Die Sexspiele des Oberarztes

Salomon Hirschfelder "Krankenschwester" (Ausschnitt) 1875

Salomon Hirschfelder “Krankenschwester” (Ausschnitt) 1875

Pia will Krankenschwester werden und beginnt eine Ausbildung. Ihr Chef auf der Station ist der Oberarzt Dr. med. Tilo Hansonn Dieser macht Pia hörig und benutzt sie für seine schmutzigen Sexspiele. Da Pia in den Arzt verliebt ist und ihn bewundert, erkennt sie lange nicht, dass er sie nur benutzt. Doch schließlich wird Pia erwachsen und das Blatt wendet sich.

Die Sexspiele des Oberarztes

Schon während meiner Ausbildung zur Krankenschwester habe ich mich in den Oberarzt verliebt. Das gebe ich hier ohne weiteres zu. Unser Oberarzt, Dr. med. Hansonn, oder Tilo, wie ich ihn von Anfang an in Gedanken nannte, war für mich der schönste Mann, dem ich je begegnet war.

Und noch etwas gebe ich zu. Ich habe mich nicht nur auf den ersten Blick in ihn verliebt, sondern ich spürte auch gleich eine sexuelle Anziehung, der ich mich nicht entziehen konnte. Aber wollte ich das denn überhaupt? Drängte mich nicht vielmehr alles dazu, mich ihm hinzugeben? Von seinen schlanken sensiblen Händen berührt zu werden, das war es, wovon ich Nacht für Nacht träumte.

Ich war jung, sehr jung sogar. Mit 16 Jahren hatte ich die Schule mit der Fachoberschulreife verlassen und mich in der Uniklinik für eine Ausbildung zur Krankenschwester beworben. Wie überaus glücklich war ich, als ich angenommen wurde. Begeistert begann ich meine Ausbildung, nicht ahnend, in welch schreckliche Abhängigkeit sie mich führen würde.

Ich sah Tilo zum ersten Mal als er mit wehendem Kittel über die Station hastete. Er nahm keine Notiz von mir, aber ich stand mit offenem Mund da und dachte, ob dieser Mann, der da soeben schnellen Schrittes an mir vorging, nur meiner Fantasie entsprungen war.
„Na, Pia“, neckte mich eine ältere Kollegin. „Auch schon vom Hansonn-Bazillus befallen?“
„Wovon?“, fragte ich abwesend.
„Vom Hansonn-Bazillus. Den haben hier fast alle jungen Kolleginnen.“

Als ich nicht reagierte, klärte sie mich auf.

„Dr. Tilo Hansonn, der hier soeben vorbeikam. Er ist der Schwarm aller Krankenschwestern. Aber ich warne dich. Der Mann ist nicht ungefährlich.“

Tilo, dachte ich. Tilo, was für ein selten schöner Name. In meiner Schule hießen die Jungen alle Lucas, Jan oder Leon. Den Namen Tilo hatte ich noch nie gehört.

Zwei Tage später begegnete ich Dr. Hansonn zum zweiten Mal. Dieses Mal in einem Krankenzimmer. Eine Kollegin zeigte mir gerade, wie man eine kranke hilflose Frau wäscht, als er hereinkam. Er sprach meine Kollegin Tina an und gab ihr Anweisungen zur Medikation der Patientin. Dann sah er mich an und fragte: „Und wen haben wir hier?“

Ich wurde über und über rot und antwortete stockend: „Ich bin Pia. Ich habe vor ein paar Tagen meine Ausbildung begonnen.“

„Ah, Pia. Ich habe gehört, dass du bei uns anfängst. Willkommen.“

Er musterte mich kurz und abschätzend, drehte sich um und verließ ohne ein weiteres Wort das Zimmer.

„Ist er nicht süß?“, fragte Tina und ließ abwesend den Waschlappen in die Waschschüssel fallen. Das aufspritzende Wasser durchnässte das Nachthemd der Patientin.

„Wenn ich diesen Mann sehe, werde ich immer gleich feucht.“

Ich starrte Tina an. Was hatte sie da gerade gesagt? Aber ich fühlte, dass auch in meiner Schamgegend etwas geschehen war.

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So lernte ich Tilo also kennen. Von diesem Tag an lauerte ich immer darauf, ihm zu begegnen und führte so manches Zusammentreffen bewusst herbei. Wenn er im Schwesternzimmer saß, gab ich vor, nach einer Karteikarte zu suchen. Ich bückte mich dann absichtlich tief über die untere Schublade des Karteischrankes, denn ich wollte, dass Tilo meine schönen langen Beine sah. Oder ich gab vor, eine Frage zu haben.

Ich sagte zum Beispiel: „Dr. Hansonn, ich habe etwas in der Berufsschule nicht verstanden. Kann ich Sie kurz etwas fragen?“

Und ich fragte ihn, ob die roten oder weißen Blutkörperchen für den Sauerstofftransport verantwortlich sind, oder ob Hepatitis ansteckend ist und zu den Infektionskrankheiten gehört und Ähnliches. Dabei sah ich ihn aus großen Augen an, aus Augen, in denen er meine Liebe und Bewunderung erkennen musste. Und ich glaube, er erkannte sie.
Denn eines Tages sagte er zu mir: „Pia, komm mal mit in den Sterilisationsraum. Ich muss dir etwas zeigen.“

Meine Knie wurden weich, aber ich folgte ihm wie ein willenloses Hündchen. Kaum waren wir im Steri, als er die Tür schloss und mich an sich zog. Ich glaubte, er wolle mich küssen, aber er legte nur seine Hand auf meinen Hintern und presste mich an sich.
„Schöne Brüste, schön fest“, hörte ich ihn raunen, so, als spreche er zu sich selbst.

Dann wanderte seine Hand unter meinen Kittel und er nestelte an meinem Slip. Mir wurde ganz schwindelig und ich stöhnte auf und lehnte meinen Kopf an seine Schulter. Tilo zog meinen Slip herunter und erkundete mit seinen Fingern meinen Unterkörper. Er fummelte überall herum, zwischen meiner Poritze, an meinen Oberschenkeln und in meiner Spalte. Ich stöhnte vor Erregung. Wie lange er mich betastete, weiß ich nicht, denn ich war nicht mehr Herrin meiner Sinne. Doch schließlich ließ er von mir ab und schob mich von sich.

„Ich möchte, dass du ab heute kein Höschen mehr trägst, wenn ich auf Station bin.“

Er sah mich direkt an, um zu überprüfen, ob ich seine Anweisung gehört hatte.

„Hast du verstanden?“

„Ja, aber warum?“

„Du gefällst mir und ich möchte dich berühren können, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Ein Höschen stört da nur. Du willst doch, dass ich dich berühre?“

Ich nickte nur stumm. Tilo verließ den Raum und ließ mich ratlos zurück.

Während der nächsten Tagen sollte ich erfahren, was Dr. Hansonn von mir wollte.
Wie immer kam er mit wehendem Kittel über den Gang gehetzt. Als er mich sah, sagte er nur kurz „Pia!“, und machte mir ein Zeichen, ihm zu folgen.

Ich war schon den ganzen Tag nackt unter meiner weißen Schwesterntracht, denn ich wusste, dass Tilo heute Dienst hatte. Doch als ich ihm über den Gang folgte, wurde ich mir meiner Blöße schmerzhaft bewusst. Was würde jetzt folgen, fragte ich mich.

Im Patientenzimmer drückte mir Tilo eine Karteikarte in die Hand.

„Informiere mich über die Patientin!“, befahl er.

Ich drehte mich zum Bett und sah die Patientin an, denn ich ertrug es nicht, Tilos Augen auf mir zu spüren. Zögernd begann ich aus der Karteikarte vorzulesen, nannte die Erkrankung der Patientin, ihre Blutwerte und ihre Fieberkurve. Schon wenige Augenblicke später fühlte ich, dass sich Tilo dicht hinter mich stellte und mit seiner Hand unter meinen Kittel fuhr. Ich zuckte zusammen und erstarrte.

„Na, was ist?“, fragte Tilo. „Mach weiter. Welche Medikamente nimmt Frau Mayer?“

Ich nahm mich zusammen und nannte Frau Mayers Medikamente, zählte eines nach dem anderen auf, während Tilo seinen Zeigefinger in meine Scheide schob. Mir wurde heiß und beinahe hätte ich aufgeschrien. Nicht vor Angst oder aus Scham, nein vor Lust. Es verschaffte mir Lust, dass der Oberarzt vor den Augen einer Patientin sexuelle Handlungen an mir vollzog.

Doch so unerwartet er damit begonnen hatte, so schnell war es auch vorbei. Er löste sich von mir, ging um das Bett herum, streifte sich ein Paar Einmalhandschuhe über, setzte sich auf die Bettkante und begann, Frau Mayer zu untersuchen.

Ich war wie in Trance und ich hörte nicht, dass er mich aufforderte, eine erfahrene Krankenschwester aus dem Schwesternzimmer zu holen.

„Pia“, ermahnte er mich. „Hast du gehört? Hole Schwester Angelika.“

Schnell verließ ich das Krankenzimmer und ging hinüber zum Schwesternzimmer. Ich verständigte Schwester Angelika und als sie eilig durch den Gang ging, fragte ich mich, ob sie wohl auch nackt unter ihrem Kittel war.

Von diesem Tag an fand Tilo immer wieder Gelegenheiten, mich an intimen Stellen anzufassen. Er wühlte mich bis ins Innerste auf, erregte mich bis zum Unerträglichen und ließ dann von mir ab.

Mehrfach unternahm ich den Versuch, ihm meine Liebe zu gestehen. Doch er winkte immer ab.

„Gefühle sind in unserer Beziehung unwichtig“, behauptete er.

Für mich waren sie es nicht. Ob er im Steri die Knöpfe meines Kittels öffnete und meine Brüste mit der Zunge liebkoste, oder ob er mit seiner Hand zwischen meine Beine fuhr, ich liebte ihn.

Und Tilo liebte es ganz besonders, mich anzufassen, wenn andere Menschen mit im Raum waren, meistens Patienten. Aber er schaffte es auch, sich an der Ausgabetheke der Krankenhauskantine hinter mich zu stellen und kurz seine Hand unter meinen Kittel zu schieben. Welch eine Qual und Wonne zugleich!

Inzwischen habe ich meine Ausbildung beendet. Aus der unerfahrenen Auszubildenden, die ich einst war, ist eine schöne junge Frau geworden. Ich gehe selbstbewusst meinem Beruf nach, bin auf der Station beliebt und habe einen festen Freund. Wir wollen demnächst in eine gemeinsame Wohnung ziehen.

Dr. Hansonn ist jetzt Chefarzt und deshalb nicht mehr so oft auf der Station. Nach wie vor bin ich diesem Mann verfallen und er besteht auch immer noch darauf, dass ich unter meinem Kittel nackt bin. Die Spiele, die er mit mir treibt, haben sich allerdings verändert. Seit meine Ausbildung abgeschlossen ist und ich volljährig bin, ging er mit seinen sexuellen Übergriffen nach und nach immer weiter. Am Tag nach meinem 19. Geburtstag bat er mich zum ersten Mal, in sein Büro zu kommen. Kaum war ich da, verriegelte er die Tür und zog mich hinüber zu seinem Schreibtisch. Er zog das Gummi, mit dem ich meine langen dunklen Locken hochbinde, heraus und löste mein Haar. Dann öffnete er die Knöpfe meines Kittels, alle. Er nahm mit beiden Händen je eine Haarsträhne und drapierte sie um meine vollen Brüste.

„Du bist schön“, sagte er. „Stimmt es, dass du gestern 19 geworden bist?“

Ich nickte.

„Ja, dann will ich dir ein Geschenk machen“, sagte er und öffnete seine Hose.

Er bog meinen Oberkörper zurück und ich stützte mich auf meine Ellbogen, um das Gleichgewicht zu wahren. Tilo spreizte meine Schenkel und drang in mich ein. Ich ließ es geschehen. Seit langem war ich daran gewöhnt, dass dieser Mann mit mir machte, was er wollte. Auch wenn er jetzt weiterging, als jemals zuvor.

„Liebst du mich?“, wollte ich wissen.

„Aber natürlich“, antwortete er mit einer Betonung, die ihn Lügen strafte.

Verhalten stöhnend nahm er mich, stieß gedankenverloren in mich, schien nicht zu wissen, dass ich es war, die er vögelte und kam schließlich zum Höhepunkt.

Als er sich aus mir zurückzog, sagte er: „So, jetzt haben wir erst einmal in Ruhe geübt. Das nächste Mal soll es natürlich ein bisschen aufregender werden. Du verstehst schon.“

Ich verstand nicht wirklich. Er konnte nicht meinen, dass er es mit mir vor Patienten treiben wollte. Nein, das war ausgeschlossen. Aber was meinte er sonst?

Was er meinte, sollte ich schon am nächsten Tag erfahren. Nach der Chefarztvisite bat Tilo mich, noch im Krankenzimmer zu bleiben. Es war ein Einzelzimmer und der Patient war privat versichert. Er lag schon länger bei uns und beschwerte sich häufig, dass ihm so langweilig war, denn er konnte sein Bett nicht mehr verlassen. Meine Kolleginnen und ich bemühten uns sehr um ihn und er war von einem Patienten schon beinahe zu einem Freund geworden.

„Herr Bertram langweilt sich hier bei uns auf der Station“, sagte Tilo.

„Ich weiß“, antwortete ich. „Wir tun, was wir können, um ihn abzulenken.“

„Das ist gut, aber ihr tut nicht genug, oder vielmehr nicht das Richtige. Herr Bertram war ein sehr aktiver Mensch, als er noch gesund war. In jeder Beziehung.“

Tilo zwinkerte dem Patienten zu.

„Und deshalb wollen wir ihm heute eine besondere Freude machen“, sagte er zuckersüß. „Komm her!“

Und schon griff er nach mir, drehte mich mit dem Gesicht zum Krankenbett, beugte mich vorn über und schob meinen Kittel nach oben.

„Nein, nicht hier!“, wehrte ich mich, aber Tilo gab vor, meine Gegenwehr nicht wahrzunehmen. Er fingerte an den oberen Knöpfen meines Kittels herum und öffnete sie so, dass Herr Bertram freien Blick auf meine Brüste hatte.

„So, und nun schauen sie gut zu, Herr Bertram“, sagte er, öffnete seine Hose und drang von hinten in mich ein.

In die Augen des Patienten kam ein Glanz, wie ich ihn zuvor noch nie gesehen hatte.
Zwischen den beiden hat es eine Absprache gegeben, dachte ich augenblicklich. Wie gemein.

Doch mir blieb keine Zeit, weiter darüber nachzudenken. Herr Bertram beklagte, dass er nicht genug sehen könne und so schob Tilo mich in Richtung Patientenschrank, ohne dabei aufzuhören, in mich hineinzustoßen.

„So besser?“, fragte er den Patienten, der sich reckte, um auch ja nichts zu verpassen.

„Ja, so kann ich alles sehen. Geben Sie es ihr, Herr Doktor!“, meinte er. „Wie schade, dass ich nicht an Ihrer Stelle sein kann. So ein Fick wäre etwas, das ich mir noch wünschen würde, bevor ich diese Welt verlassen muss.“

Doch Tilo war inzwischen so erregt, dass er nicht mehr darauf achtete, was der Patient sagte. Er nahm mich mit aller Härte und ließ erst von mir ab, nachdem er in mir gekommen war.

„Gut gemacht, Pia“, sagte er und gab mir einen Klaps auf den Po. „Du hast Herrn Bertram einen großen Dienst erwiesen. Das wird er dir sicher nicht vergessen.“

Der Patient bestätigte dies, wünschte aber immer noch, es einmal selbst zu probieren.

„Okay“, sagte Tilo. „Wagen wir einen Versuch.“

Er schlug die Bettdecke des Krankenbetts zurück und zog dem Patienten die Schlafanzugshose herunter.

„Sieh mal einer an“, sagte er anerkennend als er die Erektion des Mannes sah.

„Pia, das ist jetzt dein Job“, sagte er dann in meine Richtung. „Los, besteige ihn!“

Ich wollte mich weigern und aus dem Zimmer laufen, aber Tilo hielt mich am Oberarm fest und zerrte mich zurück zum Bett.

„Jetzt stell dich mal nicht so an. Es gehört zu deinen Pflichten, für das Wohlergehen der Patienten zu sorgen. Oder willst du riskieren, deine Stelle zu verlieren?“

Was blieb mir also anderes übrig? Verlöre ich meine Stelle, würde ich auch Tilo nicht mehr wiedersehen und das wäre das Schlimmste, was mir geschehen könnte.

Also gehorchte ich, kletterte auf das Bett und bestieg den Patienten, der seinen Penis bereits mit der Hand steil aufrichtete. Ich nahm wahr, wie er in mich eindrang und ritt ihn mechanisch. Herr Bertram dagegen war wie von Sinnen. Er stöhnte laut, griff nach meinen Brüsten und knetete daran herum. Mit seinem Unterkörper machte er so heftige Bewegungen, wie ich es dem Todkranken niemals zugetraut hätte. Im Krankenbett ging es zu wie bei einem Rodeo. Zum Glück kam der Patient recht schnell zum Orgasmus und ich konnte von ihm heruntersteigen. Wortlos und ohne aufzublicken knöpfte ich meinen Kittel zu und verließ das Krankenzimmer.

Die nächsten Tage ignorierte ich Dr. Hansonn, wenn ich ihm zufällig auf dem Gang begegnete. Ich fühlte mich von ihm benutzt und war ihm ernsthaft böse. Doch nach und nach wich meine Wut der Liebe, die ich für ihn empfand. Und als er mich eine Woche später in einen leeren Raum zog, konnte ich ihm nicht widerstehen und ließ mich von ihm erneut nehmen.

Doch seit der Sache mit dem Patienten Bertram hatte sich in mir etwas verändert. Ich fühlte, dass meine Liebe zu Tilo sich abschwächte, dass ich nicht mehr so stark abhängig von ihm war. Vielleicht begriff ich auch endlich, dass er nichts für mich empfand, ja nie etwas empfunden hatte.

Und dann kam eine neue Auszubildende auf unsere Station. Hannah war eine hübsche Blonde mit strahlend blauen Augen und einer sehr guten, üppigen Figur. Als Tilo sie auf der Station willkommen hieß, nahm ich ein Leuchten in seinen Augen wahr, das ich sehr gut kannte.

In den Wochen danach geschah nichts Auffälliges, nur, dass Tilo mich seltener in sein Büro bestellte, um mit mir zu schlafen. Doch dieser Tatsache maß ich weiter keine Bedeutung bei. Aufmerksam wurde ich erst, als der neuen Auszubildenden ein Knopf vom Kittel absprang und ich in der entstandenen Öffnung ihre nackten Brüste aufblitzen sah.
„Trägst du bei der Arbeit keinen BH?“, fragte ich Hannah.
„Doch schon, aber der Verschluss ist eben kaputtgegangen“, stotterte sie.

„Seltsam“, sagte ich.

Hannah sah mich fragend an.
„Ja, ich finde es seltsam, dass sich an einem Tag dein BH nicht mehr schließen lässt und ein Knopf von deinem Kittel abspringt. So ein Zufall.“
Hannah wurde über und über rot. Da wurde mir klar, was dahinter steckte.
„Dr. Hansonn, nicht wahr?“, fragte ich und ließ die Auszubildende nicht aus den Augen.

Hannah reagierte panisch.

„Was hat Dr. Hansonn mit meinem BH zu tun?“, schrie sie mich an.

„Genauso viel wie mit deinem Slip“, antwortete ich und griff nach dem Saum ihres Kittels.
Ich zog ihr den Kittel hoch und sie stand entblößt vor mir. Was ich sah, war eine Muschi mit einem Streifen flaumig blondem Haar. Kein Slip, nicht einmal der kleinste Tanga war zu sehen.
„Das hat der Chefarzt damit zu tun“, sagte ich. „Ich kenne seine Spiele, denn er hat sie jahrelang mit mir gespielt. Hüte dich vor ihm.“
„Du lügst!“, schrie Hannah und Tränen traten in ihre Augen.
Dann drehte sie sich um und lief den Flur hinunter und auf den Ausgang zu.
Mich überwältigte eine schneidende Eifersucht. Die Entdeckung, die ich gemacht hatte, erschütterte mich zutiefst. Hannah trug also keinen Slip! Das Spiel begann also von Neuem. Derselbe Herr, die nächste Dame. Ich war entsetzt. Wie lange trieb Tilo schon sein Unwesen im Krankenhaus? Wie viele junge Mädchen hatte er schon von sich abhängig gemacht? Ich hatte bisher geglaubt, die einzige zu sein, hatte mich für etwas Besonders gehalten. Welch eine trügerische Sicherheit hatte ich empfunden und wie sehr hatte ich den Chefarzt geliebt. Doch jetzt dämmerte mir immer mehr, dass er mich nur benutzt hatte. Benutzt für seine schmutzigen Spielchen. Ich beschloss, mich von ihm zu trennen. Aber vorher wollte ich ihm noch meine Verachtung ins Gesicht schreien. Und ich musste Hannah vor ihm retten. Ob das wohl möglich war?

Ich versuchte, noch einmal mit Hannah zu sprechen, aber sie verweigerte sich. Tilo Hannson ging mir aus dem Weg. Wahrscheinlich hatte Hannah ihm von meiner Unterstellung erzählt. Trotzdem wollte ich ihm sagen, wie sehr ich ihn verachtete. Ich passte eine günstige Gelegenheit ab und trat unaufgefordert und ohne zu klopfen in sein Büro.
„Na, Tilo. Hast du heute keine Lust mich zu ficken?“, fragte ich und sah ihn wollüstig an.
Er stand auf und kam zu mir herüber.

„Oh doch, dazu habe ich immer Lust“, war seine Antwort.

Ich ließ ihn herankommen.

Als er mich beinahe erreicht hatte, fragte ich: „Auch jetzt noch, wo du die kleine Hannah hörig gemacht hast?“
„Ach, lass doch. Was hat Hannah denn damit zu tun?“, säuselte er.
Ich fühlte, wie die Wut in mir hochstieg, aber ich beherrschte mich.
„Ich dachte nur“, sagte ich.
Tilo trat nahe an mich heran.
„Trägst du einen Slip?“, fragte er.

„Schau doch nach“, raunte ich.
Er zog mich an sich, griff nach dem Saum meines Kittels und zog ihn hoch.
Die Sekunden verrannen.
Nicht, dass ich es geplant hätte. Nein, es war eine instinktive Abwehrreaktion, aber als Tilo so dicht vor mir stand und wirklich glaubte, dass er sein mieses Spiel mit mir weitertreiben könnte, schnellte mein Knie nach oben und verfehlte sein Ziel nicht.

Zwei Wochen später verließ ich die Klinik, die so lange mein zweites Zuhause gewesen war. Mein letzter Arbeitstag lag hinter mir.

Doch noch heute, Jahre später, denke ich oft an Tilo Hansonn. Ja, ich war naiv gewesen, hatte mich von ihm benutzen lassen. Aber, und das gestehe ich, nach der Zeit mit ihm habe ich nie wieder ein solches Prickeln beim Sex gefühlt wie damals.

Text: © Xenia Marita Riebe

 

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