden der Halle betrat, stutzte er und blieb stehen.<br />
„Was für ein seltsamer Untergrund“, dachte er. „So hart und kalt. Und wenn ich gehe, hallen meine Schritte so laut. Nur noch ein paar letzte Tulpen und dann laufe ich schnell zurück.“<br />
Kaum hatte er das gedacht, als er einen lauten Knall hörte. Er drehte sich um und sah, dass ihm der Rückweg abgeschnitten worden war. Er ging auf das geschlossene Tor zu und drückte mit dem Horn dagegen. Es gab nicht nach. Hanno suchte alle Wände nach einem Durchlass ab, fand aber nur ein schmales Fenster, durch das er unmöglich hinausklettern konnte. Er war gefangen. Als ihm dies klar wurde, begann er mit den Hufen zu scharren und stieg laut wiehernd mehrfach in die Höhe.</p>
<p>Leon und Marie liefen um die Halle herum, um durch das Fenster nach drinnen zu schauen. Sie waren so aufgeregt! Nun würden sie endlich ein Einhorn ganz aus der Nähe sehen können. Ihre Taschenlampen waren eingeschaltet. Leon wagte es zuerst, durch das Fenster zu schauen.<br />
„Siehst du ihn?“, fragte Marie.<br />
„Nein, wahrscheinlich steht er in einer dunklen Ecke. Ich leuchte mal hinein.“<br />
Nun sah auch Marie zum Fenster hinein. Auch sie ließ den Strahl ihrer Taschenlampe durch den Raum gleiten. Vom Einhorn war nichts zu sehen.<br />
„Wo ist er denn nur?“<br />
„Ich weiß es nicht.“<br />
„Seltsam, wir haben ihn doch gesehen, als er hineinging.“<br />
Doch so sehr sie auch leuchteten und schauten, der Hengst war nirgendwo zu sehen. Enttäuscht schlichen die beiden ins Haus zurück. Sie waren tief in Gedanken und sprachen kein Wort. Sie glaubten beide, wohl doch nur fantasiert zu haben. Schade eigentlich!</p>
<figure id="attachment_6675" aria-describedby="caption-attachment-6675" style="width: 500px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6675 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorn_trinkt.jpg" alt="" width="500" height="650" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorn_trinkt.jpg 500w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorn_trinkt-231x300.jpg 231w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorn_trinkt-100x130.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorn_trinkt-150x195.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorn_trinkt-200x260.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorn_trinkt-300x390.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/einhorn_trinkt-450x585.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption id="caption-attachment-6675" class="wp-caption-text">Rosalie trinkt an der Quelle</figcaption></figure>
<p>Rosalie wartete am nächsten Morgen vergeblich auf ihren Liebsten. Hanno kam nicht zum Trinken an die Quelle und auch nicht zum Frühstück auf die Lichtung. Sie wurde sehr unruhig, denn sie wusste, dass er wieder zum Dorf gelaufen war.<br />
„Und was, wenn ihm etwas zugestoßen ist?“, fragte sie sich.<br />
Den ganzen Tag über war sie unruhig und traurig und sie fragte sich, was sie machen sollte. War es sinnvoll, auch ins Dorf zu laufen und dort nach Hanno zu suchen? Würde sie den Mut dazu aufbringen? In welche Lage hatte Hanno sie nur gebracht. Sie wurde ein bisschen wütend auf ihn, aber ihre Sorge um ihn war schlimmer. So beschloss sie, Hanno in der Nacht zu suchen.</p>
<p>Gegen Mitternacht wagte sich Rosalie vorsichtig aus dem Wald, lief über die Wiese und hinüber zur Landstraße. Bis zum Dorf war es von hier nicht weit. Da sie aber Angst hatte, beschloss sie so schnell wie möglich zu galoppieren. Wie ein Pfeil flog sie über die Straße. Ihre helle Mähne wehte im Wind. Kurz vor dem ersten Haus blieb sie stehen und horchte. War das nicht Hanno, der da wieherte? Sie folgte dem Geräusch und betrat einen verwilderten Garten. Hanno schien in dem quadratischen Haus gefangen zu sein. Sie hörte ihn darin unruhig herumscharren. Rosalie ging vorsichtig um das Gebäude herum und kam schließlich zu dem schmalen Fenster. Sie schaute hinein und sah Hanno, der gerade wiehernd aufstieg.</p>
<figure id="attachment_6680" aria-describedby="caption-attachment-6680" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6680 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/hanno_fenster.jpg" alt="" width="310" height="500" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/hanno_fenster.jpg 310w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/hanno_fenster-186x300.jpg 186w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/hanno_fenster-100x161.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/hanno_fenster-150x242.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/hanno_fenster-200x323.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2020/04/hanno_fenster-300x484.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 310px) 100vw, 310px" /><figcaption id="caption-attachment-6680" class="wp-caption-text">Rosalie schaut durch das Fenster</figcaption></figure>
<p>„Wie schön er ist“, dachte sie kurz, ehe sie sich bemerkbar machte.<br />
„Rosalie!“, rief Hanno. „So ein Glück, dass du mich gefunden hast. Ich bin hier eingesperrt. Kannst du versuchen, das Tor zu öffnen?“<br />
Rosalie ging zum Tor und versuchte, mit dem Maul den Riegel zu öffnen. Sie musste sich sehr anstrengen und es dauerte ziemlich lange, aber schließlich glitt der Riegel aus der Öse und das Tor sprang auf.<br />
Hanno kam heraus und zusammen rannten sie so schnell sie nur konnten auf die Straße und von dort auf den Wald zu.</p>
<p>An ihrem Fenster stand Marie. Sie hatte sich heimlich das Fernglas ihres Bruders genommen und die halbe Nacht die Straße nicht aus den Augen gelassen. Natürlich hatte sie das Einhorn gesehen, das den Wald verlassen hatte. Es schien ihr aber anders auszusehen als bisher, irgendwie kleiner und zierlicher. Als es kurz vor dem Haus aus ihrem Blick verschwand, glaubte sie wieder fantasiert zu haben. Leon hatte schon recht, sie machte sich und auch ihn mit ihren Einhorngeschichten verrückt. Doch jetzt sah sie plötzlich den Hengst und das andere Einhorn zusammen im wilden Galopp die Straße hinunterlaufen.<br />
„Sie hat ihn befreit“, dachte sie und ein Strahlen zog über ihr Gesicht.<br />
Kurz darauf verschwanden die beiden Einhörner auch schon im Wald.<br />
Von diesem Tag an wurden keine Blumen mehr gestohlen und die Vorgärten des Dorfes waren so schön wie eh und je.</p>
<p>Hanno und Rosalie verließen ihre Herde und auch den Wald nicht mehr. Sie verbrachten glückliche Zeiten unter den hohen alten Bäumen und an der Quelle. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.</p>
<p>Text: © Xenia Marita Riebe</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/ff57d915d68740eeb268ae443692dc17" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Tulpen &#8211; Die schönen Fremden aus dem Morgenland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Xenia Marita Riebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 May 2018 09:44:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Garten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Das Tulpenfieber Heute können wir uns kaum noch in die Zeit hineinversetzen, als in Europa &#8211; vor allem in Holland &#8211; das Tulpenfieber grassierte. Der schwunghafte Handel mit den Tulpenzwiebeln, aber auch die wahre Leidenschaft für die schöne Blume &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5132 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tuple_gelb_orange_einzeln_top.jpg" alt="Tulpe - blue blog" width="500" height="341" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tuple_gelb_orange_einzeln_top.jpg 500w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tuple_gelb_orange_einzeln_top-300x205.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tuple_gelb_orange_einzeln_top-100x68.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tuple_gelb_orange_einzeln_top-150x102.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tuple_gelb_orange_einzeln_top-200x136.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tuple_gelb_orange_einzeln_top-450x307.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p><strong>Das Tulpenfieber</strong></p>
<p>Heute können wir uns kaum noch in die Zeit hineinversetzen, als in Europa &#8211; vor allem in Holland &#8211; das Tulpenfieber grassierte. Der schwunghafte Handel mit den Tulpenzwiebeln, aber auch die wahre Leidenschaft für die schöne Blume begann am Beginn des 17. Jahrhunderts. Über Nacht brach dieser Wahn aus und jeder, der es sich auch nur annähernd leisten konnte, wollte mindestens eine Tulpenzwiebel sein eigen nennen. Selbst Arbeiter und Bauern kratzten ihre Notgroschen zusammen und machten sich auf zu einer Tulpenbörse, um dort, was nicht selten war, betrogen zu werden. Ruinierte Kaufleute, aber auch betrogene einfache Bürger und Bauern, nahmen sich nicht selten das Leben, wenn sie entdeckten, dass sie all ihr Geld verloren hatten. Andere, denen das Glück holt war, oder die geschickt im Handel waren, wurden über Nacht unfassbar reich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5133 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpe_geflammt_s.jpg" alt="Tulpe - blue blog" width="450" height="282" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpe_geflammt_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpe_geflammt_s-300x188.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpe_geflammt_s-100x63.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpe_geflammt_s-150x94.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpe_geflammt_s-200x125.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p>Was war geschehen? Reisende Kaufleute hatten in den 1620er Jahren aus dem Orient eine schöne Blume mitgebracht, die Tulipan genannt wurde, denn sie glich in der Form den Turbanen der orientalischen Männer. Zu dieser Zeit kultivierten wohlhabende Bürger und Adelige in Europa in ihren Gärten bereits seltenen Blumen und Pflanzen. Sie waren darauf aus, neue Pflanzen aus aller Welt zu züchten, um damit ihre Handelspartner und Freunde zu beeindrucken. Deshalb wollten viele von ihnen unbedingt eine Tulipan erwerben und in ihren Garten pflanzen. Gelehrte, gebildete und wohlhabende Bürger (Ärzte, Apotheker,Händler, Notare, Advokaten) sowie Adlige zählten zu den Blumenliebhabern. Für sie alle war der Umgang mit Pflanzen keine Landwirtschaft, sondern eine Liebhaberei. Die Kaufleute witterten ein gutes Geschäft und boten die Tulpen zu hohen Preisen an. Und siehe da, die wohlhabenden Pflanzenliebhaber waren bereit, beinahe jeden Preis zu zahlen.<br />
Das Tulpenfieber entstand dadurch, dass die Gier nach den Zwiebelgewächsen immer mehr zunahm und dadurch auch die Preise immer weiter anzogen. Es entstanden Handelsplätze, auf denen ausschließlich Tulpenzwiebeln verkauft wurden, die sogenannten Tulpenbörsen. Hier wurden die Zwiebel versteigert, was die Gier noch mehr anheizte. Der Preis für manche seltene Tulpenzwiebel stieg in unermessliche Höhen.</p>
<p><strong>Die teuerste Tulpe der Welt</strong></p>
<figure id="attachment_5130" aria-describedby="caption-attachment-5130" style="width: 354px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5130 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/semper_augustus_s.jpg" alt="Semper Augustus, Gemälde von Ambrosius Bosschaert d. Ä." width="354" height="450" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/semper_augustus_s.jpg 354w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/semper_augustus_s-300x381.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/semper_augustus_s-236x300.jpg 236w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/semper_augustus_s-100x127.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/semper_augustus_s-150x191.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/semper_augustus_s-200x254.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 354px) 100vw, 354px" /><figcaption id="caption-attachment-5130" class="wp-caption-text">Semper Augustus, Gemälde von Ambrosius Bosschaert d. Ä.</figcaption></figure>
<p>Ein Beispiel hierfür ist eine Tulpe mit dem Namen „Semper Augustus“, die 1637 als teuerste Tulpe aller Zeiten verkauft wurde. Es existierten damals 12 Tulpen dieser Sorte, die dem Bürger Adriaan Pauw aus Amsterdam gehörten. Er kultivierte sie auf seinem Gut Heemstede. Noch 1623 kostete jede dieser Tulpenzwiebeln 1000 Gulden. Der Preis kletterte 1624 auf 1200 Gulden pro Zwiebel und stand 1633 bei 5500 Gulden. 1637 bot jemand für drei Zwiebeln der Semper Augustus 30000 Gulden. Man sollte sich dabei vor Augen führen, dass das durchschnittliche Jahreseinkommen der Holländer zu dieser Zeit 150 Gulden betrug und das die teuersten Häuser an den Grachten in Amsterdam damals 10000 Gulden kosteten.<br />
Doch scheint dieser sehr hohe Preis für eine Tulpenzwiebel auch zu dieser turbulenten Zeit des Tulpenfiebers eher die Ausnahme gewesen zu sein.<br />
Es haben sich Daten erhalten, an denen wir dies ablesen können.<br />
1611 wurden Tulpen der Sorte „<span lang="nl-NL">Cears op de Candlelaer” für 20 Gulden verkauft.</span><br />
1635 wurden Zwiebeln der Sorte „<span lang="nl-NL">Saeyblom van Coningh” für 30 Gulden gehandelt.<br />
Die Sorte “Groot Gepluymaseerde” verdoppelte ihren Preis zwischen dem 28. Dezember 1636 und dem 12. Januar 1637 von 0,07 Gulden auf 0,15 Gulden. Im selben Zeitraum stieg der Preis für die Sorte “Switserts” um das Zwölffache von 125 Gulden für das Pfund auf 1500 Gulden.<br />
So stiegen die Preise für Tulpenzwiebeln in den 1630er Jahren auf ein vergleichsweise extrem hohes Niveau. Doch bereits 1637 brach der Markt abrupt ein. Es entstand die erste relativ gut dokumentierte Spekulationsblase. Die “Tulpenmanie” und ihr Einbruch in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts kann wohl als erste Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte gelten.</span></p>
<p><strong>Kultivierung der Tulpe &#8211; Eine Liebhaberei</strong></p>
<figure id="attachment_5131" aria-describedby="caption-attachment-5131" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5131 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpen_balthasar_van_der_ast_s.jpg" alt="Tulpengemälde von Balthasar van der Ast" width="450" height="345" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpen_balthasar_van_der_ast_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpen_balthasar_van_der_ast_s-300x230.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpen_balthasar_van_der_ast_s-100x77.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpen_balthasar_van_der_ast_s-150x115.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpen_balthasar_van_der_ast_s-200x153.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-5131" class="wp-caption-text">Tulpengemälde von Balthasar van der Ast</figcaption></figure>
<p>Aber die Tulpe war nicht nur eine Handelsware. Sie wurde aufgrund mehrerer Eigenschaften geschätzt. Die Tulpe galt als exklusiv, dekorativ, exotisch, neu und anspruchsvoll. Viele Amateurgärtner legten sich Gärten an, um dort ihrer Begeisterung für die Tulpe nachzugehen. Die Tulpenliebhaber besuchten sich gegenseitig in ihren Gärten und tauschten sich über die Kultivierung der Blumen und über neue Sorten aus. Sie spezialisierten sich auf das Sammeln und die Zucht von Tulpen und pflanzten diese in den Beeten einzeln und mit großzügigem Abstand zueinander. Rund 800 namentlich unterschiedene Tulpensorten waren zwischen 1630 und 1650 bekannt.<br />
Die wohlhabenderen unter den Tulpensammlern ließen ihre Schätze von zeitgenössischen Malern<br />
zeichnen oder in Öl verewigen. Die Künstler waren z.B. Ambrosius Bosschaert d. Ä., Balthasar van der Ast und Roelant Savery. In manchen der Werke sind neben den Tulpen Gegenständen als Symbol der Vanitas gemalt. Diese Verbindung wurde wahrscheinlich hergestellt, weil die Tulpe mit ihrer kurzen Blühdauer und durch das zeitige Vergehen der Pflanzen nach der Blüte an die Endlichkeit des Lebens erinnerte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5135 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpe_papagei_s.jpg" alt="Papageientulpe - blue blog" width="450" height="308" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpe_papagei_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpe_papagei_s-300x205.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpe_papagei_s-100x68.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpe_papagei_s-150x103.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpe_papagei_s-200x137.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p>Die Tulpe &#8211; Auch heute noch sehr beliebt</p>
<p>Heute sind Tulpen längst keine seltenen Blumen mehr. Sie werden in den Niederlanden, aber auch in Deutschland zu Millionen gepflanzt und verkauft. Inzwischen können wir die ersten Tulpen bereits Weihnachten erstehen. Mir gefällt dies nicht besonders, denn für mich ist die Tulpe immer noch eine Frühlingsblume. Ich warte lieber darauf, dass sich die Tulpen im Garten zeigen und ihre schönen Blüten in den Himmel strecken. Dann gehe ich auf den Wochenmarkt und kaufe mir einen Strauß mit 30 Tulpen, den ich auf meinen Esstisch stelle. Daran erfreue ich mich genauso, wie an den zahlreichen Tulpen in meinem Garten und in den Gärten anderer Menschen.<br />
Die Tulpe besitzt auch heute noch einen besonderen Reiz. Mit der Vielfalt ihrer Farb- und Formvarianten kann es wohl keine andere Blume aufnehmen. Von zarten Pastelltönen bis hin zu kräftigen Farben, von Weiß bis Schwarz, von geflammt bis farbig gerändert, alles ist bei dieser Blume möglich. Auch gefüllte Sorten werden angeboten und erfreuen die Liebhaber der Zwiebelpflanze.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5138 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpengruppe_gefranst_s.jpg" alt="Tulpen blue blog" width="450" height="293" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpengruppe_gefranst_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpengruppe_gefranst_s-300x195.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpengruppe_gefranst_s-100x65.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpengruppe_gefranst_s-150x98.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/05/tulpengruppe_gefranst_s-200x130.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p>Meine Beziehung zur Tulpe</p>
<p>Meine Leidenschaft für die Blume wurde mir schon von meinem Großvater mitgegeben, der Tulpen in allen Farben in seinem Garten hatte, aber besonders stolz auf seine schwarzen Exemplare war. So bin auch ich immer noch auf der Suche nach wirklich schwarzen Tulpen. Bisher entpuppten sich diese in meinem Garten bestenfalls als sehr dunkel violett.<br />
Wenn der Frühling kommt, kann ich es kaum erwarten, meine Tulpen erneut aufblühen zu sehen. Eigentlich wachsen in meinem naturnahen Garten nur heimische Blumen und Pflanzen, die für unsere Vögel und Insekten die Nahrungsgrundlage bilden. Bei den Tulpen mache ich aber eine Ausnahme, auch weil sie ja nur für sehr kurze Zeit und recht früh im Jahr blühen. So nehmen sie den anderen Blumen, die meist viel später blühen, nicht den Platz weg und ich finde, dass es vertretbar ist, die schöne Tulpe im Naturgarten zu kultivieren.<br />
Es macht mir auch Freude, meine Tulpen fotografisch in Szene zu setzen.<img loading="lazy" decoding="async" src="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/b2f6763a3b7946a599ebc35bbcee1a3e" alt="" width="1" height="1" /> Einige Beispiele zeige ich hier.</p>
<p>Text und Fotos: © Xenia Marita Riebe<br />
Fotos: © Bernd Riebe</p>
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					Tulpen &#8211; Die schönen Fremden aus dem Morgenland II. Teil				</div>
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		<title>Frühblühende Schönheiten im naturnahen Garten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Xenia Marita Riebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Apr 2018 17:42:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Garten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Naturgarten weist im Frühling einiges an Frühblühern auf. Bescheidene Bodendecker blühen in weiß und hellblau, das Buschwindröschen reckt seine zarten weißrosa Blüten in die Höhe und überall erscheinen Schlüsselblümchen mit ihren gelben Kelchblüten. Auch das ein oder andere Veilchen &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-4988 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/lungenkraut_top.jpg" alt="Geflecktes Lungenkraut" width="500" height="281" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/lungenkraut_top.jpg 500w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/lungenkraut_top-300x169.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/lungenkraut_top-100x56.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/lungenkraut_top-150x84.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/lungenkraut_top-200x112.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/lungenkraut_top-450x253.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Mein Naturgarten weist im Frühling einiges an Frühblühern auf. Bescheidene Bodendecker blühen in weiß und hellblau, das Buschwindröschen reckt seine zarten weißrosa Blüten in die Höhe und überall erscheinen Schlüsselblümchen mit ihren gelben Kelchblüten. Auch das ein oder andere Veilchen lässt sich sehen und himmelblau zeigt sich das gewöhnliche Leberblümchen. Verbreitet blüht das gefleckte Lungenkraut mit seinen blauvioletten und rosa Blütenkronen und lockt erste Bienen und Hummeln an.<br />
Doch natürlich dürfen auch im Naturgarten Zwiebelpflanzen nicht fehlen. So steht die Osterglocke bereits in voller Blüte und Traubenhyazinthen verbreiten mit ihren violetten Kerzenblüten ihren unverwechselbaren Charme auf den Beeten.<br />
Aber auch der Schneestolz mit seinen sechsblättrigen Sternblüten &#8211; auch Sternhyazinthe genannt &#8211; ist schon aufgeblüht.<br />
Nur die Tulpen lassen noch auf sich warten. Das Wetter im März war für sie viel zu kalt. Noch sieht man dort, wo sie sonst um diese Jahreszeit in voller Pracht erblühen, nur ihre typischen Blätter aus dem Boden kommen.</p>
<figure id="attachment_4984" aria-describedby="caption-attachment-4984" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4984 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/buschwindroeschen_s.jpg" alt="Buschwindröschen" width="450" height="323" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/buschwindroeschen_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/buschwindroeschen_s-300x215.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/buschwindroeschen_s-100x72.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/buschwindroeschen_s-150x108.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/buschwindroeschen_s-200x144.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4984" class="wp-caption-text">Buschwindröschen</figcaption></figure>
<p><b>Buschwindröschen (Anemone nemorosa)</b><br />
Das vorsommergrüne Buschwindröschen wächst als ausdauernde, krautige Pflanze im Wald und im Naturgarten. Es erreicht eine Höhe von 11 bis 25 cm und benutzt als Speicher-und Überdauerungsorgan ein unterirdisches kriechendes Rhizom, das sich verzweigt.<br />
Zu Beginn des Erstfrühlings fehlen die grundständigen Blätter, doch im oberen Stängeldrittel befinden sich, in einem Quirl angeordnet, drei handförmig dreiteilige Hochblätter mit grob gesägten Abschnitten. Diese schützen die Blütenknospe und übernehmen so die Funktion des Blütenkelches, der beim Buschwindröschen fehlt. Normalerweise entwickelt das Buschwindröschen nur eine Blüte je Pflanze.</p>
<figure id="attachment_4990" aria-describedby="caption-attachment-4990" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4990 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/schluesselblume_s.jpg" alt="Echte Schlüsselblume" width="450" height="317" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/schluesselblume_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/schluesselblume_s-300x211.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/schluesselblume_s-100x70.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/schluesselblume_s-150x106.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/schluesselblume_s-200x141.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4990" class="wp-caption-text">Echte Schlüsselblume</figcaption></figure>
<p><b>Echte Schlüsselblume (Primula veris)</b><br />
Die Schlüsselblume ist eine krautige, ausdauernde Pflanze mit einer Wuchshöhe von 8 bis 30 cm. Sie ist in kleinen und größeren Gruppen anzutreffen und sie verbreitet sich rasch im Garten. Die Schlüsselblume überwintert in kurzen, dicken Rhizomen. Die Pflanze ist behaart, aber nicht bemehlt. Die Blätter der Schlüsselblume sind eiförmig-länglich und hellgrün und können zwischen 5 und 20 cm lang und 2 bis 6 cm breit werden. Die Blattoberseite hat eine runzlige Struktur und ist flaumig behaart.<br />
Die Schlüsselblume blüht von April bis Juni und bringt je 5 bis 20 gelbe Doldenblüten mit 5 dottergelben Kronblättern hervor.</p>
<figure id="attachment_4997" aria-describedby="caption-attachment-4997" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4997 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/veilchen_02_s.jpg" alt="Veilchen" width="450" height="336" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/veilchen_02_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/veilchen_02_s-300x224.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/veilchen_02_s-100x75.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/veilchen_02_s-150x112.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/veilchen_02_s-200x149.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4997" class="wp-caption-text">Veilchen</figcaption></figure>
<p><b>Veilchen (Violaceae)</b><br />
Veilchen wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen und bilden meist als Überdauerungsorgane Rhizome. Es gibt viele unterschiedliche Arten, die alle verschiedene Merkmale aufweisen. Sie können lange, kriechende bis aufrechte oberirdische Sprossenachsen haben, die aber manchmal auch fehlen. Die Blätter des Veilchens können grundständig zusammen stehen oder an der Sprossachse wechselständig verteilt angeordnet sein. Der Blattrand kann gezähnt oder glatt sein. Bei manchen Veilchenarten ist die Blattunterseite behaart.<br />
Die Blütenblätter des Veilchens stehen auf Blütenstielen einzeln in den Blattachseln.<br />
Die fünf freien Kronblätter sind deutlich ungleich. Das unterste Kronblatt ist das größte und an seiner Basis gespornt. Die Blütenfarbe ist Violett.</p>
<figure id="attachment_4998" aria-describedby="caption-attachment-4998" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4998 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/leberbluemchen_02_s.jpg" alt="Gewöhnliches Leberblümchen" width="450" height="317" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/leberbluemchen_02_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/leberbluemchen_02_s-300x211.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/leberbluemchen_02_s-100x70.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/leberbluemchen_02_s-150x106.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/leberbluemchen_02_s-200x141.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4998" class="wp-caption-text">Gewöhnliches Leberblümchen</figcaption></figure>
<p><b>Gewöhnliches Leberblümchen (Hepatica nobilis)</b><br />
Das Leberblümchen ist eine ausdauernde, grün überwinternde niedrige Kleinstaude mit einer Höhe von 10 bis 25 cm. Es blüht im zeitigen Frühjahr zum Beginn der Vegetationsperiode. Seine Blütenfarbe ist ein auffälliges Azurblau. Typischerweise wächst das Leberblümchen in der Humusschicht über lehmigen kalkhaltigen Waldböden in Buchen und Eichenwäldern aber auch auf Sandböden. Es bevorzugt schattige bis halbschattige Lagen.<br />
Das Leberblümchen übersteht den Winter mit Überdauerungsknospen, die sich unmittelbar an der Erdoberfläche in den Blattachseln und im Schutz der überdauernden Blätter befinden. Es besitzt ein kurzes, schräg im Boden liegendes, dunkelbraunes Rhizom. Das Leberblümchen zählt zu den Tiefwurzlern, denn seine Wurzeln reichen bis zu 30 Zentimeter tief ins Erdreich.<br />
Nach der Blüte entwickeln sich die grundständigen Laubblätter aus dem Rhizom. Die Blätter erinnern in ihrer Form an die menschliche Leber, was der Pflanze ihren Namen gab.<br />
Die behaarten, rötlich-braunen Blütenstandsschäfte wachsen aufrecht und die langgestielten Blüten sitzen beinahe direkt über den drei kelchartigen, grünen Hochblättern. Diese umhüllen die Blütenknospen schützend und übernehmen damit die Schutzfunktion des fehlenden Kelchs. Die sechs bis neun gleich gestalteten Blütenblätter haben eine auffällig blaue Farbe, können aber auch Blauviolett sein.</p>
<figure id="attachment_4985" aria-describedby="caption-attachment-4985" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4985 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/lungenkraut_02_s.jpg" alt="Geflecktes Lungenkraut" width="450" height="330" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/lungenkraut_02_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/lungenkraut_02_s-300x220.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/lungenkraut_02_s-100x73.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/lungenkraut_02_s-150x110.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/lungenkraut_02_s-200x147.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4985" class="wp-caption-text">Geflecktes Lungenkraut</figcaption></figure>
<p><b>Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)</b><br />
Das gefleckte Lungenkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Es besitzt gelbgrüne herz- bis eiförmige Grundblätter, die meist derb sind und stets rundliche, oft scharf begrenzte, weiße Flecken aufweisen. Die Oberseite der Laubblätter ist mit winzigen Stachelhöckern und nur wenigen Borstenhaaren versehen. Die nicht blühenden Sprosse haben eine eiförmige Spreite, die länger als ihr 15 Zentimeter langer Blattstiel ist und plötzlich in den Stiel übergehen kann.<br />
Die zwittrigen Blüten des Lungenkrauts sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Blätter des Kelches sind bis mindestens zur Hälfte ihrer Länge verwachsen. Bei der frisch geöffneten Blüten ist der Kelch V-förmig und etwa doppelt so lang wie breit. Die anfänglich rote Blütenkrone, färbt sich später durch Änderung des ph-Wertes zu Blau um.</p>
<figure id="attachment_4991" aria-describedby="caption-attachment-4991" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4991 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/sternhyazinthen_s.jpg" alt="Sternhyazinthe" width="450" height="360" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/sternhyazinthen_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/sternhyazinthen_s-300x240.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/sternhyazinthen_s-100x80.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/sternhyazinthen_s-150x120.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/04/sternhyazinthen_s-200x160.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4991" class="wp-caption-text">Sternhyazinthe oder Schneestolz</figcaption></figure>
<p><b>Der Schneestolz (Chionodoxa luciliae)</b><br />
Der Schneestolz ist eine ausdauernde krautige Zwiebelpflanze mit ei- bis kugelförmigen Zwiebeln in einer braunen Umhüllung. Die Zwiebeln dienen der Pflanze als Überdauerungsorgan. Je Zwiebel werden meist nur zwei grundständige, aufrechte oder ausgebreitete Laubblätter ausgebildet.<br />
Auf einem Blütenstandsstängel stehen ein bis mehrere Blüten locker zusammen in einem endständigen, traubigen Blütenstand. Die sechs gleichgeformten Blütenblätter sind kurz und an ihrer Basis röhrig verwachsen. Der freie Teil der Blütenblätter spreizt sternförmig auseinander. Die Blüten sind weiß oder blau mit meist weißem Grund.<img loading="lazy" decoding="async" src="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/7ae7c7aa6a8a4dd6886f9cf683386037" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Text und Fotos:© Xenia Marita Riebe<br />
Fotos: © Bernd Riebe</p>
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		<title>Antike Fliesen in den Friesen-und Kapitänshäusern auf Föhr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Xenia Marita Riebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Mar 2018 15:54:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[antike friesische Fliesen]]></category>
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		<category><![CDATA[Blumen]]></category>
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		<category><![CDATA[Tulpen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beschreibung und Deutung der gemalten Fliesenmotive aus drei Jahrhunderten. Durch drei Jahrhunderte kamen holländische Fliesen in großen Mengen in den norddeutschen Raum, vorwiegend auf die nordfriesischen Inseln und in die Küstengebiete, und beeinflussten hier die Wohnkultur. Die ältesten Stücke aus &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-4959 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/grosssegler_top.jpg" alt="Tableau mit Grosssegler, friesische Fliesen" width="500" height="308" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/grosssegler_top.jpg 500w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/grosssegler_top-300x185.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/grosssegler_top-100x62.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/grosssegler_top-150x92.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/grosssegler_top-200x123.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/grosssegler_top-450x277.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p><strong>Beschreibung und Deutung der gemalten Fliesenmotive aus drei Jahrhunderten.</strong></p>
<p>Durch drei Jahrhunderte kamen holländische Fliesen in großen Mengen in den norddeutschen Raum, vorwiegend auf die nordfriesischen Inseln und in die Küstengebiete, und beeinflussten hier die Wohnkultur.<br />
Die ältesten Stücke aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind nur noch selten zu erwerben, aber auch im späten 18. Jahrhundert und im 19. Jahrhundert entstanden noch interessante Fliesen in Handarbeit.<br />
Die Fliesen wurden mithilfe der Durchstaubtechnik bemalt, die allerdings sehr viel Raum für die künstlerische Ausgestaltung gab, denn mit der Schablone wurden nur grobe Anhaltspunkte des Motivs auf die Fliese übertragen. Besonders bei Schattierungen von Bäumen, Wellen und Wolken blieb den Fliesenmalern Raum zur individuellen Gestaltung. Dabei waren die Maler recht unterschiedlich begabt. Dies zeigt sich insbesondere bei der Darstellung von Gesichtern und bei biblischen Motiven. Manche Malereien auf den antiken Fliesen wirken wie Karikaturen, während andere von hohem künstlerischen Wert und sehr ausdrucksstark sind. Dadurch entsteht auf den Fliesen eine lebendige Ursprünglichkeit, die noch durch kleine Unebenheiten und Fehler in der Glasur bestärkt wird.<br />
Es besteht ein Unterschied zwischen Fliesen und Kacheln. Fliesen wurden zur Wandbekleidung benutzt, während man für Öfen Kacheln verwendete. Nur ein geringer Teil der Fliesen und Kacheln kam aus Delft, während die meisten aus Fliesenmanufakturen in Friesland kamen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-4965 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/friesisches_wohnzimmer_s.jpg" alt="Friesische Wohnstube mit Fliesen" width="450" height="263" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/friesisches_wohnzimmer_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/friesisches_wohnzimmer_s-300x175.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/friesisches_wohnzimmer_s-100x58.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/friesisches_wohnzimmer_s-150x88.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/friesisches_wohnzimmer_s-200x117.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p>Noch vor etwa 100 Jahren gab es in Häusern auf den friesischen Insel, an der Nordseeküste und an der Ems und Elbe häufig geflieste Wände. Doch dieser Teil der friesischen Wohnkultur fiel nach und nach der Modernisierung der Häuser zum Opfer, da deren Besitzer es vorzogen, ihre Wände zu tapezieren. Dafür entfernten sie die historischen Fliesen. Dies geschah meist unachtsam, wobei die Fliesen zerbrachen oder ganz zerstört wurden.</p>
<p><strong>Holländische Fliesen auf den nordfriesischen Inseln</strong></p>
<p>Doch wie sind so viele holländische Fliesen auf die nordfriesischen Inseln gelangt?<br />
Es ist anzunehmen, dass nordfriesische Walfänger die Fliesen von Holland aus mit nach Hause brachten. Sie waren schon bald nach der verheerenden Sturmflut von 1634 von Holland aus zum Walfang in die Arktis aufgebrochen.<br />
Bei einer erfolgreichen Rückkehr hatten die Kapitäne genug Geld in den Taschen, um in Amsterdam einzukaufen. Wahrscheinlich wurden sie dort mit dem Baustil bekannt &#8211; vielleicht in den Häusern der Reeder &#8211; der sich von dem auf den friesischen Inseln unterschied. In Holland war es damals schon üblich, Wände mit Fliesen zu verkleiden. Dies hatte unter anderem auch isolatorische Gründe. Auch wurden die Häuser im Inneren heller, denn die Hochglanzglasur der Fliesen spiegelte das Licht wider. Das war vor allem am Abend von Vorteil, denn die Häuser wurden mit einfachen Tranlampen beleuchtet. So ist es wahrscheinlich, dass so mancher Kapitän Fliesen aus Holland mit nach Hause nahm, um damit das eigene Haus aufzuwerten. Die ältesten Fliesen in Häusern auf der Insel Föhr sind nachweislich aus der Mitte des 17. Jahrhunderts.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-4963 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/friesische_wohnstube_s.jpg" alt="Friesische Wohnstube mit Kachelofen" width="450" height="253" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/friesische_wohnstube_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/friesische_wohnstube_s-300x169.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/friesische_wohnstube_s-100x56.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/friesische_wohnstube_s-150x84.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/friesische_wohnstube_s-200x112.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p><strong>Motive auf den Fliesen</strong></p>
<p>Im Laufe der Zeit änderten sich bei der Bemalung der holländischen Fliesen mehrfach die Vorlieben und Einflüsse. Um 1600 wurde die Bemalung in Nordholland mehrfarbig ausgeführt, wobei gelb, orange, blau und grün, violett und weiß bevorzugt wurden. Die bis dahin beliebten Renaissance-Ornamente in Ausspartechnik wurden von maurischen Motiven abgelöst. So kamen altpersische Stern- oder Kreuzfliesen wieder in Mode und die Malerei wurde auch portugiesisch beeinflusst. Doch schon bald wandte man sich der italienischen Fliesenmalerei zu. Farbige Abbildungen von Tieren, Pflanzen, Blumen, Landschaften und Früchten wurden modern, eingerahmt von mehrfarbigen oder blauen konzentrischen Kreisen. Die Zwickel malte man dunkelblau mit weißen Blättern und diese bildeten eine Rosette, wenn vier Fliesen zusammengesetzt wurden.<br />
Für die Zeitbestimmung der Herstellung sind diese Eckmotive heute von großer Bedeutung.</p>
<figure id="attachment_4955" aria-describedby="caption-attachment-4955" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4955 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliesen_bloemenpot_s.jpg" alt="Friesische Fliesen; Bloemenpot oder Blumenvase" width="450" height="221" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliesen_bloemenpot_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliesen_bloemenpot_s-300x147.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliesen_bloemenpot_s-100x49.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliesen_bloemenpot_s-150x74.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliesen_bloemenpot_s-200x98.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4955" class="wp-caption-text">Motiv Bloemenpot oder Blumenvase</figcaption></figure>
<p>Doch auch die italienischen Motive wurden bald abgelöst. Man wandte sich holländischen Bildmotiven zu. So kam ab dem 17. Jahrhundert immer häufiger das Motiv der Blumenvase zum Einsatz. Der „Bloempot“ oder auch „Blompot“ erfreute sich bei der Fliesenmalerei immer größerer Beliebtheit. Dabei ist es anzunehmen, dass die Blumenvase auch ihren Ursprung in der italienischen Malerei hat. Zu Anfang des 17.Jahrhunderts wurde sie noch mehrfarbig bemalt, dann in verschiedenen Blautönen. Gezeigt wurden die Vasen entweder in einem Kreis stehend oder in einer Raute, vereinzelt auch in einem Oval, das von Moresken eingerahmt war. Im Vierpass ist die Vase eine Zwischenform von Kreis und Raute, die Ecken ausgefüllt mit weißen Moresken auf blauem Grund, die einen achtstrahligen Stern bilden, wenn man vier Fliesen zusammenstellt.</p>
<figure id="attachment_4961" aria-describedby="caption-attachment-4961" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4961 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliesen_bloemen_s.jpg" alt="Friesische Fliesen; Blumen als Motiv" width="450" height="445" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliesen_bloemen_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliesen_bloemen_s-300x297.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliesen_bloemen_s-100x100.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliesen_bloemen_s-150x148.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliesen_bloemen_s-200x198.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4961" class="wp-caption-text">Blumen als Motiv</figcaption></figure>
<p><strong>Die Tulpe als Fliesenmotiv</strong></p>
<p>In der Mitte des 17. Jahrhunderts erfreute sich die Tulpe in Holland einer solchen Beliebtheit, dass sie zum wichtigsten Handelsgut aufstieg. Händler und Tulpenliebhaber zahlten für Tulpenzwiebeln horrende Preise. Menschen ruinierten sich, um eine einzige Tulpenzwiebel zu erwerben, andere wurden beim Handel mit den Pflanzen reich. Wieder andere mussten bei Raubüberfällen ihr Leben lassen. Damals schien jedes Mittel recht, um in den Besitz einer der begehrten Tulpenzwiebeln zu gelangen.<br />
Tulpenbesitzer ließen ihre Pflanzen und Blüten von Künstlern in Ölgemälden verewigen und in Aquarellen malen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Tulpe auch in die Fliesenmalerei Einzug hielt.<br />
Auch die Kaiserkrone, die damals als wertvolle „Persianische Lilie“ gehegt und gepflegt wurde, findet sich häufig als Motiv auf den Fliesen dieser Zeit, wie auch das als Heilkraut bekannte Maßliebchen.</p>
<figure id="attachment_4958" aria-describedby="caption-attachment-4958" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4958 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/grosssegler_tableau_s.jpg" alt="Friesische Fliesen; Motiv Großsegler" width="450" height="441" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/grosssegler_tableau_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/grosssegler_tableau_s-300x294.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/grosssegler_tableau_s-100x98.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/grosssegler_tableau_s-150x147.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/grosssegler_tableau_s-200x196.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4958" class="wp-caption-text">Tableau mit Großsegler als Motiv</figcaption></figure>
<p><strong>Schiffe auf Fliesen und Tableaus</strong></p>
<p>Bei einer Seefahrernation wie Holland ist es natürlich nicht verwunderlich, dass Schiffe auf den Fliesen abgebildet wurden. Die erste Abbildung eines Schiffes ist von 1637 datiert. Anfangs wurden nur Großsegler, wie Fregatten, Fleuten, Kriegsschiffe und Pinassen dargestellt. Das war für die Fliesenmaler auf einem Quadrat von 13 x 13 cm nicht so leicht zu bewerkstelligen, deshalb wurden die Schiffe oft vereinfacht dargestellt, sodass der wahre Schiffstyp häufig nur schwer zu identifizieren ist. Später ging man dazu über, die Abbildung eines Großseglers über 9 bis 16 Fliesen zu malen. Auf diesen Tableaus hatten die Maler mehr Platz um Details wie die Takelage der Schiffe darzustellen. So wurden häufig regelrechte Seestücke mit schönen Einzelheiten gemalt, auf denen auch weiter entferntere Schiffe und im Vordergrund Ruderboote zu sehen sind.</p>
<p>Auf Einzelfliesen wurden auch bemannte Ruderboote gemalt. Die maritimen Fliesen des 17. und 18. Jahrhunderts waren in Blau bemalt. Die Schiffsdarstellungen standen ohne Untermalung auf den weißen Fliesen auf oft sehr stark stilisierten Wellen. Manchmal wurden sie ganz ohne Eckmotive gemalt, im ausgehenden 18. Jahrhundert und im 19. Jahrhundert stehen sie meist im Kreis oder in achteckiger Umrandung.<br />
Im 18. Jahrhundert wurden auch noch Großsegler gemalt, wahrscheinlich unter Verwendung der alten Durchstaubschablonen, aber diese wurden nach und nach von anderen Schiffstypen verdrängt. Binnenschiffe, Heringsbuisen und Fischereiboote wurden nun bevorzugt, bei denen im Hintergrund weit entfernte Großsegler zu sehen sind. Daneben spielten bis weit ins 19. Jahrhundert hinein die Küstenlandschaften mit Häuser, Menschen, Rauch-und Seezeichen, Klettermasten zum Aufhängen von Seezeichen für die Küsten- und Binnenseefahrt eine wichtige Rolle.</p>
<figure id="attachment_4950" aria-describedby="caption-attachment-4950" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4950 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fantastisches_seewesen_s.jpg" alt="Friesische Fliesen; Fantastische Seewesen" width="450" height="286" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fantastisches_seewesen_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fantastisches_seewesen_s-300x191.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fantastisches_seewesen_s-100x64.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fantastisches_seewesen_s-150x95.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fantastisches_seewesen_s-200x127.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4950" class="wp-caption-text">Motiv &#8222;Phantastisches Seewesen&#8220;</figcaption></figure>
<p><strong>Die „phantastischen Seewesen“</strong></p>
<p>Die teils unheimlichen und teils lustigen Motive der „phantastischen Seewesen“ sind besonders reizvolle Motive. Bei ihnen handelte es sich aber keinesfalls um eine lustige Wanddekoration. Im 17. und 18. Jahrhundert waren diese Wesen aktuelle Themen, denn manche hatten sie gesehen oder glaubten vielmehr, sie gesehen zu haben. In einem „Lexicon der Künste und Wissenschaften“ wurden die Seewesen von Johann Theodor Jablonski 1721 detailiert beschrieben. So verwundert es nicht, dass sie auch als Motive auf den Fliesen zu finden sind.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-4952 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliese_mann_s.jpg" alt="Friesische Fliesen, Motiv Adliger" width="450" height="454" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliese_mann_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliese_mann_s-300x303.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliese_mann_s-100x100.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliese_mann_s-150x151.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliese_mann_s-297x300.jpg 297w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliese_mann_s-200x202.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p>Tier- und Menschenabbildungen</p>
<p>Zu Beginn des 17. Jahrhundert findet man meist mehrfarbige Tierabbildungen auf den Fliesen. Diese wurden bald von Jägern, Soldaten und von Falken tragenden Männern in der Tracht ihrer Zeit abgelöst. In die erste Hälfte des Jahrhunderts gehört die Abbildung der einfachen Menschen, Männer und Frauen aller Stände in sehr unterschiedlichen Posen. Die Malerei wird nun meist in Blau auf weißem Grund ausgeführt. Auch in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts werden noch einzelne Personen oder Paare dargestellt, wobei scheinbar des Öfteren zeitgenössische Stiche oder Zeichnungen als Vorlage dienten. Die Reihe der dargestellten Berufe gibt einen guten Einblick in die Lebenswirklichkeit der Menschen in Holland im 17. Jahrhundert. Gemalt wurden Marktfrauen, Bettler, Musikanten, Geistliche, Ordensfrauen, Händler, Jäger und Bauern. Manchmal sogar galante Szenen oder schwatzende Frauen.<br />
Auch Reiter waren ein beliebtes Motiv in der Fliesenmalerei. Sie wurden galoppierend dargestellt, präsentierten ihre Waffen oder standen wie ein Reiterstandbild da, was wiederum auf die Verwendung von Gemälden als Vorlage deutet.<br />
Sehr reizvoll ist auch das Motiv der Kinderspiele, das um 1660 erstmals erscheint. Die Kinder wurden zu mehreren oder auch einzeln dargestellt. Sie spielen Ball, schlagen den Reifen, stehen auf dem Kopf, lassen Drachen steigen oder spielen mit Murmeln oder Federbällen.<br />
In die gleiche Zeit fallen auch Landschafts- und Hirtenmotive, die über 200 Jahre immer wieder gemalt wurden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-4951 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliese_frau_s.jpg" alt="Friesische Fliesen; Motiv Adlige" width="450" height="443" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliese_frau_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliese_frau_s-300x295.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliese_frau_s-100x98.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliese_frau_s-150x148.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/fliese_frau_s-200x197.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p>Biblische Motive</p>
<p>Um die Mitte des 17. Jahrhunderts tauchen dann auch biblische Motive in der Fliesenmalerei auf. In den protestantischen Häusern Hollands war die Bibel allgegenwärtig und so verwundert es nicht, dass Motive daraus auch auf den Fliesen erschienen. Die Darstellungen waren oft nicht besonders gut, denn es war für die Fliesenmaler sehr schwierig, die detailreichen vielfältigen Motive auf die kleinen Fliesen zu malen. Gemalt wurde in Blau im Kreis und gegen Ende des Jahrhunderts auch in Violett. Die Szenen stellten alle erdenklichen biblischen Geschichten dar. Häufige Motive waren dabei Jesus und der Teufel, der eine mit Glorienschein, der andere mit deutlichen Hörnern auf dem Kopf. Auch Moses mit den Gesetzestafeln, die Vertreibung aus dem Paradies und die Sintflut, mit Noah und der Arche wurden gemalt, sowie Adam und Eva mit der Schlage und der Turmbau zu Babel. Oft wurde die Bibelstelle unter dem Motiv angegeben, damit der Betrachter im Zweifelsfall in der Bibel nachschlagen konnte. Fliesen mit Text und ohne Text sind erhalten, wobei die Motive im Kreis oder ohne Kreis gemalt wurden</p>
<figure id="attachment_4960" aria-describedby="caption-attachment-4960" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4960 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/springertjes_s.jpg" alt="Friesische Fliesen; Motiv Springertjes" width="450" height="275" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/springertjes_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/springertjes_s-300x183.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/springertjes_s-100x61.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/springertjes_s-150x92.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/03/springertjes_s-200x122.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4960" class="wp-caption-text">Motiv &#8222;Springertjes&#8220;</figcaption></figure>
<p><strong>Tierabbildungen im 18. Jahrhundert</strong></p>
<p>Die bereits im 17. Jahrhundert beliebte Abbildung von Tieren lebte im 18. Jahrhundert erneut auf. Die „Springertjes“ rückten nun in den Vordergrund. Anfangs wurden häufig exotische Tiere gemalt oder solche, die zur Jagd gehörten. Bären, Hunde, Pferde, Wildschweine, Hasen, Hirsche und so weiter. Haustiere sind dagegen selten zu sehen.<br />
Vögel wurden häufig auf einer Astgabel sitzend dargestellt. Zuerst hielt man sich eng an Vorlagen wie Gemälde und Zeichnungen, während gegen Ende des Jahrhunderts nur noch die stilisierte Form von Schwänen und Tauben übrig blieb.</p>
<p>Zum Glück haben sich viele Sammler gefunden, die den antiken Fliesen aus Delft und anderen Teilen von Hollands ihre Sammelleidenschaft zuwandten. So blieben alle oben beschriebenen Fliesen erhalten, wenn auch nur in geringer Stückzahl.<br />
Auch auf der Insel Föhr besinnen sich immer mehr Eigentümer und versuchen, die ursprüngliche Einrichtung der Friesen- und Kapitänshäuser zu erhalten oder wiederherzustellen. So findet man heute in vielen Häusern Wände mit antiken Fliesen mit unterschiedlichsten Motiven, sowie Tableaus mit Großseglern. So auch im Haus meiner Freunde, wo ich die hier gezeigten Fotos der unterschiedlichen Fliesen aufnahm. Auch in der Ferienwohnung im Haus gibt es eine Fliesenwand.<img loading="lazy" decoding="async" src="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/fb452c1964354785bb5e6d4947a93c08" alt="" width="1" height="1" /> Sieh hierzu: <a href="http://www.rosenhaus-faltings.de/">Das Rosenhaus</a></p>
<p>Text und Fotos: © Xenia Marita Riebe</p>
<p>Lies auch:</p>
<p>Ein edler Tropfen aus dem hohen Norden &#8211; <a href="https://bild-art.de/ein-edler-tropfen-aus-dem-hohen-norden">Weinanbau auf Föhr</a></p>
<p>Bonbons aus eigener Herstellung &#8211; <a href="https://bild-art.de/foehrer-snupkroom-bonbons-aus-eigener-herstellung">Föhrer Snupkroom</a></p>
<p><a href="https://bild-art.de/insel-foehr-eine-schoenheit-des-hohen-nordens">Insel Föhr</a> &#8211; Eine Schönheit des hohen Nordens</p>
<p><a href="https://bild-art.de/faszination-norwegen">Faszination Norwegen</a>  &#8211; Ausstellung norwegischer Landschaftsmalerei im Museum Kunst der Westküste auf Föhr</p>
<p>Kürzlich habe ich auf Föhr aus meinem neuen Roman gelesen. <a href="https://bild-art.de/produkt/xenia-marita-riebe-alaska-highway-mile-895-roman">&#8222;Alaska Highway Mile 895&#8220; </a>spielt auch im Norden, allerdings im hohen Norden von Kanada.</p>
<p><a href="https://bild-art.de/produkt/xenia-marita-riebe-alaska-highway-mile-895-roman"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-3806" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/01/yukon_widget-188x300.jpg" alt="" width="188" height="300" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/01/yukon_widget-188x300.jpg 188w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/01/yukon_widget-100x160.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/01/yukon_widget-150x239.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/01/yukon_widget.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px" /></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bild-art.de/antike-fliesen-in-den-friesen-und-kapitaenshaeusern-auf-foehr">Antike Fliesen in den Friesen-und Kapitänshäusern auf Föhr</a> erschien zuerst auf <a href="https://bild-art.de">Blue Blog</a>.</p>
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