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	<title>Lake Laberge Archive - Blue Blog</title>
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	<title>Lake Laberge Archive - Blue Blog</title>
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		<title>Zwei Frauen allein in der Wildnis &#8211; 2. Teil</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Xenia Marita Riebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Feb 2018 09:37:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Als Yasmin und Elke die Cabin in der Wildnis betraten, kam im Nu die Erinnerung zurück. Da waren sie noch, die zwei Etagenbetten mit der Trennwand dazwischen. (Auf den oberen Betten hatten ihre Söhne Timo und Christopher geschlafen, jeder &#8230;</p>
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<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-4698 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_betten_top.jpg" alt="Cabin Lake Laberge" width="500" height="375" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_betten_top.jpg 500w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_betten_top-300x225.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_betten_top-100x75.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_betten_top-150x113.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_betten_top-200x150.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_betten_top-450x338.jpg 450w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Als Yasmin und Elke die Cabin in der Wildnis betraten, kam im Nu die Erinnerung zurück. Da waren sie noch, die zwei Etagenbetten mit der Trennwand dazwischen. (Auf den oberen Betten hatten ihre Söhne Timo und Christopher geschlafen, jeder über seiner Mutter.) Die kleine Waschecke war noch da, mit ihren zwei einfachen Regalen, eines für die Waschschüssel, das zweite für die Seife. Und auch der gusseiserne Ofen war noch der alte. Ned hatte ihn bereits befeuert und er verbreitete die typische Wärme des brennenden Holzes in der Hütte.<br />
Dicke Holzscheite waren auf der kleinen Veranda aufgestapelt und das Toilettenhäuschen stand in einiger Entfernung. Welch eine Freude war es, dies alles wiederzusehen!</p>
<figure id="attachment_4692" aria-describedby="caption-attachment-4692" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-4692 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/timo_christopher_s.jpg" alt="Lake Laberge" width="450" height="338" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/timo_christopher_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/timo_christopher_s-300x225.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/timo_christopher_s-100x75.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/timo_christopher_s-150x113.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/timo_christopher_s-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4692" class="wp-caption-text">Timo und Christopher essen am Lagerfeuer, 2008/2009</figcaption></figure>
<p>Sie stellten ihre Taschen ab und folgten dann Neds Einladung in die Cabin der Familie, die in einiger Entfernung stand. Dort begrüßten sie erst einmal die anderen Familienmitglieder und wurden von Mar zu Kaffee und heißer Schokolade eingeladen. Sie saßen gemütlich in der warmen Blockhütte und genossen den Blick auf den Dog Yard.Dort leben die 50 Huskies der Cathers in ihren Hundehütten aus Holz, die mit Stroh ausgelegt sind.<br />
Elke und Yasmin lieben Hunde. Vor allem Huskies mit ihren schönen tiefblauen Augen haben es den Frauen angetan. Sie finden, dass diese eine ganz besondere Ausstrahlung besitzen und einen Blick, der tausend Bände spricht. Sie konnten sich nicht satt sehen an den schönen Tieren, die in der arktischen Kälte so selbstverständlich draußen leben. Welch ein Kontrast zu den Haushunden in Deutschland!<br />
Schon am ersten Nachmittag machten sie mit Ned eine Fahrt mit den Schlittenhunden über den See. Was sie nun erlebten, war so wundervoll, dass es kaum zu beschreiben ist. Man stelle sich die endlose Weite des Lake Laberge vor, der zugefroren mit seiner makellosen Schneedecke vor einem liegt. Die einzige menschliche Spur ist der Trail, dem die Hunde folgen. Es ist sehr still auf dem See. Nicht das kleinste Geräusch ist wahrnehmbar. Wäre da nicht das Knirrschen der Kufen im Schnee und das Atmen der Hunde, so könnte man glauben, taub geworden zu sein. Dann machen sie eine Pause und es gibt heißen Kaffee. Was will der Musher mehr?</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-4685 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/lagerfeuer_kaffee_s.jpg" alt="Am Lagerfeuer, Lake Laberge" width="450" height="340" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/lagerfeuer_kaffee_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/lagerfeuer_kaffee_s-300x227.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/lagerfeuer_kaffee_s-100x76.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/lagerfeuer_kaffee_s-150x113.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/lagerfeuer_kaffee_s-200x151.jpg 200w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p>Die drei Schlitten ziehen hintereinander her. Es sieht sehr leicht und mühelos aus, wie die Hunde so dahinlaufen. Doch dieser Eindruck trügt. Der Musher muss wissen, wie er die Hunde lenkt. Das geschieht mit Hilfe von Kommandos, mit Gewichtsverlagerung und mit dem geübten Einsatz der verschiedenen Bremsen. Beim Fahren von engen Kurven benutzt der Musher einen Fuß als Ausleger, um den Schlitten z.B. um einen Baum, der im Weg steht, herum zu lenken. All dies will gelernt und geübt werden.<br />
Doch Yasmin und Elke machten ihre Sache gut. Als sie am Abend zurück zur Cabin kamen, lernten sie noch, wie die Hunde gefüttert werden müssen. Dann schirrten sie diese aus und brachten jeden einzelnen zurück zu seiner Hütte. Anschließend gab es ein gemeinsames Abendessen in der Cabin der Cathers. Mar hatte viel und üppig gekocht. Die Lasagne schmeckte großartig. Nach dem Essen planten die beiden Frauen zusammen mit Ned und Jennine Cathers einen Ausflug mit den Schlitten für den nächsten Tag. Sie wollten den ganzen Tag unterwegs sein. Die Route wurde festgelegt und es wurde besprochen, welche Lebensmittel eingepackt werden sollten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-4695 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/dog_yard_s.jpg" alt="Dog Yard, Lake Laberge" width="450" height="338" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/dog_yard_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/dog_yard_s-300x225.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/dog_yard_s-100x75.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/dog_yard_s-150x113.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/dog_yard_s-200x150.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p>In der Nacht hörten sie dann das Konzert der Hunde. Wie auf ein geheimes Kommando fing ein Husky nach dem anderen zu heulen an. Schließlich waren alle eingefallen und ein lauter wundersamer Gesang hallte über den einsamen See. Doch dann, so unverhofft wie sie angefangen hatten, hörten alle Hunde auf einmal wieder auf. Eine Stille trat ein, die jetzt noch tiefer und eindrucksvoller war als zuvor. Was mag die Hunde nur zu ihrem nächtlichen Gesang treiben? Haben sie in der Ferne das Heulen ihrer wilden Artgenossen, den Wölfen, gehört? Oder handeln sie nach einem uralten Instinkt?<span style="font-family: Calibri, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><span lang="zxx"> </span></span></span></p>
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<p>Inzwischen hatten Elke und Yasmin sich in ihrer Cabin eingerichtet. Sie hatten ihre Sachen ausgepackt und auch schon Wasser geholt. Da es in der Cabin kein fließendes Wasser und auch keinen Strom gibt, mussten sie mit Eimern zu einem nahegelegenen Creek (Bach) gehen. Dort halten die Cathers immer ein Loch im Eis offen &#8211; ja, im Yukon wird es so kalt, dass selbst fließende Gewässer zufrieren &#8211; aus dem sie frisches Wasser schöpfen können. Dieses wird für alles benutzt, zum Kochen, Waschen und Putzen. Es ist das einzige Wasser, das der Familie und ihren Gästen im Winter zur Verfügung steht. Aber es ist herrlich klares und sauberes Wasser, das nach Wildnis und Abenteuer schmeckt. Auf der Haut hinterlässt es ein angenehmes Gefühl, ein Kribbeln, das vielleicht von seinem Sauerstoffreichtum kommt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-4699 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_01_s.jpg" alt="Log Cabin, Lake Laberge" width="450" height="338" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_01_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_01_s-300x225.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_01_s-100x75.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_01_s-150x113.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_01_s-200x150.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p>Für die Morgentoilette mussten die beiden Frauen es natürlich ein wenig anwärmen, denn obwohl es über Nacht in der geheizten Cabin gestanden hatte, war es immer noch eiskalt. Dazu muss man wissen, dass, obwohl es in der Cabin einigermaßen warm ist, alles, was in den Ecken steht oder liegt, kalt bleibt. Man sagt Blockhütten nach, dass sie gut gegen Kälte isolieren, da sie aus ganzen Stämmen gebaut sind. Aber es kommt eben doch auf den Grad der Kälte an. Also wurden ein paar Holzscheite in den Ofen geschoben und das Wasser aus dem Eimer in den großen Kessel geschüttet. Nach einer Weile war es warm genug, um sich damit zu waschen.<br />
Dann ging es zum Frühstück hinüber zu den Cathers. Jennine war schon länger auf und hatte ein schönes Frühstück bereitet. Es gab Rühreier und Speck und selbstgebackenes Stockbrot, das herrlich duftete. Der Kaffee kochte auf dem Ofen vor sich hin und verbreitete seinen aromatischen Duft. Die Atmosphäre war gelassen und heiter.<br />
Nach dem Frühstück wurde noch einmal kurz über die anstehende Tour und über das Wetter gesprochen und dann gab es den ersten Unterricht. Auch wenn unsere Heldinnen nicht mehr ganz unbeleckt waren, so mussten sie doch ihre Kenntnisse ein wenig auffrischen. Ned zeigte ihnen, wie man ein Geschirr für einen Schlittenhund zurechtlegt und es ihm dann überstreift. Das An-und Ausziehen der Geschirre will geübt sein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-4703 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/yasmin_einschirren_02_s.jpg" alt="Dog Yard, Lake Laberge, Yukon" width="450" height="352" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/yasmin_einschirren_02_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/yasmin_einschirren_02_s-300x235.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/yasmin_einschirren_02_s-100x78.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/yasmin_einschirren_02_s-150x117.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/yasmin_einschirren_02_s-200x156.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p>Und so geht es: Den Hund mit einer Hand am Halsband festhalten und das Geschirr am gepolsterten Brustteil in die andere Hand nehmen. Das um 180° verdrehte Geschirr dem Hund über den Kopf ziehen. Immer noch mit der Hand am gepolsterten Brustteil das Geschirr in die endgültige Position drehen. Dann die Pfoten des Hundes einfädeln. Dafür legt man den Daumen an das Fußgelenk des Hundes und krümmt es mit der Hand. Anschließend mit dem Daumen das Geschirr nach unten ziehen und den Hundefuß mühelos einfädeln. Da man den Hund immer noch am Halsband hält, ist es sinnvoll, den Ring des Halsbandes sofort in den Karabiner der Neckline einzuklinken. Dann muss das Zuggeschirr nur noch mit seiner Schlaufe in die Tugleine eingehängt werden. Fertig! Klingt doch einfach, oder? 🙂 🙂 🙂<br />
Elke und Yasmin lernten schnell und bald klappte alles reibungslos.<br />
Und so starteten die beiden Freundinnen und Ned und Jennine Cathers zu einer langen Fahrt in die Wildnis. Sie hatten besprochen, über einen Bush Trail zu fahren, der sie durch hügeliges Gelände führen sollte. Es ging über zugefrorenen Bäche und durch endlose Wälder. Unterwegs entzündete Ned ein Lagerfeuer und ein Mahl der besonderen Art wurde bereitet. Dazu öffneten die vier Musher Konservendosen. Es gab Bohnen und Ravioli. Ned bereitete Äste vor, in die er Schlitze schnitt. In diese wurden die geöffneten Deckel der Konservendosen gesteckt. So konnten sie über das Feuer gehalten werden, um das Essen zu erwärmen. Wie köstlich ein so einfaches Essen in der Einsamkeit der Natur schmeckt, kann man sicher nur erahnen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-4707 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/essen_lagerfeuer_s.jpg" alt="Essen am Lagerfeuer, Lake Laberge, Yukon" width="450" height="338" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/essen_lagerfeuer_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/essen_lagerfeuer_s-300x225.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/essen_lagerfeuer_s-100x75.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/essen_lagerfeuer_s-150x113.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/essen_lagerfeuer_s-200x150.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p>Unterwegs sahen unsere Musher auch Spuren von Grizzlies. Das waren meist ältere Kratzspuren an den Bäumen, durch die der Trail führte. Der Tag verging schnell und schon machten sich die Musher auf den Rückweg. Im Dog Yard wurden zuerst die Hunde gefüttert, ausgeschirrt und in ihre Hütten gebracht. Erst dann waren, wie es üblich ist, die Musher an der Reihe. Und wieder gab es ein köstliches Abendessen in der Cabin der Cathers. Nach dem Essen wurde lebhaft erzählt und über den Ausflug gesprochen.<br />
Yasmin beschreibt die Fahrt mit dem Hundeschlitten wie folgt: Es ist ein Aufgehen im Rhythmus der Hunde, ein völliges Eintauchen in die Gegebenheiten der natürlichen Umwelt, ein Staunen über die Schönheit und Einzigartigkeit der nordischen Landschaft, ein Lauschen auf den Atem der Hunde und ein großes, tiefes Glück.<br />
Doch schon bald wurden die beiden Freundinnen müde und zogen sich in ihre Cabin zurück. Sie lasen noch ein wenig im Licht ihrer Stirnlampen und schliefen dann einem weiteren aufregenden Tag entgegen.</p>
<p>Text: © Xenia Marita Riebe<br />
Fotos: © Yasmin Maschouf-Hofmann, Elke Fischer</p>
<p>Lies hier den<a href="https://bild-art.de/zwei-frauen-allein-in-der-wildnis-1-teil"> 1. Teil</a> der Geschichte.</p>
<p><a href="https://bild-art.de/mit-dem-bush-flieger-nach-eagle-yasmin-und-elke-berichten">Mit dem Bush-Flieger nach Eagle</a></p>
<p><a href="https://bild-art.de/yukon-quest-2018-zwei-deutsche-frauen-allein-in-eagle-1-teil">Zwei deutsche Frauen allein in Eagle</a></p>
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		<title>Zwei Frauen allein in der Wildnis &#8211; 1. Teil</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Xenia Marita Riebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Feb 2018 14:45:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>A Dream of the Wilderness Yasmin und Elke hatten einen Traum und dieser Traum war schon sehr alt, vielleicht schon älter als sie selbst. Die beiden Frauen zog es nach Kanada in die Wildnis. Nun versteht darunter jeder etwas anderes. &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_4646" aria-describedby="caption-attachment-4646" style="width: 500px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4646 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/zwei_frauen_top.jpg" alt=" Lake Laberge im Yukon Territorium" width="500" height="375" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/zwei_frauen_top.jpg 500w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/zwei_frauen_top-300x225.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/zwei_frauen_top-100x75.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/zwei_frauen_top-150x113.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/zwei_frauen_top-200x150.jpg 200w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/zwei_frauen_top-450x338.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption id="caption-attachment-4646" class="wp-caption-text">Elke und Yasmin auf dem Lake Laberge im Yukon Territorium</figcaption></figure>
<p><strong>A Dream of the Wilderness</strong></p>
<p>Yasmin und Elke hatten einen Traum und dieser Traum war schon sehr alt, vielleicht schon älter als sie selbst. Die beiden Frauen zog es nach Kanada in die Wildnis. Nun versteht darunter jeder etwas anderes. Zum Beispiel das Befahren eines Wildnisflusses oder das Durchstreifen der endlosen Wälder des hohen Nordens. Elke und Yasmin träumten aber davon, eine Zeit im Winter in einer Hütte zu verbringen. Sie wollten erleben, wie es sich anfühlt, ganz eins mit der Natur zu sein und sie wollten den Geschichten von Jack London nachspüren, der den Spirit of the North so einfühlsam beschrieben hat.</p>
<figure id="attachment_4633" aria-describedby="caption-attachment-4633" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4633 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_elke_s.jpg" alt=" Cabin am Lake Laberge" width="450" height="338" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_elke_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_elke_s-300x225.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_elke_s-100x75.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_elke_s-150x113.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/cabin_elke_s-200x150.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4633" class="wp-caption-text">Elke vor der Cabin am Lake Laberge</figcaption></figure>
<p>Vor etwa neun Jahren war es dann soweit, sie reisten mit ihren Söhnen Timo und Christopher nach Kanada. Damals bewohnten sie eine Cabin (Blockhütte) am Lake Laberge. Diese hatten sie bei Familie Cathers gemietet, die schon seit 25 Jahren in der Wildnis lebte. Mar und Ned Cathers hatten ihre Kinder Jennine und Brad in der Abgeschiedenheit der Wälder großgezogen und ihnen selbst Unterricht erteilt.<br />
Nun ja, mag so mancher denken. Doch aus den Cathers-Kindern wurden erfolgreiche und glückliche Menschen. Brad Cathers ist heute Politiker. Er ist seit 2002 Member of the Yukon Legislative Assembly for lake Laberge. Seine Schwester Jennine schlug einen anderen Weg ein, sie wurde Wildnis Guide und führt heute zusammen mit ihren Eltern ein kleines Unternehmen, Cathers Wilderness Adventures.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-4648 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/huskies_s-1.jpg" alt="Alascan Huskies" width="450" height="338" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/huskies_s-1.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/huskies_s-1-300x225.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/huskies_s-1-100x75.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/huskies_s-1-150x113.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/huskies_s-1-200x150.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<p>Jennine war es auch, die Yasmin und Elke mit dem Yukon Quest bekannt machte. Während des Aufenthalts vor neun Jahren, erzählte Jennine den beiden Frauen aus Deutschland abends ihre Erlebnisse vom Trail des Schlittenhunderennens, an dem sie sechs Mal teilgenommen hat. Jennine war mit damals 18 Jahren bis heute die jüngste Teilnehmerin des Yukon Quest und zusammen mit ihrem Vater das erste Vater-Tochter Duo, das den YQ erfolgreich bestritten hat. Auch Ned Cather wusste einiges vom Quest zu berichten, denn auch er steht in der Hall of Fame des YQ verzeichnet. Die beiden nahmen Elke und Yasmin mit auf Touren auf dem Hundschlitten. Es ging in die verschneite Wildnis. Es versteht sich von selbst, dass es den beiden Frauen &#8211; und natürlich auch Timo und Christopher &#8211; in der fantastischen Landschaft und in der einsamen Hütte im Yukon Territorium sehr gut gefiel. Wieder in ihrem Alltag in Deutschland, sehnten sie sich oft dorthin zurück.</p>
<p><b>Zurückkehren &#8211; Das Gefühl nach Hause zu kommen<br />
</b><br />
Nun sind seit diesem Erlebnis viele Jahre vergangen, aber die Welt von Jack London lebte in den Frauen fort und ließ ihnen keine Ruhe. So machten sie es im Winter 2018 schließlich möglich, wieder nach Alaska und in den Yukon zu reisen. Dieses Mal ohne ihre beiden Söhne, die inzwischen erwachsen sind.</p>
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<p>Sie folgten dem Yukon Quest Rennen, von dem sie bei den Cathers so viel gehört hatten, von Checkpoint zu Checkpoint und waren die beiden einzigen Fans im abgelegenen Checkpoint Eagle. (siehe unten)<br />
Da das Ziel des Yukon Quest in Whitehorse lag, wollten sie die Gelegenheit nutzen, noch einmal ein paar Tage bei Famile Cathers zu verbringen.<br />
Gesagt, getan.<br />
Elisabeth Weigand, die Besitzerin der Black Bear Wilderness Adventure INC. und Mitglied des Yukon Quest Vorstands, die Yasmin und Elke inzwischen kennengelernt hatten, war so freundlich, die beiden mit ihrem Auto zum Ufer des Lake Laberge bringen. Der Weg dorthin führt von Whitehorse 47 Kilometer über den Klondike Highway in Richtung Norden. Schon bald erreichten sie das Ufer des Sees. Dort waren sie verabredet. Das klingt für unsere Ohren ein wenig befremdlich. Verabredet am Ufer eines zugefrorenen Sees, in the Middle of Nowhere. Doch Elke und Yasmin stiegen aus dem Auto und Elisabeth fuhr davon.</p>
<figure id="attachment_4642" aria-describedby="caption-attachment-4642" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4642 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/schlitten_lake_s.jpg" alt="Lake Laberge" width="450" height="295" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/schlitten_lake_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/schlitten_lake_s-300x197.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/schlitten_lake_s-100x66.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/schlitten_lake_s-150x98.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/schlitten_lake_s-200x131.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4642" class="wp-caption-text">Ned Cathers kommt mit drei Schlitten über den See</figcaption></figure>
<p>Nun standen die beiden Frauen allein am See und warteten, was ein besonderes Erlebnis war. Der See lag still und zugefroren vor ihnen. Nichts als eine endlos scheinende kalte, weiße Fläche. Sie schauten und lauschten und sahen auf einmal einen winzigen Punkt in der Weite, der immer näher kam und der sich schließlich zu Hunden vor einem Schlitten formte. Das Eis übertrug das Geräusch der Kufen und ein Sirren klang zum Ufer hinüber. Bald war auch Ned auszumachen, der auf dem Schlitten stand und freudig winkte. Nach einer sehr herzlichen Begrüßung ging es dann neun Kilometer weit über das Eis hinüber zum anderen Ufer, wo die Cathers Family lebt.<br />
Dort auf dem Land der Familie steht auch die einsame Cabin, die an Touristen vermietet wird. Es ist ein einfaches Holzhaus, eine sogenannte Dry Cabin, was bedeutet, dass es dort weder Wasser noch Strom gibt.</p>
<figure id="attachment_4647" aria-describedby="caption-attachment-4647" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4647 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/trail_zur_cabin_s.jpg" alt="Hundeschlitten" width="450" height="338" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/trail_zur_cabin_s.jpg 450w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/trail_zur_cabin_s-300x225.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/trail_zur_cabin_s-100x75.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/trail_zur_cabin_s-150x113.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2018/02/trail_zur_cabin_s-200x150.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-4647" class="wp-caption-text">Trail zur Cabin, die im Hintergrund zu sehen ist</figcaption></figure>
<p>Yasmin und Elke sahen die Blockhütte bei ihrer Ankunft schon von Weitem liegen. Die Bäume, die sie umgeben, waren in den Jahren, die vergangen waren, kaum gewachsen. Alles lag tief verschneit, der Hügel hinter der Cabin, das Dach und auch die Wipfel der Bäume. Darüber ein tiefblauer Himmel. Der vorgespurte Weg führte direkt auf das Blockhaus zu. Die beiden Frauen konnten es nicht glauben. Sie waren zurück! Nichts hatte sich verändert. Alles war so, wie sie es in Erinnerung bewahrt hatten. Beide spürten das intensive Gefühl, nach Hause zu kommen. Ihre Seelen jubelten!<img loading="lazy" decoding="async" src="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/789082ec9e1847c9829d0e3d28535c14" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Lies im 2. Teil wie Yasmin und Elke ihre Tage in der Wildnis verbrachten.</p>
<p>Text: © Xenia Marita Riebe<br />
Fotos: © Yasmin Maschouf-Hofmann, Elke Fischer</p>
<p><a href="https://bild-art.de/mit-dem-bush-flieger-nach-eagle-yasmin-und-elke-berichten">Mit dem Bush-Flieger nach Eagle</a></p>
<p><a href="https://bild-art.de/yukon-quest-2018-zwei-deutsche-frauen-allein-in-eagle-1-teil">Zwei deutsche Frauen allein in Eagle</a></p>
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