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	<title>Ballydehob Archive - Blue Blog</title>
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	<description>Reisen durch Kultur und Natur</description>
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	<title>Ballydehob Archive - Blue Blog</title>
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		<title>Reisetagebuch – Südwest Irland – Goodbye Ireland – 2. Teil &#8211; Die Rückreise</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Xenia Marita Riebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Nov 2017 17:57:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisetagebuch Irland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Mann Bernd und ich verbrachten eine Zeit im kleinen Fischerort Schull in Südwest Irland und erkundeten die Mizen Peninsula. Tag 20 &#8211; 22.11.2017 Wetter: bewölkt – Temperatur 14 Grad – auffrischender Wind 2. Teil &#8211; Die Rückreise Wir packen &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-2844 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/straßenarbeiten_s.jpg" alt="Straßenarbeiten Nähe Ballydehob, Irland" width="400" height="267" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/straßenarbeiten_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/straßenarbeiten_s-300x200.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/straßenarbeiten_s-100x67.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/straßenarbeiten_s-150x100.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/straßenarbeiten_s-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p><strong>Mein Mann Bernd und ich verbrachten eine Zeit im kleinen Fischerort Schull in Südwest Irland und erkundeten die Mizen Peninsula.</strong></p>
<p>Tag 20 &#8211; 22.11.2017</p>
<p>Wetter: bewölkt – Temperatur 14 Grad – auffrischender Wind</p>
<p><strong>2. Teil &#8211; Die Rückreise<br />
</strong></p>
<p>Wir packen unsere Koffer, ziehen die Bettwäsche ab und reinigen das Cottage. Dann gehen wir hinüber zu unseren Freunden, um uns zu verabschieden. Nach einem letzten Blick auf unser Zuhause auf Zeit steigen wir ins Auto und verlassen Schull mit ehrlichem Bedauern. Zum Glück regnet es nicht und wir fahren entspannt in Richtung Ballydehob. Dort, wo gestern an der Tankstelle ,als wir volltanken wollten, ein großes Chaos herrschte – ein Bauarbeiter bohrte neben der Zapfsäule mit einem Presslufthammer; die Zapfsäule hatte einen Defekt und ließ uns nur sechs Liter tanken – ist heute alles friedlich und ruhig. Von den Bauarbeiten ist keine Spur mehr zu sehen und die Autofahrer tanken, als sei nichts gewesen.<br />
Wir lassen Ballydehob, Skibbereen und Leap hinter uns und fahren schließlich hinauf nach Rosscarberry, um dort zu Mittag zu essen. Leider sind wir zu früh. Die Küche in den Pubs öffnet erst eine halbe Stunde später. So lange wollen wir nicht warten. Wir gehen noch ein paar Schritte durch den Ort und fahren dann weiter in Richtung Clonakilty, das wir links liegen lassen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2919 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_bandon_s.jpg" alt="Poachers Pub in Bandon, Irland" width="400" height="266" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_bandon_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_bandon_s-300x200.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_bandon_s-100x67.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_bandon_s-150x100.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/pub_bandon_s-200x133.jpg 200w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>In Bandon kehren wir schließlich in einen Pub ein, der uns bekannt vorkommt und der günstig an der N71 liegt. „Poachers“ heißt der Pub und am Eingang fällt ein für einen Pub unübliche Schild auf, das sagt: „Please wait to be seated“. Das machen wir und eine freundliche junge Frau weist uns einen Tisch zu. Wir nehmen auf gemütlichen kleinen Sesseln Platz und bestellen nach kurzem Blick auf die Speisekarte. „Ardsallagh Goats cheese &amp; pine nut parfait, pear chutney, beetroot jam,<br />
pickled pear salad, parmesan sable“ für 8.95€ heißt unsere Wahl. Wenige Minuten später kommt das Essen. Es ist sehr schön arrangiert, ist aber eine sehr kleine Portion. Zum Glück haben Chips dazu bestellt, denke ich. Das Gericht selbst besteht aus fünf haselnussgroßen Kugeln aus Ziegenkäse und ein paar Blättern Salat. Daneben liegen drei schwarze Plätzchen. Das pine nut parfait, das pear chutney und die beetroot jam finden sich in Form von kleinen bunten Kleksen auf unserem schwarzen Teller. Das Gericht schmeckt gut, hat aber nichts mit dem normalen Pub Grub zu tun. Hier versucht scheinbar jemand, aus einem Pub ein exklusives Restaurant zu machen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2920 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/flughafen_cork-_01_s.jpg" alt="Pub im Flughafen Cork, Irland" width="400" height="225" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/flughafen_cork-_01_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/flughafen_cork-_01_s-300x169.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/flughafen_cork-_01_s-100x56.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/flughafen_cork-_01_s-150x84.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/flughafen_cork-_01_s-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Immer noch hungrig verlassen wir Bandon und fahren weiter über Innishannon zum Flughafen nach Cork.<br />
Als wir unsere Koffer aufgegeben haben, suchen wir uns zuerst einmal ein Cafe und essen Scones, um unseren Hunger zu stillen. Dann gehen wir durch den Sicherheitscheck und ich direkt in den Duty Free Shop. Hier finde ich zum ersten Mal seit Jahren – ich schaue bei jedem Flug ganz gleich wohin auch immer in diesen Shops vorbei – das Parfüm, das ich seit Jahrzehnten benutze. Natürlich kaufe ich es sofort und es ist sogar preiswerter als überall sonst.<br />
Die Zeit bis zum Abflug vergeht – in einem letzten schönen Pub &#8211; schnell und wir sind erfreut zu hören, dass wir rund 40 Minuten früher in Amsterdam landen werden. Das stimmt auch, nur dass das Flugzeug geschlagene 20 Minuten mit uns über den Flughafen rollt. So etwas haben wir noch nie erlebt! Dann endlich hält es am Gate und wir dürfen aussteigen. Der Weg zum Gepäckband ist sehr weit. Wir gehen und gehen und mit uns die anderen Passagiere. Wir haben es ein wenig eilig, denn wir würden gerne einen Zug früher nehmen, damit wir nicht ganz so spät in Venlo ankommen. Doch das Gepäck lässt lange auf sich warten. Zum Glück kommen unsere Koffer zuerst. Wir nehmen sie und gehen los. Am Gleis des Fernbahnhofs angekommen, stellen wir erfreut fest, dass wir zeitig genug für den früheren Zug sind. Vor diesem soll nur noch ein Sprinter nach Amsterdam-Sloterdijk kommen, der allerdings Verspätung hat, was auf der Anzeige am Gleis zu sehen ist. Wenige Minuten später wird dieser über Lautsprecher angekündigt und schon fährt er ein. Bernd sieht zum Glück, dass der einfahrende Zug nicht der angekündigte Sprinter ist, sondern unser Zug nach Venlo. Ich hätte das nicht mitbekommen und wäre gestrandet. Auch andere Leute sind vom unangekündigten Zugwechsel überrascht worden, denn als wir uns eine Platz suchen wollen, kommen uns lauter aufgeregte Reisende mit schweren Koffern entgegen, die den Zug verlassen wollen. Wir wundern uns, bis uns klar wird, dass diese glaubten, in den Sprinter eingestiegen zu sein. Leider haben sie Pech, denn die Türen sind bereits verschlossen. Also müssen die armen Leute bis nach Amsterdam-Zuid mitfahren.<br />
Der Großraumwagen, in dem wir schließlich Plätze finden, ist sehr schmutzig. Papier liegt auf dem Boden herum und die Sitzpolster sind verdreckt. Ein Mann telefoniert ununterbrochen in schlechtem Englisch und sehr schnellem Niederländisch, laut und penetrant. Wir sind froh, als sein Akku endlich leer ist und er Ruhe gibt.<br />
Wenige Minuten, bevor wir nach Eindhoven kommen, sagt eine Stimme aus dem Lautsprecher: Geachte reiziger, deze trein word in Eindhoven gesplittet. De wagen 9, 7 en 5 verblijven in Eindhoven.“<br />
Schnell stehen wir auf, um nachzusehen, in welchem Wagen wir uns befinden. Aber es gibt nirgendwo eine Anzeige. Deshalb nehmen wir unser Gepäck und steigen aus, um von draußen zu sehen, welche Wagen weiter nach Venlo fahren. Aber zu unserer Überraschung werden keine Wagen abgehängt. Das Ganze war entweder eine Falschansage oder ein schlechter Scherz. Also gehen wir in unseren Wagen zurück und wundern uns schon sehr über die schlechte Organisation bei den Nederlandse Spoorwegen.</p>
<p>Die letzte Strecke bis nach Venlo sind wir ganz allein im Wagen. Dort angekommen werden wir mit dem Auto abgeholt, denn es fährt kein Zug mehr hinüber nach Deutschland. So endet für uns eine schöne Reise.</p>
<p>Text und Fotos: ©  Xenia Marita Riebe<br />
Fotos: © Bernd Riebe</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bild-art.de/irisches-tagebuch-22-11-2017-goodbye-ireland-2-teil-rueckreise">Reisetagebuch – Südwest Irland – Goodbye Ireland – 2. Teil &#8211; Die Rückreise</a> erschien zuerst auf <a href="https://bild-art.de">Blue Blog</a>.</p>
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		<title>Reisetagebuch – Südwest Irland – Ballydehob</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Xenia Marita Riebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Nov 2017 19:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisetagebuch Irland]]></category>
		<category><![CDATA[Alte Eisenbahnbrücke]]></category>
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		<category><![CDATA[Budd`s Restaurant]]></category>
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		<category><![CDATA[Historische Schmalspurbahn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Mann Bernd und ich verbrachten eine Zeit im kleinen Fischerort Schull in Südwest Irland und erkundeten die Mizen Peninsula. Tag 18 &#8211; 20.11.2017 Wetter: stark bewölkt, trüb – Temperatur 14 Grad – frischer Wind Portraits:  People of the &#8222;Wild &#8230;</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://bild-art.de/irisches-tagebuch-21-11-2017-ballydehob-portraits-der-menschen-des-wild-atlantic-way">Reisetagebuch – Südwest Irland – Ballydehob</a> erschien zuerst auf <a href="https://bild-art.de">Blue Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2879 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_portraits_s.jpg" alt="People of the &quot;Wild Atlantic Way&quot; by Shay Hunston" width="400" height="254" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_portraits_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_portraits_s-300x191.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_portraits_s-100x64.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_portraits_s-150x95.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_portraits_s-200x127.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p><strong>Mein Mann Bernd und ich verbrachten eine Zeit im kleinen Fischerort Schull in Südwest Irland und erkundeten die Mizen Peninsula.</strong></p>
<p>Tag 18 &#8211; 20.11.2017</p>
<p>Wetter: stark bewölkt, trüb – Temperatur 14 Grad – frischer Wind</p>
<p><strong>Portraits:  People of the &#8222;Wild Atlantic Way&#8220; by Shay Hunston<br />
</strong></p>
<p>Heute besuchen wir das kleine Örtchen Ballydehob, das einige Kilometer entfernt von Schull liegt. Wir haben erfahren, dass es hier eine Portrait-Ausstellung gibt, die wir uns anschauen wollen. Schon als wir in den Ort einfahren, sehen wir überrascht die ersten Großaufnahmen. Sie stehen gut sichtbar auf einem kleinen Rasenstück am Ortseingang. Noch wissen wir nicht, was es damit auf sich hat. Wir fahren durch Ballydehob, um in der Nähe der Bucht zu parken. Auf dem kurzen Weg dorthin, fallen mir in vielen Schaufenstern weitere Portraits in Schwarz-Weiß auf und ich verstehe, dass es sich hier um eine Ausstellung im öffentlichen Raum handelt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2884 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_brücke_s.jpg" alt="Alte Eisenbahnbrücke, Ballydehob, Irland" width="400" height="277" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_brücke_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_brücke_s-300x208.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_brücke_s-100x69.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_brücke_s-150x104.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_brücke_s-200x139.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Wir steigen aus und vorerst werde ich von der Kunst abgelenkt. Die Natur und die Geschichte ziehen mich in ihren Bann. Ich sehe hinüber zur alten Eisenbahnbrücke, ein elegantes Bauwerk aus Stein, das mit 12 Bögen die Stelle überspannt, wo ein kleiner Fluss in die Ballydehob Bay mündet. Sie ist ein Relikt aus der Zeit (1886 bis 1947) in der eine Schmalspurbahn von Skibbereen über Ballydehob bis nach Schull fuhr. Die Bay ist wegen der Ebbe für ein paar Stunden beinahe trocken gefallen und auf den so entstandenen kleinen Inseln haben sich ein paar Wasservögel eingefunden. Möwen kreisen kreischend in der Luft und lassen sich ab und zu in kleinen Gruppen auf den verbliebenen Wasserflächen nieder. Ich mache ein paar Fotos von der schönen alten Brücke und wir wenden uns dem Ort zu.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2873 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_23_s.jpg" alt="Staße in Ballydehob, Irland" width="400" height="253" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_23_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_23_s-300x190.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_23_s-100x63.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_23_s-150x95.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_23_s-200x127.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><br />
Es ist ein hübscher Ort mit den typischen bunten Häusern, in denen es Pubs und Restaurants gibt, aber auch allerlei andere kleine Läden. Und da sehe ich sie wieder, die Portraits der Einwohner von Ballydehob. Sie sind an der Wand der Tankstelle ausgestellt und in vielen Schaufenstern. Die Schwarz-Weiß-Fotografien sind von hervorragender Qualität, die Portraitierten schauen den Betrachter direkt an. Manchmal nachdenklich, ein anderes Mal selbstbewusst. Es sind viele Kreative unter ihnen, wie die Texte unter den Portraits verraten. Beinahe unter jedem Portrait stehen kürzere oder auch längere Texte. Mal sind hier die Lieblingsgedichte der fotografierten Menschen zitiert oder Textelemente aus deren Lieblingsbüchern. Es gibt aber auch sehr persönliche Texte, die etwas darüber aussagen, was die Person bewegt, was sie erreicht hat oder noch erreichen will oder was sie sich für die Zukunft wünscht. Alle Portraits tragen in großen Buchstaben die Namen der Dargestellten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-2886 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_portrait_02_s.jpg" alt="People of the &quot;Wild Atlantic Way&quot;, West-Irland, Shay Hunston" width="298" height="400" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_portrait_02_s.jpg 298w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_portrait_02_s-224x300.jpg 224w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_portrait_02_s-100x134.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_portrait_02_s-150x201.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_portrait_02_s-200x268.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 298px) 100vw, 298px" /></p>
<p>Der Fotograf bleibt ungenannt. Doch ich finde heraus, dass der Modefotograf Shay Hunston die Idee zu den Portraits hatte. Er ist sehr bekannt und fotografiert normalerweise Modelle in Paris und Mailand. Doch jetzt ist er für viele Monate mit seinem Projekt beschäftigt. Er hat sich vorgenommen, entlang des „Wild Atlantic Way“ Menschen zu fotografieren und die Portraits anschließend in den Schaufenstern der Läden auszustellen. Hierfür folgt er dem 2014 offiziell eröffneten „Wild Atlantic Way“, der über 2500 Kilometer entlang der Westküste Irlands verläuft und somit eine der längsten zusammenhängenden Küstenstraßen der Welt ist. Der „Wild Atlantic Way“ beginnt im Norden Irlands im County Donegal und endet in Kinsale im County Cork in Südirland. Er ist beschildert mit Straßenschildern, die eine weiße Welle auf braunem Grund zeigen.<br />
Shay Hunston ist ein passionierter Fotograf, der viel Herzblut in dieses Fotoprojekt legt. Er fotografiert die Menschen in Irland mit viel Hingabe und Geduld, hört zu, was sie zu sagen haben und nimmt sich selbst vollkommen zurück. Einmütig erzählen alle seine Modelle von seiner Geduld und davon, dass er ihnen die Nervosität vor den Aufnahmen nahm. Ein großartiges Projekt und ein großer Künstler!<br />
Am Ende seiner Arbeit will Shay Hunston ein Buch mit den Portraits herausgeben, dessen Erlös der „Royal National Lifeboat Institution“ zu Gute kommen soll.Ballydehob ist ein bemerkenswerter Ort, ein multikultureller Schmelztiegel kreativer Aktivität und das Zuhause von Malern, Schriftstellern, Musikern, Poeten, Bildhauern und Kunsthandwerkern. Die Gemeinde ermutigt sie, ihre kreativen und künstlerischen Talente zu verfolgen und zu entwickeln. Mit dem Zustrom von Künstlern in den 70er Jahren wurde Ballydehob als das&#8220;San Francisco der Mizen Halbinsel&#8220; bekannt. Am Abend wird in vielen Bars traditionelle Folk Musik gespielt und jedes Jahr im Frühling gibt es in Ballydehob ein Musikfestival.<br />
Ballydehob ist eine Inspiration für alle und ein Beispiel dafür, wie eine multikulturelle Gesellschaft in Harmonie leben kann mit Sympathie und Mitgefühl für die Bedürfnisse der anderen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2871 size-full" src="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_22_s.jpg" alt="Budd&#96;s Restaurant, Ballydehob, Irland" width="400" height="275" srcset="https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_22_s.jpg 400w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_22_s-300x206.jpg 300w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_22_s-100x69.jpg 100w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_22_s-150x103.jpg 150w, https://bild-art.de/wp-content/uploads/2017/11/ballydehob_22_s-200x138.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Wir kommen an Budd`s Retaurant vorbei und sehen dort Mike Watkins mit einem Tee sitzen. Auch er wurde von Shay Hunston portraitiert. Der Künstler traf ihn täglich an einem Tisch vor Budd`s an und empfand große Sympatie für ihn. Unter dem Portrait von Mike Watkins steht folgendes Statement: I <i>have sunshine in my heart and I never, ever, ever get upset about anything. I’m happy every single day and everybody else should be the same, and we should all hug each other and talk to each other. This I have learnt from a lifetime of experience.</i><br />
Mike grüßt uns und wir gehen an ihm vorbei in das kleine Restaurant. Obwohl es noch früh am Mittag ist, sitzen hier schon eine ganze Reihe Leute. Beinahe alle Tische sind besetzt und es herrscht eine aufgeräumte Atmosphäre. Drei junge Frauen unterhalten sich und lachen häufig. Eine gemischte Gruppe isst gerade und es sind nur vereinzelt Worte von ihnen zu hören. Wir nehmen Platz und werden sofort freundlich bedient. Ein junger Mann bringt uns Wasser und wir bestellen ein Curry mit Reis. Ich schaue mich im Lokal um und sehe einen Mix aus irischer und indischer Dekoration. An den Wänden hängen viele Fotografien und ich rätsele, wo diese aufgenommen wurden. Indien? Südamerika? Tibet? Einige zeigen irische Landschaften, die unverkennbar sind. Unser Essen ist heiß, scharf und sehr schmackhaft. Wir fühlen uns wohl in dem lebendigen, gemütlichen Restaurant und bedauern, dass wir es nicht früher entdeckt haben. Es ist unser vorletzter Tag in Irland.</p>
<p>Zurück auf der Straße fallen mir zwei Zapfsäulen auf, die in der Nähe der Tankstelle etwas verloren an einer Mauer stehen. Hier gibt es Diesel für Traktoren, aber auch für PKW, wie ein Schild anzeigt. Auch das ist Irland. Hier ist manches anders als anderswo.</p>
<p>Zum Schluss werfen wir noch einen Blick auf eine Bronzestatue, die einen berühmten Ringer zeigt, der in Ballydehob lebte. Sie stellt Danno O’Mahony dar, der in Madison Square Gardens 1930 kämpfte.<br />
Dann verlassen wir den kleinen Ort und fahren zurück nach Schull.</p>
<p>Text und Fotos: © Xenia Marita Riebe</p>
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					Ballydehob &#8211; People of the &#8222;Wild Atlantic Way&#8220;				</div>
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