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	<title>Schull Archive - Blue Blog</title>
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		<title>Reisetagebuch –Südwest Irland– Goodbye Ireland – 1. Teil Sonnenaufgang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Xenia Marita Riebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Nov 2017 10:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisetagebuch Irland]]></category>
		<category><![CDATA[Irland]]></category>
		<category><![CDATA[Schull]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Mann Bernd und ich verbrachten eine Zeit im kleinen Fischerort Schull in Südwest Irland und erkundeten die Mizen Peninsula. Tag 20 &#8211; 22.11.2017 Wetter: bewölkt – Temperatur 14 Grad – auffrischender Wind 1. Teil Sonnenaufgang Jetzt ist es soweit. &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-2912 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_kreuz_s.jpg" alt="Sonnenaufgang Sailor&#96;s Hill, Schull, West Cork, Irland" width="400" height="225" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_kreuz_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_kreuz_s-300x169.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_kreuz_s-100x56.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_kreuz_s-150x84.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_kreuz_s-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p><strong>Mein Mann Bernd und ich verbrachten eine Zeit im kleinen Fischerort Schull in Südwest Irland und erkundeten die Mizen Peninsula.</strong></p>
<p>Tag 20 &#8211; 22.11.2017</p>
<p>Wetter: bewölkt – Temperatur 14 Grad – auffrischender Wind</p>
<p><strong>1. Teil Sonnenaufgang</strong></p>
<p>Jetzt ist es soweit. Der letzte Urlaubstag bricht an. Die Wettervorhersage hat für den Tag heftigen Dauerregen angekündigt. Das ist uns nicht recht, denn wir müssen mit unserem kleinen Mietwagen über die schmalen unübersichtlichen Straßen nach Cork zum Flughafen fahren. Aber auf solche Dinge nimmt die allgemeine Wetterlage natürlich keine Rücksicht. Eine Regenfront aus West zieht über Irland und die hat schon in der Nacht heftige Regenschauer gebracht. Ich schlage die Augen auf und luge durch den Spalt zwischen den Übergardinen aus dem Fenster. Natürlich erwarte ich einen grauen nebligen Morgen, doch was ich sehe, lässt mich sofort hellwach werden. Über der Bucht zeigt sich ein breiter Streifen Blau und darin schweben ein paar Wolkenschleier in Rosa. Ich schließe die Augen und öffne sie erneut. Der schöne Himmel ist noch da. Ein weiterer großartiger Sonnenaufgang, schießt es mir durch dem Kopf. Und das am „very last day“. Sofort springe ich aus dem Bett und ziehe mich an.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2913 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_rispe_02_s.jpg" alt="Sonnenaufgang, Schull, Irland" width="400" height="225" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_rispe_02_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_rispe_02_s-300x169.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_rispe_02_s-100x56.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_rispe_02_s-150x84.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_rispe_02_s-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Und schon laufe ich los. Draußen ist die Luft klar, feucht und mild. Da ich Angst habe, zu spät zu sein, laufe ich im Dauerlauf den Berg hinauf. Freilich geht mir schon bald die Puste aus und ich muss meinen Schritt verlangsamen. Es ist stürmisch und der Wind zerrt mir beinahe die Kappe vom Kopf. Deshalb ziehe ich sie lieber aus und stecke sie in meine Jackentasche. Unterwegs mache ich sicherheitshalber ein paar Fotos, denn ich weiß nicht, wie groß das Wolkenloch ist, durch das die aufgehende Sonne scheint. Die vertrocknete Blütenrispe einer südlichen Pflanze, die ich schon öfters als Motiv für ein Sonnenaufgangsfoto gewählt habe, schwankt wild im Wind und macht es mir heute schwer, sie zu fotografieren. Dann bin ich endlich oben auf dem Sailor`s Hill und sehe für diesen Irlandaufenthalt zum letzten Mal die Sonne aufgehen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2914 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_stein_s.jpg" alt="Sonnenaufgang Sailor&#96;s Hill, Schull, Irland" width="400" height="225" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_stein_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_stein_s-300x169.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_stein_s-100x56.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_stein_s-150x84.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_22_11_stein_s-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Es ist kein spektakulärer Sonnenaufgang. Die Lücke zwischen den Wolken ist recht klein, die Sonne schaut nur wenig daraus hervor, die Farben am Himmel sind im Bereich der Pastelltöne zu finden. Doch mir gefällt die Färbung der Wolken und die ganz besondere Stimmung, die hier oben herrscht. Die zarten Farben wollen nicht so recht zum heftigen Wind passen, der so an mir zerrt, dass ich Probleme habe, mein Smartphone zum Fotografieren ruhig zu halten. So mache ich leider viele unscharfe Bilder. Das liegt aber sicher auch daran, dass das Objektiv in dieser milchig zart blaugrauen Umgebung, in der sich das Meer kaum vom Himmel abhebt, Schwierigkeiten hat, sich scharf zu stellen. Leider dauert das Schauspiel nur wenige Minuten. Dann schließt sich die Wolkenlücke und hinterlässt die Welt in ihrem grauen Morgenkleid. Ich schaue mich noch einmal um, sauge den Blick in mich auf, denn ich bin nicht sicher, ob ich je wieder an diesen schönen Ort zurückkehren werde. Ich möchte alles in Erinnerung behalten. Long Island, mit seinem weißen Leuchtturm an der Spitze, dahinter in der Ferne Clear Island, die weite Bucht, in der jetzt wie jeden Morgen die Fischerboote hinaus auf den Atlantik fahren. Und Fastnet Rock, aber der ist heute nicht zu sehen. Zu dunstig ist die Luft und sie hat den Felsen mit seinem hohen Leuchtturm, der weit draußen im Meer liegt, einfach verschluckt. Wie schade.</p>
<p>Dann gehe ich zurück zum Cottage. Der Wind hat mich ordentlich durchgepustet und obwohl die Luft für November sehr mild ist, ist mir doch ein wenig kalt geworden. Ich freue mich auf das letzte Frühstück im mollig warmen Quarry Cottage.</p>
<p>Text und Fotos: © Xenia Marita Riebe<br />
Fotos: © Bernd Riebe</p>
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		<title>Reisetagebuch – Südwest Irland – Expedition zum Mount Gabriel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Xenia Marita Riebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Nov 2017 20:08:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisetagebuch Irland]]></category>
		<category><![CDATA[3200 bis 1500 v. Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[Aussicht]]></category>
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<p><strong>Mein Mann Bernd und ich verbrachten eine Zeit im kleinen Fischerort Schull in Südwest Irland und erkundeten die Mizen Peninsula.</strong></p>
<p>Tag 19 &#8211; 21.11.2017</p>
<p>Wetter: sonnig bis bewölkt – Temperatur 14 Grad – mäßiger Wind</p>
<p>Wieder ist das Wetter herrlich und wir wollen versuchen, den Mount Gabriel &#8211; auf gälisch <span lang="ga-IE">Cnoc Osta &#8211; </span>zu besteigen. Mount ist ein großes Wort für diesen Hügel und jeder Bayer würde darüber lachen, aber für Irland ist Mount Gabriel schon ein ansehnlicher Berg. Mit 407 Metern Höhe ist er die größte Anhöhe südlich und östlich von Bantry Bay, einer Meeresbucht der Mizen Peninsula.<br />
Der höchste Berg Irlands ist der 1039 Meter hohe Carrantuohill im County Kerry, der zu den Macgillycuddy’s Reeks gehört. Dann folgen vier 900er Berge, von denen der Cnoc na Peiste mit 988 Metern der höchste ist. Auch er ist Teil der Macgillycuddy’s Reeks im County Kerry. Die nächst höheren sind zwischen 851 und 826 Meter hoch. Daran sieht man, das Mount Gabriel für irische Verhältnisse nicht ganz so niedrig ist, vor allem, wenn man bedenkt, dass er an der Küste steht und sich direkt von Meeresspiegelniveau erhebt. Er steigt nördlich der Stadt Schull auf und von seinem Gipfel kann man südlich über Schull Harbour und hinüber nach Long Island schauen.Östlich und südöstlich befindet sich die Roaring Water Bay mit ihren vielen Inseln. Nördlich und westlich sind bei gutem Wetter die Berge der Beara Halbinsel und Sheep`s Head zu entdecken. Auch Fastnet Rock, der etwa 18 Kilometer südlich des Gabriels liegt, ist bei klarem Wetter auszumachen.<br />
Von unserem Cottage in Schull können wir den Gabriel, wie wir ihn nennen, normalerweise sehr gut sehen. Da er aber die erste Erhöhung jenseits des Atlantiks ist, hüllt er sich öfters in Wolken. Dann kann man die Radarstation mit ihren beiden weißen Kuppeln, an denen man den Gabriel sonst immer gut erkennen kann, nicht mehr sehen.<br />
Heute aber ist das Wetter klar und trocken. Deshalb ziehen wir unsere Wanderschuhe an und gehen los. Zuerst folgen wir einer Straße, die hier noch South Terrace heißt, und hinter der Kirche aus dem Ort bergan führt. Wir kommen an einer kleinen Schule vorbei, der National School, und wandern schon bald durch Weideland, auf dem vereinzelt Schafe grasen. Doch dann kommen doch noch einmal ein paar Häuser, deren Auffahrten von der schmalen Straße abgehen. Schließlich wird die Straße, die hier schon längst keinen Namen mehr hat, immer enger und schlechter. Hecken und Mauern begrenzen sie zu beiden Seiten und nehmen uns die Sicht. Wir kommen an eine Kreuzung und gehen nach links weiter, denn dort vermuten wir den Gabriel. Dann wird die Vegetation niedriger und die Landschaft verändert sich. Rechts und links der Straße werden Felsen sichtbar, die mit Moos und niedrigem Gras bewachsen sind. Vereinzelt wachsen hier Ginsterbüsche und Heidekraut, jetzt im November größtenteils ohne Blüten. Weiden gibt es hier nicht mehr. Zwischen den Felsen wächst zu wenig Gras, um Kühe oder Schafe zu ernähren. Dann führt die Straße durch einen tiefen Einschnitt und an ihren Rändern ragen die hohen kahlen Felsen auf. Wir befinden uns auf der Schulter des Mount Gabrials und die Straße führt von hier hinunter nach Durrus an der Dunmanus Bay.</p>
<p>Doch wir wollen ja den Gabriel besteigen und wenden uns deshalb von der Straße ab. Wir klettern über eine kleine Mauer aus Feldsteinen und beginnen, bergan zu steigen. Das ist allerdings nicht so leicht, wie es scheint, denn wir müssen uns unseren Weg durch Stechginster und Heidekraut bahnen. Zudem gibt es immer wieder moorige Stellen, an denen wir schnell knöcheltief im Wasser versinken. Das Vorankommen ist sehr mühsam und wir müssen noch 200 Höhenmeter bewältigen. Natürlich könnten wir die Fahrtstraße benutzen, die jenseits der Schulter von der Straße abbiegt und bis auf den Gipfel führt. Aber das wollen wir nicht. Wir haben uns vorgenommen, querfeldein hinaufzusteigen. Die Sicht hinunter zum Hafen von Schull ist jetzt bereits atemberaubend. Tiefblau liegt der Atlantik vor uns und am Himmel ziehen weiße Haufenwolken vorüber.<br />
Wir klettern weiter und erreichen schließlich ziemlich außer Atem den Gipfel des Gabriels. Jetzt genießen wir erst einmal die Aussicht. Sie ist einfach fantastisch und ganz anders, als die Aussichten im Hochgebirge. Hier sieht man natürlich keine anderen Berge, aber Wasser soweit das Auge reicht. Entzückt schauen wir hinunter auf Schull, das sich so gemütlich in die Bucht schmiegt, in der in der Ferne auch Fastnet Rock zu erkennen ist. Wenn wir uns umdrehen, können wir auf die Dunmanus Bay schauen und an deren Ende Sheep`s Head, die westliche Landspitze ausmachen. Auch die unmittelbare Umgebung des Gabriels ist es wert, betrachtet zu werden. Hier ist alles felsig, braun, karg und wild. Ich denke, dass es so ähnlich im wilden Kurdistan aussehen muss, was aber wahrscheinlich nur meiner Fantasie entspringt. Hier steht weit und breit kein Haus und erst dort, wo sich die Straße langsam den Hang hinunter windet – der Dunmanus Bay entgegen – wird wieder vereinzelt Weideland sichtbar. What a view!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2903" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/gabriel_kuppel_01_s.jpg" alt="Radarkuppel auf dem Mount Gabriel, Schull, Irland" width="400" height="274" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/gabriel_kuppel_01_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/gabriel_kuppel_01_s-300x206.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/gabriel_kuppel_01_s-100x69.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/gabriel_kuppel_01_s-150x103.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/gabriel_kuppel_01_s-200x137.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Nachdem wir lange und ausgiebig die Aussicht genossen haben, wenden wir uns den Radarkuppeln zu. Sie wurden in den späten 1970er Jahren hier errichtet und waren Teil der Entwicklung von Eurocontrol. Dies ist eine internationale Organisation zur zentralen Koordination der Luftverkehrskontrolle in Europa mit Sitz in Brüssel. Eurocontrol hat sich zum Ziel gesetzt, ein nahtloses europäisches Flugverkehrsmanagement-System zu entwickeln. Dies soll unter Beibehaltung eines hohen Sicherheitsniveaus, der Reduzierung der Kosten und der Schonung der Umwelt dem ständig wachsenden Flugverkehr Rechnung tragen. Irland trat der Organisation 1965 bei und Eurocontrol errichtete eine Kontrollzentrale in Shannon, die den oberen Luftraum von Irland überwachen sollte. Im Jahr 1976 erklärte Irland, dass es einer Inbetriebnahme derselben nicht zustimmen könne. Der Grund dafür war die Vermutung, dass es wegen der hohen Gehaltsunterschiede zwischen dem Personal der nationalen irischen Behörden und dem internationalen Personal einer EUROCONTROL-Kontrollzentrale zu schweren Sozialkonflikten kommen könne. Die irische Verwaltung übernahm die Kontrollzentrale Shannon von EUROCONTROL und betrieb sie mit eigenem Personal.<br />
Zu sehen ist auf dem Mount Gabriel ein grauer Flachbau mit anschließendem Rundbau, auf dem eine weiße runde Radarkuppel steht. Eine zweite Kuppel steht in einiger Entfernung auf einem turmähnlichen Rundbau. Die Radarstationen sind eingezäunt und unterschiedlichste Antennen ragen über die Zäune hinaus.<br />
Die Irish National Liberation Army, eine irische republikanische paramilitärische Gruppe, sprengete 1982 die Radarkuppeln. Sie behauptete fälschlicherweise, die Kuppeln würden von der NATO benutzt, wodurch die Irische Neutralität verletzt würde.<br />
Die Radaranlagen auf dem Mount Gabriel sind über eine öffentlich zugängliche Straße erreichbar.<br />
Nachdem wir alles besichtigt und auch die Aussicht reichlich genossen haben, machen wir uns auf die Suche nach Spuren der Kupferminen aus der Bronzezeit. Sie sollen an den südlichen und östlichen Hängen des Gabriels zu finden sein und aus einem Zeitraum von etwa 3200 bis 1500 v. Chr. Datieren. Es gibt am Mount Gabriel 25 Gruben und mehrere Schächte mit einer Länge von etwa neun Metern. In der Bronzezeit wurden die Gruben mit Steinwerkzeugen in den Fels geschlagen. Dabei wurde zuvor das Gestein mit Feuer erhitzt und dann mit Wasser rasch abgekühlt. Dadurch ließen sich die Steine bei der Bearbeitung leichter absplittern. In den Schächten und Abraumhalden wurden zahlreiche Steinschlägel und Stücke dieser Werkzeuge gefunden, die heute in der archäologischen Sammlung des National Museum of Ireland aufbewahrt werden. Die Abraumhalden bestehen vor allem aus dem zerkleinerten Gestein, aus dem die erzführenden Stücke ausgelesen wurden. Die Kupfererzvorkommen trugen wahrscheinlich zur verstärkten Besiedelung der Region um den Mount Gabriel und auf der Mizen Peninsula bei. Auch Derrycarhoon, das in der Nähe von Schull liegt, zählt zu den archäologischen Fundstellen dieser Gegend. Dort wurden unter einer mehr als 4 Meter dicken Torfschicht sechs bronzezeitliche Kupferminen gefunden, in denen sich zahlreiche Werkzeuge, darunter eine Holzleiter, erhalten haben.<br />
Wir finden zwei Stolleneingänge, von denen einer vergittert ist und der andere von Gesteinsbrocken halb verschüttet. Es ist spannend, einen Blick in die dunklen Gänge zu werfen, vor allem, wenn man sich klar macht, wieviel Zeit vergangen ist, seit hier Menschen auf die Suche nach Erzen gingen.<br />
Da die Dämmerung langsam heraufzieht, machen wir uns auf den Rückweg. Wir stolpern den felsigen Hang hinunter, bis wir schließlich wieder die schmale Straße erreichen. Zufrieden mit den interessanten Eindrücken, die wir auf dem Gabriel gesammelt haben, gehen wir schnellen Schrittes zurück nach Schull. Von jetzt ab werden wir den Mount Gabriel mit anderen Augen betrachten, wenn wir von unserem Cottage oder auf unseren Wanderungen sehen, wie er majestätisch das Dorf und die Bay überschaut.</p>
<p>Text und Fotos: © Xenia Marita Riebe</p>
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		<title>Reisetagebuch &#8211; Südwest Irland &#8211; Sonnenaufgang Sailor`s Hill</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Xenia Marita Riebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Nov 2017 16:07:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisetagebuch Irland]]></category>
		<category><![CDATA[Fastnet Rock]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Mann Bernd und ich verbrachten eine Zeit im kleinen Fischerort Schull in Südwest Irland und erkundeten die Mizen Peninsula. Tag 17 &#8211; 19.11.2017 Sonnenaufgänge am Sailor`s Hill &#8211; Schull &#8211; West Cork &#8211; Irland Während unseres Aufenthaltes im November &#8230;</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://bild-art.de/sonnenaufgaenge-am-sailors-hill-schull-west-cork-irland">Reisetagebuch &#8211; Südwest Irland &#8211; Sonnenaufgang Sailor`s Hill</a> erschien zuerst auf <a href="https://bild-art.de">Blue Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2749 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/aufgang_beitragsbild.jpg" alt="Sonnenaufgang, Sailors Hill, Schull, SW Irland" width="500" height="281" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/aufgang_beitragsbild.jpg 500w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/aufgang_beitragsbild-300x169.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/aufgang_beitragsbild-100x56.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/aufgang_beitragsbild-150x84.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/aufgang_beitragsbild-200x112.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/aufgang_beitragsbild-450x253.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p><strong>Mein Mann Bernd und ich verbrachten eine Zeit im kleinen Fischerort Schull in Südwest Irland und erkundeten die Mizen Peninsula.</strong></p>
<p>Tag 17 &#8211; 19.11.2017</p>
<p><strong>Sonnenaufgänge am Sailor`s Hill &#8211; Schull &#8211; West Cork &#8211; Irland</strong></p>
<p>Während unseres Aufenthaltes im November 2017 in Irland, erlebten wir einige atemberaubende Sonnenaufgänge. Dafür stiegen wir morgens in aller Frühe auf den Sailor`s Hill. Von dort hatten wir einen freien Blick zum Atlantik, jenseits einiger vorgelagerter kleinerer Inseln, die einen interessanten Vordergrund für unsere Fotografien bildeten und ihnen einen zusätzlichen Reiz verleihen. Die Anhöhe, auf der wir den Sonnenaufgang erlebten, hatte noch weitere Vorzüge. Zum einen eröffnete sich uns dort, 100 Meter über dem Meeresspiegel, ein weiter Horizont. Zum anderen boten ein Gedenkkreuz für alle auf See gebliebenen Seefahrer, ein Megalith und ein Beobachtungsturm Markierungspunkte, die zur Identifizierung unseres Standortes dienen. Sailor`s Hill liegt in der Nähe des kleinen Fischerortes Schull an der Südwestküste Irlands. Dort ist die Luft sauber und die Sicht klar.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2817 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_beitrag_02-1.jpg" alt="Sonnenaufgang Sailor&#96;s Hill, Schull, Irland" width="400" height="300" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_beitrag_02-1.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_beitrag_02-1-300x225.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_beitrag_02-1-100x75.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_beitrag_02-1-150x113.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_beitrag_02-1-200x150.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Unsere Aufnahmen entstanden im November, was den Vorteil der langen Dämmerungen bot. Die Wetterlage war günstig. Wir befanden uns in einer Hochdruckrandlage, wodurch sich vielfältige Wolkenbildungen ergaben. Auf den Fotos ist zu sehen, wie die Strahlen der aufsteigenden Sonne hintereinander die unterschiedlichsten Wolkenformen erreichten und diese in alle Abstufungen von Rot-und Gelbtönen färbte. Dabei war es schön zu beobachten, wie die hohe Bewölkung, bestehend aus Cirrus, Altocumulus und ein wenig Stratus, sich über den Himmel erstreckte. Bevor die Sonne über den Horizont lugte, war das Farbspektrum dagegen eher im Bereich der Blau- und Grautöne zu finden. Einige Zeit nach dem Sonnenaufgang, meist schon auf dem Abstieg vom Sailor`s Hill, kamen mit zunehmender Helligkeit Rosa, Weiß und strahlendes Hellblau zum Tragen.<br />
Aufregend für uns war, dass wir vorher nie wussten, welche Bedingungen sich uns boten. So stieg die Sonne an einem Morgen aus dichtem Nebel auf und bot uns einen zauberhaften Anblick. Dann wiederum ging sie hinter einer schmalen Wolkenbank auf oder verschwand kurz nach dem Aufgang hinter einer Wolkenschicht. So war keiner der von uns fotografierten Sonnenaufgänge dem nächsten ähnlich. Wir erlebten an fünf Tagen Sonnenaufgänge, die unterschiedlicher nicht sein könnten.</p>
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					Sonnenaufgang vom 15. November 2017 &#8211; Irland				</div>
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					Sonnenaufgang vom 16. November 2017 &#8211; Irland				</div>
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					Sonnenaufgang vom 17. November 2017 &#8211; Irland				</div>
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	<!-- Swipe Box-->
	
<p>Text: © Xenia Marita Riebe &#8211; Fotos: Bernd Riebe</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bild-art.de/sonnenaufgaenge-am-sailors-hill-schull-west-cork-irland">Reisetagebuch &#8211; Südwest Irland &#8211; Sonnenaufgang Sailor`s Hill</a> erschien zuerst auf <a href="https://bild-art.de">Blue Blog</a>.</p>
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		<title>Reisetagebuch – Südwest Irland – Rundgang durch Schull in West Cork</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Xenia Marita Riebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Nov 2017 18:08:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisetagebuch Irland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Mann Bernd und ich verbrachten eine Zeit im kleinen Fischerort Schull in Südwest Irland und erkundeten die Mizen Peninsula. Tag 15 &#8211; 17.11.2017 Wetter: sonnig bis bewölkt – Temperatur 12 Grad – leichter Wind Stadtrundgang durch Schull Heute Vormittag &#8230;</p>
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<p><strong>Mein Mann Bernd und ich verbrachten eine Zeit im kleinen Fischerort Schull in Südwest Irland und erkundeten die Mizen Peninsula.</strong></p>
<p>Tag 15 &#8211; 17.11.2017</p>
<p>Wetter: sonnig bis bewölkt – Temperatur 12 Grad – leichter Wind</p>
<p><strong>Stadtrundgang durch Schull</strong></p>
<p>Heute Vormittag gehen wir hinunter ins Town. Wir wollen in den kleinen Buchladen, damit Bernd sich mit Büchern in englischer Sprache eindecken kann. Als wir den Laden betreten, begrüßt uns der große Hund der Inhaberin. Er beschnuppert uns und legt sich danach mitten in den Durchgang zu den hinteren Räumen. Also schauen wir uns zuerst im vorderen Verkaufsraum um und Bernd wird auch schon bald fündig. Ich hingegen möchte in die Abteilung mit den Büchern, die von Irlands Geschichte, seiner Flora und Fauna handeln. Auch Biografien von berühmten und weniger bekannten Iren interessieren mich. Also schiebe ich sanft den Hund zur Seite und zwänge mich an ihm vorbei. Er hebt verschlafen seinen Kopf, schaut mich mit müden Augen fragend an und verfällt wieder in seinen Schlummer, als er merkt, dass ich nichts weiter von ihm will.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2689 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_mainstreet_02_s.jpg" alt="Main Street, Schull, West Cork" width="400" height="254" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_mainstreet_02_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_mainstreet_02_s-300x191.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_mainstreet_02_s-100x64.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_mainstreet_02_s-150x95.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_mainstreet_02_s-200x127.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Auch finde sofort ein Buch, das mich interessiert. Es hat den Titel „Ireland&#8217;s Wildlife“ und behandelt sämtliche auf der Insel lebenden Tiere. Es ist in Kategorien eingeteilt. Ein großer Bereich ist den irischen Vögeln gewidmet, die mich besonders interessieren. Aber auch Meerestiere, Insekten und Säugetiere werden genauestens beschrieben und sind jeweils durch ein Foto dargestellt. Wunderbar! Dann finde ich noch ein Buch über die Hungersnot von 1845-49, die mich ebenfalls sehr interessiert. Bernd hat inzwischen mehrere Bücher gefunden und wir bezahlen bei der schlanken Buchhändlerin mit den langen grauen Haaren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2711 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_hafen_s.jpg" alt="Hafen, Schull, West Cork, Irland" width="400" height="225" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_hafen_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_hafen_s-300x169.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_hafen_s-100x56.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_hafen_s-150x84.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_hafen_s-200x113.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Als wir wieder auf die Main Street treten, scheint uns die Sonne freundlich ins Gesicht und wir gehen hinunter zum Hafen. Hier schaukeln ein paar Boote beschaulich im ruhigen Wasser der Bucht. Abends, wenn die Fischerboote mit ihrem Fang in den Hafen kommen, ist hier mehr los. Dann werden die Boote entladen und die Fische zum Teil in LKWs verladen und fortgebracht. Ein anderer Teil des Fangs wird gleich hier im Hafen zum Verkauf angeboten. Auch Privatleute kommen mit ihren Autos in den Hafen und kaufen ihren fangfrischen Fisch direkt beim Fischer. Ein lustiges Treiben, dem ich immer wieder gerne zuschaue. Beinahe direkt am Kai mündet ein kleiner rühriger Fluss, der am Fuße des Mount Gabriel entspringt. Er plätschert vergnügt eine kurze Strecke durch den Ort, bevor er sich mutig in den Ozean stürzt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2696 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_pier_segelschule_s.jpg" alt="Segelschule, Schull, Irland" width="400" height="225" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_pier_segelschule_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_pier_segelschule_s-300x169.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_pier_segelschule_s-100x56.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_pier_segelschule_s-150x84.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_pier_segelschule_s-200x113.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>In Hafennähe befindet sich das „Fastnet Marine Outdoor Education Centre“. Hier kann man oft beobachten, wie Segelschüler in kleinen Jollen Segelunterricht bekommen. Sie kreuzen dann in Gruppen von 10 oder mehr Jollen in der Bucht umher und reagieren auf die Anweisungen des Segellehrers, der sie mit einem Schlauchboot mit Außenbordmotor begleitet. Die Kommandos sind weithin zu hören und es macht Freude, den Booten zuzuschauen.<br />
Schull ist auch Austragungsort der „Fastnet International Schools Regatta“. Fastnet Rock, mit seinem 54 Meter hohen Leuchtturm, liegt gleich vor Schulls Haustür, nämlich jenseits der Insel Long Island, die der Schull Harbor Bucht vorgelagert ist. Fastnet Rock ist der Wendepunkt für das Fastnet-Rennen für Hochseeyachten, das hier in ungeraden Jahren stattfindet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2693 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_ortseinfahrt_palmen_s.jpg" alt="Ortseinfahrt, Schull, West Cork, Irland" width="400" height="225" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_ortseinfahrt_palmen_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_ortseinfahrt_palmen_s-300x169.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_ortseinfahrt_palmen_s-100x56.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_ortseinfahrt_palmen_s-150x84.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_ortseinfahrt_palmen_s-200x113.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Am Fluss vorbei gehen wir durch eine Grünanlage mit Fitnessgeräten und Kinderspielplatz &#8211; alles natürlich mit Meerblick – und treffen bald wieder auf die Straße. Was wir jetzt sehen, faszinierte mich schon, als wir vor 20 Jahren eher zufällig nach Schull kamen und uns gleich in das Örtchen verliebten. Es ist die Reihe von Palmen, die mit ihren dichten Büscheln von Palmwedeln einen südlichen Flair verbreiten. Sie säumen die breite Einfahrtsstraße in den Ort, die freilich kurz darauf zu einer recht engen Ortsdurchfahrt wird. Gleich am Ortseingang, dem sogenannten East End, steht das Schull Habour Hotel, mit seiner schönen weißen Fassade. Ihm schließt sich Nickis Kitchen an, das kleine Restaurant, in dem wir oft zu Mittag essen. Es wird von vier freundlichen Frauen betrieben, die in der Küche, die nur mit einer Theke vom Gastraum abgetrennt ist, kochen und backen was das Zeug hält. Sie sind Köchinnen und Bedienung zu gleich, laufen in ihren Küchenschürzen zwischen den weißen Tischen herum und verbreiten eine heitere Atmosphäre.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2701 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_st_marys_s.jpg" alt="St. Mary&#96;s Church, Schull, West Cork, Irland" width="400" height="225" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_st_marys_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_st_marys_s-300x169.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_st_marys_s-100x56.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_st_marys_s-150x84.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_st_marys_s-200x113.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Heute gehen wir vorerst daran vorbei und schauen uns erst einmal die Kirche an. St Mary`s Church steht erhaben im geschäftigen Treiben der kleinen Stadt und hebt sich klar vom blauen Himmel ab. Wir treten ein und sind überrascht von der Schlichtheit der Kirche. Da sind wir von den katholischen Kirchen des Rheinlands – und natürlich auch anderen Orts – doch anderes gewohnt. Aber mir gefällt das bescheidene Innere dieser Kirche. Gleich nebenan befindet sich das Gemeindehaus, in dem wir kürzlich das Theaterstük „No Man`s Land“ von Harold Pinter erleben durften. Auf der anderen Straßenseite gibt es ein chinesisches Take Away und das „The New Haven“ Restaurant.<br />
Weiter führt uns unser Stadtrundgang vorbei an einem Laden, der sich „East meets West“ nennt, und wo allerlei Dinge aus Indien und Fernost verkauft werden. Jenseits befindet sich neben dem Geschäft des Maklers O`Keeffe der Bioladen des Orts, der klein, aber sehr gut sortiert ist. Hier kaufen wir erst einmal eine Packung Müsli. Vom Eingang des Bioladens schauen wir auf die gegenüberliegende Häuserfront – wir befinden uns auf der Main Street – und sehen dort „Hackett`s Bar“ mit seiner schönen roten Holzfassade, daneben das „Waterfront“ Restaurant, das zu Zeit geschlossen ist und den Pub „The Black Sheep“, in dem wir so manches Mal gefeiert haben, der aber leider ausgebrannt ist.<br />
Doch wir gehen erst einmal in die Pier Road hinunter, vorbei an O´Regens Bar“ und biegen ab in die South Terrace. Hier hat ein Freund von uns vor ein paar Jahren 17 Ferienhäuser gebaut und wir wollen mal schauen, was daraus geworden ist. Die Häuser sehen proper aus und scheinen alle bewohnt zu sein, was man an den Dekorationen der Fenster sehen kann. Tourismus ist in Schull ein gutes Geschäft.<br />
Da es nun bereits Mittag ist, gehen wir zurück zum Hafen und essen im Fisch Shop erst einmal Fish and Ships, sehr köstlich.<br />
Für unseren Heimweg wählen wir dieses mal nicht die Coastal Road Variante, die uns vorbei am Meeresstrand und am Friedhof führen würde. Wir wollen heute durch den Ort zurückgehen, auch, damit ich diesen hier weiter beschreiben kann. Also gehen wir zurück zur Main Street. Unser Weg führt jetzt bis zu unserem Cottage immer bergauf, gut, um das reichlich fette Mittagessen zu verdauen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2713 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_mainstreet_01_s.jpg" alt="Main Street, Schull, Irland" width="400" height="225" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_mainstreet_01_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_mainstreet_01_s-300x169.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_mainstreet_01_s-100x56.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_mainstreet_01_s-150x84.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_mainstreet_01_s-200x113.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Bald kommen wir am Centra Supermarkt vorbei, dessen Inhaber unser Freund ist und der auf der anderen Straßenseite auch noch einen Hardware Shop betreibt. Hier gibt es auch eine Pharmacy, eine Postfiliale, eine Metzgerei und den zweiten Charity Shops des Ortes. Auf der Main Street gibt es auch einen Blumenladen, dessen Verkäuferin leider keine Blumensträuße binden kann, mehrere Boutiquen, ein Sportgeschäft, einen Frisör, Newmanns Weinbar, einen Laden für Geschenke und Kinderspielzeug und einen Kopierladen. Das Angebot ist ganz schön weit gefächert, für einen kleinen Ort wie Schull mit gerade einmal 660 Einwohnern.<br />
An der Kreuzung Main Street und Ardmanagh Road steht das trotzige Bankgebäude der Allied Irish Banks, das schon seit Jahren leersteht. Heute kommt dreimal in der Woche ein Bus der Bank vorbei, der auf dem Parkplatz hinter dem Supermarkt steht. Hier machen die Leute ihre Bankgeschäfte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2684 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_bunratty_s.jpg" alt="Bunratty Inn , Schull, Irland" width="400" height="286" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_bunratty_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_bunratty_s-300x215.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_bunratty_s-100x72.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_bunratty_s-150x107.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_bunratty_s-200x143.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Gegenüber der Bank befindet sich die Leihbibliothek, die immer gut besucht ist. Wir werfen noch einen Blick auf unseren Lieblingspub, „The Bunratty Inn“, und biegen ab in die Colla Road. Vorbei führt unser Weg an der zweiten Kirche des Orts, der „Holy Trinity Church“ und wir kommen bald am Planetarium vorbei. Das Planetarium, das einzige in Irland, wurde gebaut, weil ein deutscher Industrieller, der inzwischen verstorbene Josef Menke, das Vorhaben großzügig finanziell unterstützte. Josef Menke und seine Familie waren häufige Feriengäste in Schull und verliebten sich, wie so viele andere, in den besonderen Charme des Örtchens. Menke bot der Stadt an, das Planetarium zu finanzieren, wenn diese das Gebäude dafür zur Verfügung stellt. Die Stadt entschied daraufhin, das Planetarium dem örtlichen College anzugliedern und so wurde das Projekt realisiert. Man baute einen acht Meter hohen Dom, in dem ein Carl Zeiss Sternhimmel-Projektor eine genaue Abbildung des Nachthimmels der nördlichen Hemisphäre zeigt. Die Schau dauert 45 Minuten und der Eintritt beträgt 6,-€. Ein Highlight jedes Besuchs in Schull.<br />
Das Schull Community College besuchen beinahe alle Kinder und Jugendlichen des Ortes. Es ist eine weiterführende Schule mit Ganztagsunterricht. Wie überall in Irland tragen die Jungen und Mädchen hier eine Schuluniform. Da sie oft aus entlegenen Gegenden rund um Schull kommen, herrscht hier morgens und abends viel Verkehr. Die Schüler werden größtenteils von ihren Eltern gebracht und auch wieder abgeholt. Die älteren Schüler fahren natürlich selbst zur Schule, so sieht man hier viele geparkte Autos mit dem roten Großbuchstaben L, für Learner, an der Windschutzscheibe.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2698 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_planetarium_s.jpg" alt="Planetarium, Schull, Irland" width="400" height="225" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_planetarium_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_planetarium_s-300x169.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_planetarium_s-100x56.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_planetarium_s-150x84.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/schull_planetarium_s-200x113.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Weiter geht es bergan und wir kommen am St. Gabriels Hospital vorbei. Das kleine Krankenhaus wurde 1942 erbaut und dient heute überwiegend als Senioren- und Pflegeheim. Kurz vor der Ruine der alten Kirche und vor dem örtlichen Friedhof, biegen wir ab in die Barrys Road und gehen durch denn Hohlweg bergan, gehen noch einmal nach links in eine schmale Straße ohne Namen und kommen schließlich zurück zum Cottage.<br />
Übrigens heißt Schull auf gälisch <span lang="ga-IE">Scoil Mhuire</span> oder An Scoil, was Mary&#8217;s School bedeutet. Es liegt an der Südwestküste Irlands im County West Cork und auf der Mizen Halbinsel. Die Stadt wird vom Mount Gabriel überschaut, der 407 Meter hoch ist. Sie wurde 1199 zum ersten Mal in einem Brief von Pabst Innocent III an den Bischof von Cork urkundlich erwähnt.<br />
Schull hatte einmal eine Bahnstation und war der westlichste Haltepunkt der Schull – Skibbereen – Railway, einer Schmalspurstrecke, die mit Dampfloks betrieben wurde. Die Strecke wurde 1886 eröffnet und 1947 geschlossen.</p>
<p>Text und Fotos: © Xenia Marita Riebe</p>
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		<title>Reisetagebuch – Südwest Irland – Pub Music</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Xenia Marita Riebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Nov 2017 12:09:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Mann Bernd und ich verbrachten eine Zeit im kleinen Fischerort Schull in Südwest Irland und erkundeten die Mizen Peninsula. Tag 11 &#8211; 13.11.2017 Wetter: bewölkt – Temperatur 12 Grad – mäßiger Wind Es ist Abend und ein weiterer schöner &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2573 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_intro.jpg" alt="Pub Music im Pub &quot;The Black Sheep&quot; in Schull, Irland" width="500" height="329" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_intro.jpg 500w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_intro-300x197.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_intro-100x66.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_intro-150x99.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_intro-200x132.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_intro-450x296.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p><strong>Mein Mann Bernd und ich verbrachten eine Zeit im kleinen Fischerort Schull in Südwest Irland und erkundeten die Mizen Peninsula.</strong></p>
<p>Tag 11 &#8211; 13.11.2017</p>
<p>Wetter: bewölkt – Temperatur 12 Grad – mäßiger Wind</p>
<p>Es ist Abend und ein weiterer schöner Urlaubstag ist beinahe zu Ende. Aber noch nicht ganz. Wir machen uns auf den Weg ins Town um dort in Hacketts Bar einen Abend mit Live Music zu verbringen. Da das Wetter gut ist, ein scharfer Sichelmond steht am Himmel, und da dieser nur wenig Licht gibt, können wir den wunderbaren Sternenhimmel beobachten. What a view! Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit sehen wir die Milchstraße in ihrer ganzen Pracht. Auch alle anderen bekannten Sternbilder sind herrlich deutlich zu sehen. Solche Sternenhimmel gibt es zu Hause nie. Zu viel Lichtverschmutzung durch Streulicht. Straßenlaternen, die Lichter aus den Fenstern der Häuser und der Hauseingänge, die Scheinwerfer der Autos, Lichtreklamen, all dies verdichtet sich zu einem Lichtbrei, der eine echte Dunkelheit bei Nacht verhindert<br />
Dessen bewusst, genießen wir unseren Fußweg hinunter nach Schull Main Street ganz besonders, wenn wir auch teilweise wirklich im Dunkeln tapsen und unseren Weg nicht erkennen können. Eine Taschenlampe wäre sehr hilfreich, aber die liegt zu Hause in der Garage.</p>
<p><strong>Pub Music in &#8222;Hackett`s Bar&#8220; in Schull</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2562 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/music_hacketts.jpg" alt="Pub Music Hackett's Bar, Schull, Irland" width="400" height="281" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/music_hacketts.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/music_hacketts-300x211.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/music_hacketts-100x70.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/music_hacketts-150x105.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/music_hacketts-200x141.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Aber wir kommen heil im Pub an. Die Band spielt schon, was im Umkreis von 500 Metern deutlich zu hören ist. Beim Eintreten schlägt uns der Dunst entgegen, den die Menschen darin verströmen. Der Pub ist voll und wir drücken uns in eine Ecke gleich neben der Theke und bestellen erst einmal zwei Bier. Die Gruppe spielt gerade den Song „Hey Joe“ von Jimi Hendrix und die Stimmung ist gut. Die Gäste singen mit oder hören aufmerksam zu.<br />
Die Band, Junction 55, besteht aus drei Männern. Der Leadgitarrist singt diesen Song. Er ist ein strange aussehender Mann um die Vierzig. Er ist groß und hager und hat ein längliches Gesicht mit einem leicht ergrauten kurzen Kinnbart und eingefallenen Wangen. Er ist mit Jeans und einem hellblauben Hemd bekleidet. Das Auffälligste an ihm aber ist eine braune Wollmütze, die er sich über ein Auge gezogen hat. Ich frage mich die ganze Zeit, ob da überhaupt ein Auge ist, oder ob er mit der Mütze eine leere Augenhöhle verdeckt. Ein gruseliger Gedanke. Doch wie auch immer, der Mann ist ein guter Musiker. Begleitet wird er von einem kleinen Mann, der offenbar bester Stimmung ist. Er sitzt, gekleidet in Jeans und T-Shirt, auf einem rechteckigen Kasten, der scheinbar ein elektronisches Schlagzeug ist. Jedenfalls spielt er darauf mit den Händen oder mit Besen und sein linker Fuß erzeugt über eine Fußmaschine den Rhythmus. Zusätzlich schlägt ein Stick gegen das Gerät. Es hört sich eigentlich recht gut an und verbraucht nur wenig Platz. Und dieser ist im Pub auch knapp bemessen. Für die Band wurde einer der zwei Tische entfernt und es gibt nur noch wenige Sitzplätze. Auf einer noch verbliebenen Bank sitzt der zweite Gitarrist. Auch er hat wie die beiden anderen ein Mikrofon vor sich und singt den nächsten Song. Er ist ein Mann mit ergrautem üppigem Haarschopf. Er trägt eine Cargohose und ein weißes Hemd, auf dem der schön bestickte Gurt seiner Gitarre gut zur Wirkung kommt. Zu meinem Erstaunen sitzt auf seinen Ohren schwere Kopfhörer.<br />
Diese nimmt er ab , als der Leadgitarrist ankündigt, dass er nun eine Reihe von eigenen Songs spielen wird. Das Publikum applaudiert erfreut und schon legt die Band los. Was wir jetzt hören &#8211; also die Eigenkompositionen &#8211; ist hervorragende Rockmusik mit einfühlsamen Texten und gut gespielten Gitarrensoli. Wir sind überrascht von der Qualität der Musik, die freilich nichts mit der Pubmusic früherer Zeiten zu tun hat.</p>
<p><strong>Pub Music in &#8222;The Black Sheep&#8220; in Schull</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2564 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_rover.jpg" alt="Pub Music im Pub &quot;The Black Sheep&quot; in Schull, Irland" width="400" height="260" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_rover.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_rover-300x195.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_rover-100x65.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_rover-150x98.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_rover-200x130.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Als wir vor Jahren noch regelmäßig in den Pub &#8222;The Black Sheep&#8220; gingen, wurde die Musik auch schon verstärkt, aber die Songs waren eine Mischung aus irischem Folk und bekannten Coversongs. Es wurde mitgesungen und auch getanzt. Bei den Folksongs kamen auch Mundharmonika und Akkordeon zum Einsatz. So spielten zwei unserer Freunde hier regelmäßig. Tom das Akkordeon und Chris die Gitarre. Die Einwohner von Schull liebten diese Veranstaltungen ebenso wie die zahlreichen Touristen, die hier im Sommer ihren Urlaub verbringen. An den Musikabenden war der Pub immer gut besucht und die Stimmung war großartig. Leider setzte ein Brand dieser Tradition ein jehes Ende. Der Pub &#8222;The Black Sheep&#8220; wartet immer noch auf seine Restaurierung und Widereröffnung.</p>
<p><strong>Pub Music im &#8222;Tin Pub&#8220; in Ahakista</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2571 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/chris_tin_pub_02s.jpg" alt="Chris Sayer, Pub Music im &quot;Tin Pub&quot; in Ahakista" width="400" height="318" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/chris_tin_pub_02s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/chris_tin_pub_02s-300x239.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/chris_tin_pub_02s-100x80.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/chris_tin_pub_02s-150x119.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/chris_tin_pub_02s-200x159.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Chris Sayer war der beste Sänger, den ich in einem Pub je erlebt habe. Er gab auch Solovorstellungen, zum Beispiel in einem abgelegenen Pub, dem &#8222;Tin Pub&#8220; in Ahakista auf Sheep`s Head. Obwohl dieser Pub im wahrsten Sinn des Wortes am Ende der Welt liegt, war er bei seinen Auftritten immer brechend voll. Die Besucher nahmen es auf sich, stundenlang über schmale schlechte Straßen zu fahren, um Chris zu sehen und zu hören. Er spielte an diesen Abenden eigene Kompositionen wie den Song &#8222;Tickly Me&#8220;, veränderte Varianten von bekannten Songs und auch Evergreens. Das Publikum bat immer wieder um Zugaben, die Chris auch gerne gewährte. Leider verstarb Chris Sayer viel zu früh und wir alle vermissen ihn sehr!</p>
<p><strong>Traditional Pub Music</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2566 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_traditional.jpg" alt="Pub Music im Pub &quot;The Black Sheep&quot; in Schull, Irland" width="400" height="248" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_traditional.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_traditional-300x186.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_traditional-100x62.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_traditional-150x93.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_traditional-200x124.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Zum Anfang unserer Irlandzeit war Pubmusik noch etwas völlig anderes. Wann immer wir in einem Pub ein Bier tranken, kamen unauffällig Musiker herein und begannen zu spielen. Oft erschien zu erst ein Akkordeonspieler und begann. Kurze Zeit darauf kam dann ein Geiger in den Pub und spielte mit. Dann kamen Musiker mit anderen Instrumenten, wie mit einer Tin Whistle – irische Flöte – oder einer mit einer Bodhran &#8211; traditionelle irische Trommel – und stimmten in die Musik ein. So erlebten wir manchen Abend mit hervorragender unverstärkter Folkmusik.</p>
<p><strong>Tanz in den Music Pubs</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2574" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_xenia-300x236.jpg" alt="Tanz und Pub Music im Pub &quot;The Black Sheep&quot; in Schull, Irland" width="400" height="315" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_xenia-300x236.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_xenia-100x79.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_xenia-150x118.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_xenia-200x157.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_music_xenia.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Es mag erstaunen, aber in den meist recht kleinen und engen Pubs wird auch getanzt. So waren wir einmal bei einem Pubmusikabend, an dem ein junger Mann mit sämtlichen Frauen und Mädchen tanzte. Er war ein solch guter Tänzer, dass es eine Freude war, ihm zuzusehen. Er ging aus sich raus, und sein Tanz war eher eine Performance, als nur ein einfaches Tanzen. Seine Lieblingspartnerin war eine mollige junge Frau aus Litauen, die sicher noch lange an diesen Abend gedacht hat. Auch ich tanzte manchmal in den Pubs, wie das Foto oben beweist.</p>
<p><strong>Klassische Instrumente des Irisch Folk</strong></p>
<p><strong>Die Bodhrán</strong><br />
Die Bodhrán ist eine irische Rahmentrommel mit 20cm bis 50cm Durchmesser. Sie wird normalerweise mit Ziegenfell bespannt und kann mit einem Kreuz verstärkt werden. Durch die Spannung des Fells können gute Bodhráns auf genau definierte Grundtöne gestimmt werden.<br />
Die Bodhrán wird normalerweise im Sitzen gespielt, wobei der Spieler die Innenseite des Fells mit einer Hand berührt, um so durch Druck die Tonhöhe zu variieren oder einen Dämpfungseffekt zu erzielen. Mit der anderen Hand spielt er auf der Trommel mit einem Holzschlägel, der tipper, beater oder stick genannt wird. Man unterscheidet dabei zwischen downstroke und upstroke, also zwischen „Abschlag“und „Aufschlag“. Der Schlägel wird beim Spiel mit einer rotierenden Bewegung über das Fell geführt. Da das Instrument von jedem Spieler individuell benutzt wird, variiert das Klangergebnis recht stark.<br />
<strong>Die Tin Whistle</strong><br />
Die irische Flöte wird auch Penny Whistle oder Pocket Whistle genannt. Sie ist eine einfache Schnabelflöte mit sechs Fingerlöchern. Sie wird vor allem in der irischen Folk Musik eingesetzt. Die Tin Whistle hat einen hohen hellen Klang und die höchsten Töne können sogar manchmal recht schrill klingen. Man spielt die Tin Whistle mit den mittleren Fingern beider Hände, wobei die linke Hand die oberen Löcher abdeckt und die rechte die unteren. Der Standardtonumfang einer Tin Whistle beträgt zwei Oktaven. Je nach Instrument und Können sind aber auch bis zu zweieinhalb und mehr Oktaven möglich.<br />
Beim irischen Whistlespiel gibt es eine Besonderheit. Die Töne werden hier nur selten mit der Zunge angestoßen und der Spieler benutzt stattdessen verschiedene Ornamente, um gleiche Töne voneinander zu trennen. Die wichtigsten Ornamente sind der <i>Cut</i> und der Strike, wobei höhere oder tiefere Grifflöcher sehr kurz geöffnet werden.<br />
<strong>Die Mundharmonika<br />
</strong>Das kleine einfache Instrument spielt in der Volksmusik und im Blues eine große Rolle. Auch im Irish Folk darf es nicht fehlen.<br />
Die Mundharmonika ist ein Instrument mit Durchschlagzungen aus Metall in parallel angeordneten Luftkanälen. Diese werden mit dem Mund direkt angeblasen. Beim Spiel auf der Mundharmonika gibt es drei unterschiedliche Techniken, die Spitzmund-Technik, das Spielen mit der abgedeckten Zunge und die Zungenschlag-Spieltechnik. Bei der Spitzmund-Technik wird die Atemluft nur durch einen einzigen Tonkanal gepresst und so ein Einzelton erzeugt. Dies ist die geläufigste Spieltechnik.<br />
Beim Spielen mit der abgedeckten Zunge dagegen, legt der Spieler die Zunge so auf das Mundstück, das immer mehrere Tonkanäle ständig abgedeckt sind. So bleibt in seinem rechten Mundwinkel eine Kanzelle zur Erzeugung des Melodietones offen. Fortgeschrittene Spieler können auf diese Weise gute Effekte erzeugen.<br />
Die Zungenschlag-Spieltechnik ist im wesentlichen eine Variante des Spielens mit abgedeckter Zunge, wobei die Zunge hier im Takt angehoben und wieder gesenkt wird. Dieser Vorgang wird bis zum Schluss des Musikstücks ständig wiederholt. Die Dauer der Tonkanalöffnung variiert hier je nach Taktform. Die Zungenschlagtechnik ermöglicht es dem Spieler gleichzeitig Melodie und Begleitung zu spielen.<br />
Heute wird bei der Pub Music meist auf Gitarren gespielt und der Rhythmus elektronisch erzeugt und eingespielt. Doch mag sich die Pubmusik auch gewandelt haben, so bleibt es doch eine schöne irische Tradition, in den Pubs zu musizieren. Und man merkt es den Musikern auch heute noch an, dass sie vor allem für sich spielen. Sie sind allesamt Vollblutmusiker, die sich ihrer Musik ganz und gar verschrieben haben und die sich keinen Deut um Publicity kümmern. Hoffentlich bleibt diese Tradition, die leider schon zurückgegangen ist, noch lange erhalten.</p>
<p>Text und Fotos: © Xenia Marita Riebe</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Reisetagebuch – Südwest Irland- 1.Teil &#8211; Sonnenaufgang</title>
		<link>https://bild-art.de/irisches-tagebuch-8-11-2017</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Xenia Marita Riebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Nov 2017 10:53:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisetagebuch Irland]]></category>
		<category><![CDATA[County Cork]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Mann Bernd und ich verbrachten eine Zeit im kleinen Fischerort Schull in Südwest Irland und erkundeten die Mizen Peninsula. Tag 6 &#8211; 8.11.2017 Wetter: klarer Himmel mit vereinzelten Wolken – Temperatur 7 Grad –kaum Wind 1. Teil  &#8211; Sonnenaufgang &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2284 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_08_tagebuch.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_08_tagebuch.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_08_tagebuch-300x169.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_08_tagebuch-100x56.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_08_tagebuch-150x84.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_08_tagebuch-200x113.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p><strong>Mein Mann Bernd und ich verbrachten eine Zeit im kleinen Fischerort Schull in Südwest Irland und erkundeten die Mizen Peninsula.</strong></p>
<p>Tag 6 &#8211; 8.11.2017</p>
<p>Wetter: klarer Himmel mit vereinzelten Wolken – Temperatur 7 Grad –kaum Wind</p>
<p><strong>1. Teil  &#8211; Sonnenaufgang</strong></p>
<p>Ich schlage die Augen auf und schaue direkt in einen wundervollen Himmel. Blassblau, mit zarten Wölkchen, die wie rosa erleuchtete Wattebäusche sacht dahinsegeln. Als Untermalung der blaugraue Ozean. Welch ein Anblick. Um euch das nicht vorzuenthalten, springe ich aus den Federn und laufe noch im Schlafanzug vor das Haus, um ein Foto zu machen. Dann will ich mich wieder hinlegen, aber in einer plötzlichen Eingebung ziehe ich mich schnell an. Ich rufe zu Bernd hinüber, dass ich zum Sailor`s Hill laufe, um den Sonnenaufgang zu erleben. Und schon bin ich weg!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2283 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_tagebuch.jpg" alt="" width="400" height="282" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_tagebuch.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_tagebuch-300x212.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_tagebuch-100x71.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_tagebuch-150x106.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/sonnenaufgang_tagebuch-200x141.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Ich renne den Berg hinauf, so schnell es meine Kondition zulässt, und mache zwischendurch immer wieder Aufnahmen. Zu schön ist, was ich sehe, zu schön um es nur in der Hast zu erleben. Aber ich weiß, dass die Sonne sehr schnell aufgeht und ich möchte gerne oben auf dem Hügel stehen, bevor die Pracht ein Ende hat. Also laufe ich weiter. Die Luft ist frisch aber recht kalt. Kein Laut ist zu hören. Ich könnte glauben, taub zu sein. Nein, das stimmt nicht ganz! Ich höre meinen keuchenden Atem und auch meine Schritte, die immer wieder kleine Schottersteinchen ins Rollen bringen.<br />
Dann bin ich endlich oben. Jetzt eröffnet sich mir ein fantastischer Blick über den Atlantik. Die Kulisse ist grandios, dank Dario, der hier Steine aufgestellt hat und ein Kreuz zum Gedenken an alle auf See gebliebenen Seefahrer errichtet hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2287 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/xenia_sonnenaufgang_02.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/xenia_sonnenaufgang_02.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/xenia_sonnenaufgang_02-300x225.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/xenia_sonnenaufgang_02-100x75.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/xenia_sonnenaufgang_02-150x113.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/xenia_sonnenaufgang_02-200x150.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Ich schaue und fotografiere. Bin hin und hergerissen zwischen eigenem Erleben und dem Wunsch, alles festzuhalten. Ich spüre die Erhabenheit des Augenblicks, das Glück, dies erleben zu dürfen.<br />
Die Sonne steigt langsam höher und taucht den Himmel in ein dunkelgelbes Licht. Eine schmale Wolkenbank liegt zwischen ihr und dem Zenit. Sie taucht hinein und die Farben der Wolken werden wieder intensiver. Kurze Zeit später taucht ein Halbrund der Sonne wieder aus der Wolke auf.<br />
Bernd ist inzwischen auch auf den Hill gekommen und ich fotografiere ihn in der Nähe des Kreuzes. Die Sonne steigt nun rasch höher und der Zauber vergeht mehr und mehr.<br />
Wir verlassen den Hügel und gehen zum Haus zurück. Unser Frühstück wartet. Ein großartiges Erlebnis liegt hinter uns.</p>
<p>Text und Fotos: © Xenia Marita Riebe</p>
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					Sonnenaufgang am Sailor`s Hill				</div>
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